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Doppelschleichen
Amphisbaenia 1.JPG
: Wirbeltiere (Vertebrata)
: Kiefermäuler (Gnathostomata)
: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
: Reptilien (Reptilia)
: Schuppenkriechtiere (Squamata)
: Doppelschleichen
Wissenschaftlicher Name Amphisbaenia n Die Doppelschleichen (Amphisbaenia), auch Ringelschleichen oder Ringelechsen genannt, sind eine Gruppe eigenartiger an Regenwürmer erinnernde Schuppenkriechtiere (Squamata). Sie haben ihren Namen von Amphisbaena, einer mythischen Schlange mit einem Kopf an jedem Ende. Früher wurden sie als zu den Echsen (Lacertilia) gezählt, aber ihre anatomischen Besonderheiten und ihre lange eigenständige Evolution führte dazu das sie den Rang einer bekamen.

Doppelschleichen kann man seit dem Eozän und dem Oligozän fossil nachweisen. Damals lebten sie auf den nördlichen Kontinenten, Nordamerika, Europa und Asien. Mit Blanus antiquus fand man auch eine Doppelschleiche aus dem Mittelmiozän Süddeutschlands.

Vorkommen


Die meisten der ca. 150 en leben in Afrika, Südamerika und im südlichen Nordamerika. Die Blanus lebt im Mittelmeergebiet. Die 30 cm lange Maurische Netzwühle (Blanus cinereus) lebt auf der Iberischen Halbinsel. Blanus strauchi lebt auf Rhodos, Kos, Zypern, der westlichen Türkei, Libanon, Syrien und dem nördlichen Irak.

Da sie selten sind und eine grabenden Lebensweise haben, ist außer ihrer Anatomie wenig bekannt.

Aussehen und Anatomie


Doppelschleichen sind die am weitesten an eine unterirdische Lebensweise angepassten Schuppenkriechtiere. Alle bis auf die Zweifuß-Doppelschleichen (Bipedidae) sind beinlos. Die Schuppen sind bis auf Reste am Kopf verschwunden. Die Tiere werden von einem derben, quer geringelten Hautsack umgeben, der zur Verwechslung mit Regenwürmern führt. Der gestreckte Körper ist drehrund, vorne und hinten gleich dick. Der Kopf kann stumpf oder spitz sein. Das Maul ist klein, der Unterkiefer kürzer. Sie graben mit Hilfe ihres kräftigen Schädels, der die Funktion eines Bohrkopfs hat. Die Nasenlöcher zeigen nach hinten, damit keine Erde hinein kommt. Auch der Schwanz ist kurz und stumpf, oder zugespitzt. Doppelschleichen kriechen nicht nach Art der Schlangen oder Schleichen mit seitlichen Wellenbewegungen des Körpers, sondern, in Anpassung an ihre Bewegung in Gängen, nur langsam gestreckt. Dabei laufen wie bei Regenwürmern pulsartige Wellenbewegungen durch den Körper. Sie können rückwärts genau so schnell bzw. langsam wie vorwärts kriechen. Doppelschleichen atmen mit dem vergrößerten linken Lungenflügel, im Gegensatz zu den Schlangen und allen schlangenähnlichen Echsen, bei denen der rechte Lungenflügel in Funktion und der linke reduziert ist. Sie werden meist 20 bis 30 Zentimeter groß. Die Rote Doppelschleiche (Amphisbaena alba) aus Südamerika und Monopeltis capensis aus Afrika werden 50 bis 70 Zentimeter lang.

Fortpflanzung


Männliche Doppelschleichen haben wie alle Schuppenkriechtiere zwei Hemipenis als Begattungsorgan. Die meisten Arten legen Eier, oft in Termitenbauten, einige Arten sind auch lebendgebärend.

Ernährung


Ringelschleichen fressen Würmern, Tausendfüßler, Insekten und deren Larven, viele tropische Arten ernähren sich hauptsächlich von Ameisen und Termiten. Auch die Maurische Netzwühle hat eine Vorliebe für Ameisen.

Familien


Reptilien

Amphisbaenia | Matoliskot | Amphisbaenia | Wormhagedissen | Ormeøgler | Anfisbena

 

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