Donaueschingen ist eine
Stadt im Südwesten von
Baden-Württemberg. Sie ist nach der etwa 13 km nördlich gelegenen Kreisstadt
Villingen-Schwenningen die zweitgrößte Stadt des
Schwarzwald-Baar-Kreises und ein
Mittelzentrum innerhalb der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg, zu dessen Mittelbereich noch die Gemeinden
Blumberg,
Bräunlingen und
Hüfingen gehören. Die Einwohnerzahl Donaueschingens überschritt
1992 die 20.000-Einwohnergrenze. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur
Großen Kreisstadt, was die
Landesregierung von Baden-Württemberg dann mit Wirkung vom
1. Juli 1993 beschloss. Die Stadt ist Sitz des
Gemeindeverwaltungsverbands "Donaueschingen", dem die Städte Bräunlingen, Donaueschingen und Hüfingen angehören.
Bis zur Kreisreform am 1. Januar 1973 war Donaueschingen
Kreisstadt des Landkreises
Donaueschingen (Kfz.-Kennzeichen DS) und gehört seitdem zum
Schwarzwald-Baar-Kreis.
Die nächstgrößeren Städte sind neben Villingen-Schwenningen noch Tuttlingen, etwa 24 km östlich, Singen (Hohentwiel) etwa 34 km südöstlich und das in der Schweiz gelegene Schaffhausen, etwa 30 km südlich von Donaueschingen.
Geografie
Die Stadt liegt auf dem Hochplateau der Baar, am Ostrand des südlichen Schwarzwaldes in einer Talfalte der Brigach, deren Zusammenfluss mit der Breg in der Nähe von Donaueschingen als der eigentliche Beginn der Donau gilt. Eine gefasste Karstaufstoßquelle im Schlosspark wird als "Donauquelle" bezeichnet.
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Donaueschingen. Sie werden im
Uhrzeigersinn beginnend im Nordwesten genannt:
Vöhrenbach,
Brigachtal,
Bad Dürrheim (alle Schwarzwald-Baar-Kreis),
Geisingen (
Landkreis Tuttlingen) sowie
Blumberg,
Hüfingen und
Bräunlingen (alle Schwarzwald-Baar-Kreis).
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet besteht aus der
Kernstadt, den in den
1930er Jahren eingegliederten Orten Allmendshofen und Aufen und den im Rahmen der
Gemeindereform der
1970er Jahre eingegliederten Gemeinden Aasen, Grüningen, Heidenhofen, Hubertshofen, Neudingen, Pfohren und Wolterdingen.
Die zuletzt eingegliederten Stadtteile sind zugleich Ortschaften im Sinne von § 67ff der Gemeindeordnung, das heißt, sie haben jeweils einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl direkt zu wählenden Ortschaftsrat, mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden. Die Zahl der Ortschaftsräte beträgt je nach Einwohnerzahl zwischen sechs und zehn.
Zu einigen Stadtteilen gehören weitere räumlich getrennte Wohnplätze mit eigenem Namen, die oft sehr wenige Einwohner haben oder Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Bezeichnung sich im Laufe der Bebauung ergeben haben und deren Grenzen dann meist nicht genau festgelegt sind. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Gebiete:
- zur Kernstadt: Dürrheimer Landstraße, Fohrenhöfe und In den Tannenäckern, Jägerhaus, Karlsruher Kindersolbad sowie Bruch- und Schluchsiedlung und Neue Heimat
- zu Neudingen: Auf Teil, Gnadental und Mariahof
- zu Pfohren: Immenhöfe
- zu Wolterdingen: Hintere Schand, Lettenäcker und Zindelstein
Geschichte
Donaueschingen-um-1900.jpg
Donaueschingen wurde 889 als "Esginga" erstmals urkundlich erwähnt. Von 1101 bis ins 15. Jahrhundert gehörte der Ort zu einer örtlichen Adelsfamilie, die vermutlich Dienstleute der Reichenau waren. Im 13. Jahrhundert waren es die Herren von Blumberg, die über den Ort herrschten, dann folgten bis 1465 die Ritter von Stein.
Schon im Jahr 1283 belehnte Rudolf von Habsburg den Grafen Heinrich von Fürstenberg mit der Grafschaft Baar und Donaueschingen. Damit war auch das Recht verbunden, Bier zu brauen. Hier hat die Fürstlich Fürstenbergische Brauerei ihren Ursprung.
Im Jahre 1488 ging der Ort Donaueschingen durch Kauf in den Besitz der Grafen von Fürstenberg über. 1653 wählte Ferdinand Friedrich von Fürstenberg Donaueschingen als Residenz. Seit 1716 ist der Ort Hauptsitz der Fürsten von Fürstenberg. 1801 wurde Donaueschingen Sitz eines Obervogteiamtes der Herrschaft Fürstenberg. Doch kam der Ort im Jahr 1806 an das Großherzogtum Baden und wurde ein Jahr später Sitz eines Amtes, das jedoch 1810 wieder aufgelöst wurde. Dafür erhielt Donaueschingen 1810 das Stadtrecht. 1813 wurde das Amt Donaueschingen wieder errichtet, 1818 erneut aufgelöst und 1849 zum zweiten Mal wieder errichtet und später zum Bezirksamt erhoben. 1908 fiel ein großer Teil der Stadt einem Brand zum Opfer. Aus dem Bezirksamt Donaueschingen ging 1939 der Landkreis Donaueschingen hervor, der bei der Kreisreform 1973 aufgelöst wurde. Die meisten seiner Gemeinden und mit ihm die Kreisstadt Donaueschingen wurden dem neu gebildeten Schwarzwald-Baar-Kreis zugeordnet. Infolge der Eingliederung von sieben Nachbargemeinden entwickelte sich Donaueschingen zur zweitgrößten Stadt des Kreises und wurde schließlich 1993 zur Großen Kreisstadt erhoben.
Auch die Stadtteile Donaueschingens haben eine lange Geschichte. Sie gehörten meist zum Fürstentum Fürstenberg und kamen 1806 an Baden. Zunächst zum Oberamt Hüfingen, 1813 zum Amt Donaueschingen, 1819 wieder zum Amt Hüfingen und seit 1849 erneut zum Amt Donaueschingen, später Bezirksamt Donaueschingen, aus dem 1939 der Landkreis Donaueschingen hervorging. Grüningen kam jedoch erst 1936 zum Bezirksamt Donaueschingen.
- Aasen wurde 973 als "Usin" erstmals erwähnt. Ab 1094 ist ein örtlicher Adel genannt, von deren Burg ist aber nur noch der Burgstall erhalten.
- Allmendshofen wurde 870 als "Aleuuigeshouun" erstmals erwähnt. Auch hier ist ein Ortsadel genannt, von deren Burg jedoch nichts mehr erhalten ist. Wohl über die Herrschaft Blumberg und von Schellenberg kam der Ort an Fürstenberg.
- Aufen wurde 889 als "Uffheim" erstmals erwähnt. Es handelt sich wohl um einen Ausbauort von Donaueschingen, der im 14. Jahrhundert in Unteraufen (später Niederaufen), Suntheim und Oberaufen aufgeteilt war. Über Barbara von Habsberg gelangte der Ort mit Donaueschingen 1488 an die Herren von Fürstenberg.
- Grüningen wurde 1109 als "Gröningen" erstmals erwähnt. Im 13. Jahrhundert gab es einen Ortsadel, doch gelangte der Ort dann an Fürstenberg und mit dem Verkauf von Villingen 1326 an Österreich (Vorderösterreich). 1805 kam Grüningen an Württemberg und wurde 1806 im Tausch an Baden abgegeben. Der Ort gehörte dann zum Obervogteiamt bzw. Bezirksamt Villingen und kam erst 1936 an das Bezirksamt/Landkreis Donaueschingen.
- Heidenhofen wurde 759/60 als "Heidinhova" erstmals erwähnt. Das Kloster St. Gallen hatte Besitzungen. Im 10. Jahrhundert gelangte der Ort an das Kloster Reichenau. 1447 wurde Heidenhofen an die Herrschaft Fürstenberg verkauft.
- Hubertshofen wurde 1440 als "Humbrachtzhoven" erstmals erwähnt. Anders als die anderen Stadtteile gehörte Hubertshofen zur Nachbargemeinde Bräunlingen und teilte die Geschicke mit dieser Stadt. Bis 1805 blieb der Ort daher österreichisch. Die Fürstenberger erkannten spätestens 1686 die Landeshoheit über den Ort an. 1805 an Württemberg kam Hubertshofen 1806 an Baden und war dann zunächst dem Amt Villingen, ab 1813 dem Amt Hüfingen, 1832 dem Stabsamt und 1840 dem Amt Villingen zugeordnet, kam dann aber 1849 zum Amt Donaueschingen.
- Neudingen wurde 870 als "Niginga" erstmals erwähnt. Der Ort war wohl Mittelpunkt eines Königsguts in der Baar. 949 wurde der Ort an das Kloster Reichenau verschenkt. Ab 1108 ist eine Adelsfamilie genannt, doch kam der Ort Anfang des 13. Jahrhunderts an Fürstenberg. Von hier aus wurde die Burg Fürstenberg angelegt. Eine Tiefburg wurde 1503 an das Kloster Mariahof verkauft. Der zu Neudingen gehörige Weiler Mariahof wurde 1274 als "Capella dicta super Curiam" erstmals erwähnt. Wohl im 13. Jahrhundert wurde ein Kloster gegründet. Die Klosterkirche wurde 1274 von der Neudinger Pfarrkiche getrennt. Anschließend wurde das Kloster durch Beginen aus Neudingen besiedelt. Das Nonnenkloster stand unter den Dominikanern aus Rottweil. 1337 wurde das Kloster als Grablege der Fürstenberger gewählt. Während der Reformation wurde das Kloster aufgegeben, 1562 bzw. 1584 jedoch wieder besiedelt und dem Kloster Fiedenweiler inkorpiert. 1802 wurde es säkularisiert und 1852 wurde die Kirche durch einen Brand zerstört. Daraufhin errichteten die Fürstenberger dort eine Gruftkirche.
- Pfohren wurde 817 als "ad Forrun" erstmals erwähnt. Anfänglich hatte das Kloster St. Gallen Besitzungen, ab 1086 ist eine Adelsfamilie genannt. Wohl über die Zähringer kam der Ort im 13. Jahrhundert an die Fürstenberger.
- Wolterdingen wurde 772 als "Wuldartingas" erstmals erwähnt. Im 10. Jahrhundert wurde der Ort an die Reichenau verschenkt. Um 1102 ist ein Ortadel genannt. Schon früh war Wolterdingen wohl über die Wartenberger an die Fürstenberger gekommen. Diese gaben den Ort an die Tusser von Lanzenhofen zu Lehen, lösten ihn jedoch vor 1450 wieder ein. Der zu Wolterdingen gehörige Weiler Zindelstein wurde 1225 als "Sindelstein" erstmals erwähnt. Der kleine Ort kam schon früh an die Fürstenberger, wurde dann aber mehrmals an verschiedene Herrschaften zu Lehen gegeben. 1525 wurde der Ort im Bauernkrieg zerstört. 1533 erwarben die Fürtenberger nur noch Ruinen. Zu jener Zeit waren auch drei Maierhöfe hier genannt. Im 17. Jahrhundert gab es nur noch einen Hof der im 30-jährigen Krieg abging. Die Güter wurden dann im 17. Jahrhundert mehrfach verliehen. Hieraus entstanden dann die heutigen Ober- und Unterzindelstein.
Eingemeindungen
In die Stadt Donaueschingen wurden folgende Gemeinden eingegliedert:
Einwohnerentwicklung
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).
|
¹ Volkszählungsergebnis
Religionen
Donaueschingen gehörte zunächst zum
Bistum Konstanz und war dem Archidiakonat "vor der Wald" zugeordnet. Da die Landesherren, die Fürsten von Fürstenberg die
Reformation nicht einführten, blieben Donaueschingen und sein Umland bis ins
19. Jahrhundert überwiegend katholisch. Ebenso Grüningen, das jedoch
1326 an Vorderösterreich kam und
1805 über Württemberg
1806 an Baden kam. Seit
1821 bzw.
1827 gehören die katholischen Gemeinden im heutigen Stadtgebiet zum
Erzbistum Freiburg und waren zunächst dem Landkapitel Villingen zugeordnet. Seit
1933 war Donaueschingen Sitz eines Landkapitels. Das
Dekanat Donaueschingen wurde
1977 errichtet. Zu ihm gehören alle heutigen katholischen Pfarreien im Stadtgebiet. Sie sind zu drei verschiedenen Seelsorgeeinheiten zusammengeschlossen. Die
Seelsorgeeinheit Donaueschingen umfasst die beiden Pfarreien
St. Johann (Kirche von
1724/47 mit Filialkirche St. Jakobus Allmendshofen, erbaut
1721 (mit älterem Chor) und
St. Marien (Kirche von
1927/28) mit Filialkirche St. Vitus Aufen, erbaut
1756. Die
Seelsorgeeinheit Donaueschingen-Wolterdingen umfasst die Gemeinden
St. Kilian Wolterdingen (Kirche
1903 im neugotischen Stil erbaut),
St. Mauritius Grüningen (Kirche aus dem
14. Jahrhundert und Turm aus dem 16. Jahrhundert) und
St. Sebastian Hubertshofen (Kirche aus dem
17./18. Jahrhundert mit Erweiterung von 1885) . Die
Seelsorgeeinheit Donaueschingen-Pfohren umfasst die Gemeinden
St. Johannes d. T. Pfohren (Kirche von 1767 neu errichtet),
St. Blasius Aasen (Kirche aus dem Jahr um
1100,
1725/26 barock erweitert),
St. Hilarius Heidenhofen (Kirche aus dem
15. Jahrhundert) und
St. Andreas Neudingen (Kirche aus dem späten
18. Jahrhundert).
Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Protestanten nach Donaueschingen. 1875 wurde die evangelische Kirchengemeinde gegründet. Eine eigene Kirche wurde 1912 erbaut. Diese wurde im 2. Weltkrieg zerstört und 1949 wieder aufgebaut. Zur Evangelischen Kirchengemeinde Donaueschingen gehören heute auch die Protestanten der Stadtteile Aasen, Grüningen, Hubertshofen, Neudingen, Pfohren und Wolterdingen. Die Protestanten des Stadtteils Heidenhofen und des zu Pfohren gehörigen Weilers Immenhöfe gehören zur Nachbarkirchengemeinde Oberbaldingen und Biesingen (Stadt Bad Dürrheim). Alle genannten Kirchengemeinden gehören zum Dekanat Villingen der Evangelischen Landeskirche in Baden.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter eine Freie Evangelische Gemeinde. Auch die Jehovas Zeugen sind in Donaueschingen vertreten.
Politik
Nach der Gemeinderatswahl
2004 hat das Gremium folgende Besetzung:
Bürgermeister / Oberbürgermeister
An der Spitze der Gemeinde Donaueschingen stand seit dem
13. Jahrhundert ein Ortsvogt sowie ein Bürgermeister und das Gericht (Gemeinderat). Ab
1807 gab es ein Bürgermeister und 8, später 9 Gemeinderäte. Ab
1821 gab es ferner einen Bürgerausschuss. Sowohl Gemeinderat und Bürgerausschuss wurden für vier Jahre gewählt. Ab
1935 gab es einen Bürgermeister und zwei ehrenamtliche Beigeordnete.
Seit der Erhebung zur Großen Kreisstadt 1992 trägt das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung "Oberbürgermeister". Dieser wird heute von den Wahlberechtigten für eine Amtszeit von 8 Jahren direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Sein allgemeiner Stellvertreter ist der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "Bürgermeister".
Bürgermeister von Donaueschingen seit 1800
Wappen
Das
Wappen von Donaueschingen zeigt in einem von Silber und Blau geteilten Schild ein sechsspeichiges Rad in verwechselten Farben. Die Flagge ist weiß-blau. Das Wappen wurde in seiner heutigen Form
1895 angenommen.
In den Siegeln des Ortes ist ab 1790 das Fleckenzeichen, das Sester, abgebildet. Anfang des 19. Jahrhunderts nahm man den fürstenbergischen Adler mit dem Sester in den Fängen in das Siegel auf. Teilweise ist auch das badische Staatswappen in Kombination mit dem Sester zu finden. Mitte des 19. Jahrhunderts war das Sester das alleinige Symbol des Stadtsiegels. 1895 wurde das heutige Wappen auf Vorschlag des Generallandesarchivs Baden angenommen. Dabei griff man auf das Rad zurück, das als Wappen der Herren von Eschingen zurückgeht. Die Blasonierung wurde in den fürstenbergischen Farben blau-weiß gewählt.
Städtepartnerschaften
Die Stadt Donaueschingen unterhält mit folgenden Städten eine
Städtepartnerschaft:
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Donaueschingen ist ein wichtiger regionaler
Eisenbahnknoten, an dem sich insgesamt vier Bahnlinien treffen. Donaueschingen ist Durchgangsbahnhof auf der
Schwarzwaldbahn von
Offenburg nach
Konstanz und Beginn der
Höllentalbahn von Donaueschingen über Neustadt nach
Freiburg im Breisgau. Diese beiden Strecken der
Eisenbahn gelten als
technisch außergewöhnlich
Bauwerke. Donaueschingen ist ebenfalls Anfangspunkt der
Donautalbahn nach
Ulm sowie der
Bregtalbahn nach
Bräunlingen (früher bis
Furtwangen). Die Stadt gehört zum Gebiet des
Verkehrsverbund Schwarzwald-Baar und ist an das
Ringzug-System angeschlossen. Donaueschingen ist
Intercity-Halt und hat so beispielsweise durchgehende Verbindungen nach
Dortmund und
Hamburg.
Die Stadt liegt an der A 864, einem Zubringer zur A 81 Stuttgart-Singen (Hohentwiel). Des Weiteren schneiden sich in der Stadt die Bundesstraßen B 27 Stuttgart-Schaffhausen (Schweiz), die B 31 Freiburg im Breisgau-Lindau und die B 33 Offenburg-Konstanz.
Weiterhin gibt es den Verkehrslandeplatz Donaueschingen. Der Verkehrslandeplatz kommt auf ca. 27.500 Starts und Landungen im Jahr. Angestrebt sind 37.000, die zu den vorhandenen 140.000 Landeanflügen auf Zürich hinzukommen.
In Donaueschingen beginnt der Donauradweg, einer der touristisch bekanntesten und längsten Radwanderwege in Europa.
Gerichte und Behörden
Donaueschingen ist Sitz eines
Amtsgerichts, das zum
Landgerichtsbezirk Konstanz gehört, sowie eines
Notariats und hat ferner Außenstellen des
Finanzamts Villingen-Schwenningen und des
Landratsamts
Schwarzwald-Baar-Kreis. Außerdem hat Donaueschingen einen Dienstsitz des
Regierungspräsidiums
Freiburg im Breisgau, der für Bundesautobahnen und Bundesstraßen im Bereich der
Region Schwarzwald-Baar-Heuberg zuständig ist.
Medien
Über das lokale Geschehen in Donaueschingen berichten als
Tageszeitungen eine Lokalausgabe des Südkurier und eine Lokalausgabe des Schwarzwälder Boten.
Radio Neckarburg als zuständiger Lokalsender berichtet auch über die Stadt, der UKW-Empfang ist aber nicht überall im Stadtgebiet zufriedenstellend.
Militär
In Donaueschingen findet sich ein Standort der Deutsch-Französischen Brigade, der v.a. das deutsche Jägerbataillon 292 und das französische Infanterieregiment 110 beherbergt.
Bildungseinrichtungen
In Donaueschingen gibt es ein Gymnasium (Fürstenberg-Gymnasium), eine Realschule (Realschule Donaueschingen), eine Förderschule (Heinrich-Feurstein-Schule), eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule (Eichendorffschule), drei Grundschulen (Erich-Kästner-Schule] mit Aussenstellen in Allmendshofen und Grüningen, Grundschule Pfohren mit Aussenstelle Aasen und Grundschule Wolterdingen).
Der Schwarzwald-Baar-Kreis ist Träger der beiden Beruflichen Schulen (Gewerbliche Schulen Donaueschingen und Kaufmännische und Hauswirtschaftliche Schulen (KHS Donaueschingen) unter anderem mit einem Wirtschaftsgymnasium) sowie der Karl-Wacker-Schule für Kinder mit geistiger Behinderung mit einem Schulkindergarten.
Die Abendrealschule, die Altenpflegeschule des Caritasverbandes für die Erzdiözese Freiburg e.V. und die Fachschule für Landwirtschaft runden das schulische Angebot in Donaueschingen ab.
Ferner ist Donaueschingen einer der vier Standorte der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen (früher staatliche Akademie für Lehrerfortbildung). Die zuständige Aufsichtsbehörde dieser "rechtsfähigen Anstalt des öffentlichen Rechts" ist das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Kulturgeschichte
Bereits Thomas Mann verewigte Donaueschingen in seinem Roman Doktor Faustus als Zentrum neuer Musik literarisch. Donaueschingen ist seit den Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts ein wichtiger Ort europäischer Musikgeschichte. Unter der Schirmherrschaft des Fürsten von Fürstenberg fanden hier seit 1921 die Festtage Neuer Tonkunst unter dem Titel "Donaueschinger Kammermusik-Aufführungen zur Förderung zeitgenössischer Tonkunst" statt, auf denen zahlreiche Vertreter der europäischen Avantgarde ihre Werke vorstellten.
Museen
- Fürstlich Fürstenbergische Sammlungen
- Fürstlich Fürstenbergisches Schloss
- Das Fastnacht-Museum der Narrenzunft Frohsinn e.V. Donaueschingen
Donauquelle-um-1900.jpg | Donaueschingen Donauquelle.jpg
Musikalische Einrichtungen
- Jugendmusikschule Donaueschingen
- Stadtkapelle Donaueschingen
- Fanfarenzug Donaueschingen
- Musikvereine in den Ortsteilen Aufen, Aasen, Hubertshofen, Neudingen, Grüningen, Pfohren und Wolterdingen.
Bauwerke
Das Fürstlich Fürstenbergische Schloss und die dazu gehörige öffentliche Parkanlage ist wohl die Hauptsehenswürdigkeit der Stadt. Das Schloss wurde
1723 als langgestreckter Zweckbau errichtet.
1893/96 wurde es im Stil des Neobarock umgestaltet und mit einer Kuppel versehen. Der zugehörige Marstall wurde
1850 von Theodor Dibold errichtet. Ein weiteres Gebäude des Schlosskomplexes ist die
1732 bis
1735 als Regierungsgebäude errichtete Hofbibliothek und das Archiv. Im
1869 errichteten Karlsbau sind heute die Fürstlich Fürstenbergischen Sammlungen untergebracht.
Im 1763 bis 1819 als Landschaftsgarten angelegten Schlosspark befindet sich die gefasste "Donauquelle".
Die katholische Pfarrkirche St. Johannes Baptist wurde 1724 bis 1747 im böhmischen Barockstil erbaut. Die beiden Türme prägen das Stadtbild Donaueschingens und gelten als Wahrzeichen der Stadt. Die katholische Kirche St. Marien wurde 1927/28 erbaut. Die evangelische Christuskirche stammt aus dem Jahr 1949, doch wurde die Vorgängerkirche bereits 1912 erstellt.
In den Stadtteilen gibt es meist alte katholische Kirchen (siehe hierzu Abschnitt Religionen).
Regelmäßige Veranstaltungen
Frohsinn Donaueschingen Hansel und Gretle Narrentreffen Meßkirch 2006 3.jpg
- Die schwäbisch-alemannische Fastnacht wird in Donaueschingen von der Narrenzunft „Frohsinn“ betrieben. Die wichtigsten Narrenfiguren sind „Hansel“ und „Gretel“.
- Konzertreihe Donaueschinger Musiktage mit zeitgenössischer Tonkunst (jedes Jahr am dritten Wochenende im Oktober)
- Reitturnier CHI Donaueschingen
- Donaueschinger Drachentage (alle 2 Jahre treffen sich Anfang Mai Drachenbauer aus ganz Deutschland, Frankreich und der Schweiz)
Sport
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Die Stadt Donaueschingen hat folgenden Personen das
Ehrenbürgerrecht verliehen:
- 2005: Dr. Bernhard Everke, Oberbürgermeister (bis Okt. 2004)
- 1974: Elisabeth Rothweiler, Lehrerin und Wohltäterin
- 1973: Joachim Fürst zu Fürstenberg
- 1956: Max Egon Prinz zu Fürstenberg
- 1953: Georg Mall, Beigeordneter
- 1923: Max Egon II. Fürst zu Fürstenberg
- 1918: Monsignore Carl Scheu, Pfarrer
- 1913: Dr. Wilhelm Lukas Strauß, Geheimer Regierungsrat
- 1908: Hermann Fischer, Bürgermeister
- 1896: Prof. Hermann Götz, Direktor der Großherzoglichen Kunstgewerbeschule
- 1840: John Ruegger, Hofmeister
Söhne und Töchter der Stadt
- 1770, 10. April, Joseph von Laßberg, † 15. März 1855 in Meersburg, deutscher Germanist und Schriftsteller
- 1796, 28. April, Johann Nepomuk Zwerger, Bildhauer
- 1901, 17. Mai, Karl Hahn, † 6. März 1982, deutscher Politiker (CDU), MdB
- 1902, 6. Januar, Max Güde, † 29. Januar 1984, deutscher Jurist und Politiker
- 1945, 8. März, Anselm Kiefer, deutscher Maler und Bildhauer
- 1946, 29. November, Karin Rehbock-Zureich, deutsche Politikerin
Literatur
- Donaueschingen, in: Meyers Konversationslexikon, 4.Aufl. 1888-89, Bd.5, S.56.
- Badisches Städtebuch; Band IV 2. Teilband aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1959
- Deutscher Städteatlas; Band: III; 2 Teilband. Acta Collegii Historiae Urbanae Societatis Historicorum Internationalis - Serie C. Im Auftrag des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte e. V. und mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, hrsg. von Heinz Stoob †, Wilfried Ehbrecht, Jürgen Lafrenz und Peter Johannek. Stadtmappe Donaueschingen, Autor: Wilfried Ehbrecht. ISBN 3-89115-002-4; Dortmund-Altenbeken, 1984.
Weblinks
Ort in Baden-WürttembergSchwarzwald-Baar-Kreis | Donaueschingen
Donaueschingen | Donaueschingen | Donaueschingen | ドナウエッシンゲン | Donaueschingen | Donaueschingen | Donaueschingen