Villepin ABr17112.jpeg Dominique Marie François René Galouzeau de Villepin * (* 14. November 1953 in Rabat, Marokko) ist französischer Politiker der demokratisch-konservativen Partei UMP und seit dem 31. Mai 2005 Premierminister Frankreichs.
Nach einer Karriere im diplomatischen Dienst wurde der politische Seiteneinsteiger, der sich nie einer Wahl gestellt hat, 1993 Stabschef von Alain Juppé. Im Präsidentenwahlkampf 1995 hielt er als einer der wenigen im konservativen Lager von Anfang an zu Jacques Chirac, der ihn dafür mit dem Posten des Generalsekretärs im Elysée-Palast belohnte.
Dominique de Villepin (nach seinen Initialen besonders in Frankreich auch kurz DDV * genannt) ist Mitglied der gaullistischen Partei RPR bzw. seit 2002 der UMP.
Er bekleidete ab 7. Mai 2002 das Amt des Außenministers. Als Außenminister sprach er sich vehement gegen den von den USA begonnenen Irak-Krieg aus. Nach einer Kabinettsumbildung wurde er am 31. März 2004 zum Innenminister ernannt.
Am 31. Mai 2005 wurde er von Staatspräsident Jacques Chirac zum Premierminister ernannt, nachdem sein Vorgänger Jean-Pierre Raffarin nach der Niederlage beim Referendum zur EU-Verfassung den Rücktritt eingereicht hatte.
Von Februar bis April 2006 stand der Regierungschef wegen einer geplanten Arbeitsrechtsreform unter Druck. Die Massendemonstrationen wurden zunächst von Schülern und Studenten überall in Frankreich aufrechterhalten, bis sie von den Gewerkschaften, den Linksparteien und schließlich auch von Nicolas Sarkozy Unterstützung fanden. Der Gesetzentwurf wurde schließlich aufgegeben.
Zum Ende der Amtszeit von Jacques Chirac ist Villepin in einer Verleumdungsaffäre verwickelt - er soll auf Anfrage Chiracs den Geheimdienst auf Innenminister Nicolas Sarkozy wegen möglicher Geheimkonten angesetzt haben. Nach Angaben von Le Canard enchaîné stand der Name Sarkozys auf einer Liste von Politikern und Managern mit Schwarzgeldkonten bei dem Luxemburger Finanzdienstleister Clearstream. Die Liste stellte sich als Fälschung heraus. Villepin musste sich einem Misstrauensantrag der linken Opposition stellen. Dank der komfortablen Mandatsmehrheit im Parlament für die Regierungskoalition war seine Stellung nicht ernsthaft gefährdet, dennoch blieben viele Parteifreunde aus der UMP der Abstimmung fern.
Der US-amerikanische Verlag Melville House gab unter dem Titel Towards a New World in den USA eine Auswahl der Reden de Villepins als Außenminister vom Mai 2002 bis März 2004 in Buchform heraus.
Als Begründung, wieso er nicht zu Wahlen antrete:
Mann | Franzose | Premierminister (Frankreich) | Außenminister (Frankreich) | Autor | Geboren 1953
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