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Don Camillo und Peppone sind die Hauptfiguren vieler Erzählungen und mehrerer Romane von Giovanni Guareschi. Sie skizzieren das ländliche Italien kurz nach dem zweiten Weltkrieg bis in die frühen 1960er Jahre, im Zwiespalt zwischen tradierten Werten und politischer Aufbruchstimmung.

Don Camillo Tarocci ist ein schlagkräftiger und schlitzohriger Priester in Brescello, einem Dorf in der Poebene in Norditalien, der in ständigem Konflikt mit dem kommunistischen (und ebenso schlagkräftigen) Bürgermeister Giuseppe Bottazzi, genannt Peppone, liegt, welche durch ihre gemeinsame Vergangenheit als Partisanen verbunden sind. Beide konkurrieren um die Lösung der sozialen Fragen ihrer Zeit, setzen dazu aber unterschiedliche Mittel ein und müssen am Ende ihrer Auseinandersetzungen erkennen, dass sie einander näher sind als sie es wahrhaben wollen.

Guareschi bildete selbst das Vorbild für seine beiden Protagonisten, äußerlich entsprach er Peppone, seine innere Überzeugung hingegen spiegelte sich in Don Camillo wieder. Seine Erzählungen verstehen sich auch wohl auch als moralischer Appell an die politischen Lager, den Wiederaufbau gemeinsam zu gestalten. Dass die Geschichten nicht zur rührseligen Propaganda verkommen, bewältigt er durch einen Kunstgriff: Eine wichtige Rolle spielt das Kruzifix in der Dorfkirche. Wann immer Don Camillo einen Punktsieg gegen seinen Widerpart erreicht hat, spricht Jesus zu ihm und kritisiert ihn nötigenfalls.

Die Geschichten um Don Camillo und Peppone erschienen erstmals zu Weihnachten 1946 im Satiremagazin Bertoldo, dessen Chefredakteur Guareschi war. Der große Erfolg der ersten Erzählung brachte den Verleger Rizzoli dazu, ihr in Serie weitere folgen zu lassen und sie ab 1948 gesammelt als Bücher zu veröffentlichen.

Die große internationale Beliebtheit seiner Figuren unterstreicht eine Anekdote, die Guareschi im Vorwort zu Don Camillo und seine Herde erzählt: Nach dem großen Po-Hochwasser von 1951 habe er aus dem Ausland Pakete mit Decken und Kleidern „für Don Camillos und Peppones Leute“ bekommen.

Bücher


Einige der erschienenen Bücher waren:
  • Don Camillo und Peppone (1948)
  • Don Camillo und seine Herde (1953)
  • Genosse Don Camillo (1963)
  • Don Camillo und die Rothaarige (posthum hrsg. 1969)
  • Grazie, Don Camillo (Original: L'anno di Camillo)
  • ...aber Don Camillo gibt nicht auf (Original: Lo Spurnarino pallido Mondopiccolo)
Außerdem erschienen weitere Erzählungen Guareschis aus dessen Nachlass in zwei Bänden.

Filme


Brescello.jpg Die bekannstesten Verfilmungen der Geschichten entstanden zwischen 1951 und 1965 mit Fernandel als Don Camillo und Gino Cervi als Peppone. Gedreht wurden die Filme im italienischen Brescello, einem Ort in der Poebene in der Emilia-Romagna. Noch heute erinnert das 1989 eingeweihte Museum Peppone e Don Camillo an die Filmarbeiten.

Es wurden insgesamt sechs Filme in Brescello gedreht - aber nur die ersten fünf mit Fernandel und Gino Cervi. Fernandel verstarb 1971 während der Dreharbeiten zum sechsten Film (Don Camillo und das rothaarige Mädchen).


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Jahr Filmitel Regie Spielzeit
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1951 Don Camillo und Peppone
ital.: Don Camillo
franz.: Le petit monde de Don Camillo
engl.: The little world of Don Camillo
Julien Duvivier 107 min
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1953 Don Camillos Rückkehr
ital.: Il ritorno di Don Camillo
franz.: Le retour de Don Camillo
engl.: The return of Don Camillo
Julien Duvivier 100 min
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1955 Die große Schlacht des Don Camillo
ital.: Don Camillo e l'onorevole Peppone
franz.: La grande bagarre de Don Camillo
engl.: Don Camillo's last round
Carmine Gallone 97 min
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1961 Hochwürden Don Camillo
ital.: Don Camillo Monsignore...ma non troppo
franz.: Don Camillo...Monseigneur!
engl.: Don Camillo: Monsignor!
Carmine Gallone 115 min
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1965 Genosse Don Camillo
ital.: Il compagno Don Camillo
franz.: Don Camillo en Russie
engl.: Don Camillo in Moscow
Luigi Comencini 95 min

  • 1971: Don Camillo und das rothaarige Mädchen (Don Camillo e i giovani d'oggi), Mario Camerini *
  • 1972: Don Camillo e i giovani d'oggi (mit Gastone Moschin als Don Camillo und Lionel Stander als Peppone)

1983 kam eine weitere Verfilmung („Keiner haut wie Don Camillo“) mit Terence Hill in der Titelrolle in die Kinos. Diese erreichte aber nicht das Format der alten Filme.

Die Filmmusik zu den Don-Camillo-Filmen komponierte Alessandro Cicognini.

Weblinks


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