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Wappen Karte
wappen_donauwoerth.jpg Karte_donauwoerth_in_deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Fläche: 77,02 km²
Einwohner: 18280 (Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 238 Einwohner je km²
Höhe: 401 m ü. NN
Postleitzahl: 86609
Vorwahl: 0906
Geografische Lage:
Kfz-Kennzeichen: DON
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 131
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausgasse 1
86609 Donauwörth
Offizielle Website: Stadt Donauwörth
E-Mail-Adresse: stadt@donauwoerth.de
Politik
Oberbürgermeister: Armin Neudert (CSU)
Donauwörth ist eine Große Kreisstadt an der Donau im Regierungsbezirk Schwaben in Bayern.

Geographie


Geographische Lage

Sie liegt an den Mündungen von Wörnitz, Zusam und Schmutter in die Donau. Etwa 9 km östlich von Donauwörth fließt der Lech in die Donau. Die Stadt liegt an den östlichen Ausläufern der Schwäbischen Alb.

Stadtgliederung

Die Gemeinde hat 9 Stadtteile:
  • Auchsesheim
  • Berg
  • Nordheim
  • Parkstadt
  • Riedlingen
  • Schäfstall
  • Wörnitzstein
  • Zirgesheim
  • Zusum

Geschichte


donauwoerth.jpg

Schon um 500 gibt es erste Siedlungskerne im heutigen Ried. Im Zuge der Vorbereitungen zur Schlacht auf dem Lechfeld 955 entsteht die erste Brücke über die Donau. Im Jahr 1049 wird das Kloster Heilig Kreuz, damals noch in die Burg Mangoldstein integriert, durch Papst Leo IX. geweiht. Im Jahre 1193 wird Werd durch Kaiser Heinrich VI. zur Stadt erhoben.

1178-1266 wird die Stadt als Reichslehen direkt den herrschenden Staufern zugeordnet, die sie 1266 an das Herzogtum Bayern verpfänden. Der einköpfige Stauferadler bleibt im Stadtwappen bis 1530 vertreten, als er durch den doppelköpfigen Reichsadler ersetzt wird.

Liebfrauenmuensterdonauwoerth.jpg | 1256 ließ der Wittelsbacher Herzog Ludwig II. in Schwäbischwerd seine Frau Maria von Brabant aus ungeklärten Motiven als Ehebrecherin enthaupten. Regelmäßige Theateraufführungen bringen die tragische Begebenheit auch heute noch in Erinnerung.

1301 wird die Stadt reichsfrei, das heißt zur freien Reichsstadt und damit direkt dem Kaiser untertan.

In den Jahren 1444-1473 entsteht die Stadtpfarrkirche Zu unserer Lieben Frau an Stelle der zu klein gewordenen Sankt Ulrichskirche.

In der Folge der Religionswirren, in denen die Stadt die Sache der Reformation unterstützt hatte, kommt sie 1607, nach dem so genannten Kreuz- und Fahnengefecht am Markustag 1606, unter Reichsacht und wird von Herzog Maximilian von Bayern in bayerischen Pfandbesitz umgewandelt. Als Reaktion auf diese Okkupation schließen sich die protestantischen Reichsstände 1608 zur Protestantischen Union zusammen. 1632 wird die Stadt von Gustav II. Adolf erobert.

reichsstrassedonauworth.JPG In Folge verliert, das zur bayrischen Landstadt degradierte, Donauwörth, wie es jetzt genannt wird, nicht nur seine Eigenständigkeit, sondern auch gut die Hälfte seiner Einwohner. Diesen Aderlass kann die Stadt erst im 19. Jahrhundert wieder kompensieren.

Kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges wird die Stadt in zwei Luftangriffen am 11. und 19. April 1945 vor allem im Bereich des Bahnhofs und der Reichsstraße schwer zerstört. Der Wiederaufbau der historischen Reichsstraße beginnt 1946.

Donauwörth hält mit der Alfred Delp-Kaserne eine wichtige Garnison der Bundeswehr.

Sehenswürdigkeiten


deutschordenshaus.jpg | HeiligKreuzdonauwörth.JPG | riedertor.jpg

  • Das Deutschordenshaus in Donauwörth ist eine der ältesten Niederlassungen des Deutschen Ritterordens. Sie wurde 1197 gegründet. König Friedrich II. übergab 1214 den Hospitalbrüdern des Deutschen Ordens eine am Brückenkopf der alten Donaubrücke erbaute Kapelle, bei der Almosen für die Armen gesammelt wurden. Als der Komtur Heinrich von Zipplingen 1332 mit seinem ganzen Konvent nach Donauwörth zog, vergrößerte das Haus und die Kapelle. Das Gebäude in seiner heutigen Form, wurde 1774 - 1778 unter dem Komtur Freiherr von Riedheim errichtet. Es beherbergt heute die Städtische Kunstgalerie mit Gemälden mit Bezug zur Stadt. Sehenswert ist auch der Enderlesaal, benannt nach dem Maler Johann Baptist Enderle.

  • Das Rathaus entstand ab 1236. Es wurde 1308 mit Quadern der abgetragenen Burg Mangoldstein vergrößert. In der Folge wurde das Gebäude im Laufe des 14. Jahrhundert zweimal durch Brände zerstört. Im 16. Jahrhundert erfolgte eine Aufstockung auf 3. Etagen. Das charakteristische Mansardendach wurde Ende des 18. Jahrhunderts aufgesetzt. Bei der neugotischen Restaurierung 1853 wurden die noch heute zu sehenden Zinnen und Fialen angebracht. 1973/75 und 1985/86 wurde das Rathaus komplett renoviert. Anlässlich des Jubiläums „750 Jahre Rathaus Donauwörth“ wurde 1986, am Westgiebel des Rathauses ein Glockenspiel angebracht, das täglich bekannte Weisen aus dem deutschen Volksliedgut Friedensbitten, die mit dem Schicksal Stadt verknüpft sind, aber auch das Lied aus der Oper die „Zaubergeige“ von Werner Egk.

  • Münster Zu unserer lieben Frau, dreischiffige gotische Backstein-Hallenkirche
  • Kloster Heilig Kreuz, die Wallfahrtskirche ist ein Musterbeispiel der spätbarocken Wessobrunner Schule, dort wird eine Monstranz mit einem Partikel vom Kreuz Christi aufbewahrt.
  • Die katholische Stadtpfarrkirche Christi Himmelfahrt im Stadtteil Parkstadt.
  • Die Reichsstraße bildet das Kernstück der Stadt. Ihren Namen verdankt die Straße der Tatsache, dass sie Bestandteil der Straße des Heiligen Römischen Reiches war, die die Reichsstädte Nürnberg und Augsburg miteinander verband. Sie ist heute Teil der Romantischen Straße. Entlang der Straße steht ein Ensemble bürgerlicher Giebelhäuser. Durch die Bombenangriffe am 11. und 19. April 1945 wurde die Reichsstraße nahezu vollständig zerstört. Der orginalgetrue Wiederaufbau begann 1946.

  • Tanzhaus, um 1400 erbautes städtisches Kauf- und Tanzhaus, später Kornspeicher
  • Rieder Tor
  • Freilichtbühne am Mangoldfelsen, jedes Jahr im Sommer jeweils 2 verschiedene Inszenierungen
  • Kreuzweg am Kalvarienberg
  • Ruine der "Burg zu Wörth"

Wiederkehrende Feste und Veranstaltungen in und um Donauwörth


  • Schwäbischwerder Kindertag (jährlich)
  • "Bilderbuch der Stadtgeschichte": über 1000 Schüler in Historischen Gewändern spielen die Geschichte der Stadt nach (im Rahmen des "Schwäbischwerder Kindertages")(alle 2 Jahre, da seit 2005 im Wechsel mit dem "Umzug des Schwäbischwerder Kindertages")
  • Reichstraßenfest (alle 2 Jahre)
  • Freilichtbühne am Mangoldfelsen
  • Pitzbrunnen-Fest (alle 2 Jahre)

Persönlichkeiten


  • Werner Egk, Komponist, wurde im heutigen Stadtteil Auchsesheim geboren. An ihn erinnern der Zaubergeigenbrunnen und die Werner-Egk-Begegnungsstätte in Donauwörth.
  • Käthe Kruse, Puppenmacherin, Mutter des Schriftstellers Max Kruse.

Söhne und Töchter der Stadt


Wirtschaft und Verkehr


Verkehr

Hier kreuzen sich die Bundesstraßen 2 (Nürnberg-Augsburg), 16 (Ulm-Regensburg) und 25 (Uffenheim-Donauwörth).

Donauwörth ist ein Eisenbahnknoten mit Strecken von Augsburg weiter nach Treuchtlingen und Nürnberg, von Regensburg und Ingolstadt nach Ulm (Kursbuchstrecke 993) und der Riesbahn nach Aalen.

Ansässige Unternehmen

Städtepartnerschaften


Literatur


  • Landkreis Donauwörth (Hg.): Landkreis Donauwörth. Werden und Wesen eines Landkreises, München/Aßling, 1966

Weblinks


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