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| Lage des Donnersbergkreises in Deutschland.PNG |
Der Donnersberg (lat. Mons Jovis, frz. Mont Tonnerre) im Donnersbergkreis (Rheinland-Pfalz) ist mit 687 Metern das höchste Bergmassiv der Pfalz. Der mehrere Kuppen tragende Berg liegt im Nordpfälzer Bergland zwischen Rockenhausen und Kirchheimbolanden, nicht ganz im Mittelpunkt des Städtedreiecks Bad Kreuznach, Worms und Kaiserslautern. Seine höchste Erhebung ist der Königstuhl, ein (mit viel Fantasie) als thronartig anzusehendes Felsstück.
Der Donnersberg nimmt eine Bodenfläche von ca. 2.400 ha ein, besitzt einen Durchmesser von rd. 7 km und überragt sein Umland um etwa 300 m. Er liegt im Nordosten des Nordpfälzer Berglandes an der Grenze zum rheinhessischen Hügelland. Geologisch ist das Nordpfälzer Bergland dem Saar-Nahe-Becken zugeordnet, welches als Bindeglied zwischen dem nördlich gelegenen Rheinischen Schiefergebirge und dem sich südlich anschließenden Südwestdeutschen Schichtstufenland fungiert.
Der Berg entstand im Zeitalter des Perm, im Übergang vom Unteren zum Oberen Rotliegenden, durch vulkanische Hebung. Er war jedoch kein tätiger Vulkan; die im Bereich des Nordpfälzer Berglands aus dem Erdinneren aufsteigenden sauren Magmamassen erstarrten aufgrund ihrer Zähflüssigkeit noch unterhalb der Erdoberfläche meist als Intrusivgesteine.
Der westliche Teil des Donnersbergmassivs ist gekennzeichnet durch viele Einzelberge, die durch tief eingeschnittene Täler getrennt sind. Im Gegensatz dazu wird der nordöstliche Hauptstock von einer etwa 300 ha großen Hochfläche mit nur leichtem Gefälle eingenommen, von der dann steil abfallende Hanglagen zu Tale führen.
Am westlichen Rande des Plateaus im Osten erhebt sich der Königstuhl. Er ist ein zerklüfteter, jedoch begehbarer Rhyolithblock, der ca. 8 km tief in die Erdkruste hineinreicht.
Im Südwesten des Berges (bei Imsbach) finden sich hydrothermale Mineralisationen, die einen ausgedehnten Erzbergbau ermöglichten. In verschiedenen Steinbrüchen wird das harte Gestein zur Verwendung im Straßenbau gewonnen.
An Wild sind neben Wildschweinen, Rehen und Hasen auch Mufflons anzutreffen.
Die gesamte Anlage wurde etwa 50 v. Chr. auf friedlichem Wege geräumt. Sie ist weiter unten ausführlich beschrieben.
1335, im späten Mittelalter, wurde innerhalb der Hochfläche das Kloster St. Jakob gegründet. Mönche rodeten das Gelände im Bereich des ehemaligen Ringwalles und bewirtschafteten es zur Eigenversorgung. Um 1550, nach der Reformation, wurde das Kloster wieder aufgelöst und dort ein landwirtschaftliches Hofgut (mit 70 ha Acker- und Wiesenland) eingerichtet, welches bis 1854 in Betrieb war. Danach kaufte der bayerische Staat das gesamte Areal auf und ließ es aufforsten. Auf dem Platz des ehemaligen Hauptgebäudes steht heute ein Gasthaus.
Allein von der Größe her gehört die Wallanlage zu den bedeutendsten keltischen Oppida überhaupt. Neben der Viereckschanze und der Glasproduktion wurden weitere Entdeckungen gemacht. So wurden ein bronzener Achsnagelkopf sowie Münzen der Leuker und aus römischer Zeit gefunden. In jüngerer Zeit gab es weitere Funde bronzener Metallteile, z. B. eine kleine, knapp 4 cm lange und konisch zulaufende Bronzehülse mit Doppelkopf. Sie war vermutlich die Spitze eines keltischen Trinkhornes.
Keltenwall und Viereckschanze können auf dem sogenannten Keltenweg erwandert werden, der entlang der östlichen Hauptwallanlage verläuft.
Bei klarem Wetter hat man von hier eine hervorragende Rundumsicht über weite Teile Rheinhessens, des Nordpfälzer Berglandes und des Pfälzer Waldes. Man blickt beispielsweise nach Osten bis zur rund 30 km (Luftlinie) entfernten Domstadt Worms und kann im Nordosten bei sehr guter Sicht sogar die 75 km entfernte Skyline von Frankfurt am Main erkennen. Der Donnersberg ist bei entsprechender Sicht auch von den Aussichtstürmen Frankfurts (Goetheturm, Maintower) gut zu sehen.
| Hörfunk | SWR1 | 99,1 MHz/10 kW |
| SWR2 | 92,0 MHz/10 kW | |
| SWR3 | 101,1 MHz/10 kW | |
| SWR4 (Radio Kaiserslautern) | 105,6 MHz/10 kW | |
| DAB | Kanal 12 /1 kW | |
| TV | Das Erste | Kanal 10/ 10 kW |
| ZDF | Kanal 37 | |
| Südwest Rheinland-Pfalz | Kanal 60 |
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