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Santa Maria del Fiore ist der Dom von Florenz. Er ist weltbekannt für seine gewaltige Kuppel, die als technische Meisterleistung der frühen Renaissance gilt.
Dimensionen
Der Florentiner Dom ist, bezogen auf die Länge des
Längsschiffs, nach dem
Petersdom im
Vatikan,
Saint Paul’s Cathedral in
London und dem
Mailänder Dom die viertgrößte Kirche in Europa. Seine Abmessungen betragen 153 Meter in der Länge und 38 in der Breite, während das Fundament der Kuppel 90 Meter breit ist. Die Gewölbehöhe bemisst sich auf 23 Meter. Im Inneren der Kuppel beträgt die lichte Höhe vom Boden bis zur Spitze 90 Meter. Außen ist sie mit Laterne mehr als 114 Meter hoch.
Baugeschichte
Bis ins 13. Jahrhundert hatte den Bewohnern der Stadt das
Baptisterium San Giovanni sowie einige kleine Kirchen zur Repräsentation genügt. Erst 1294 entschloss man sich zum Bau eines Doms nach Plänen von
Arnolfo di Cambio. Der Bau sollte Ausmaße haben, wie sie die
Toskana nie zuvor gesehen hatte. Der Entschluss kam jedoch nicht aus einem religiösen Impuls, sondern vielmehr aus dem Wunsch nach einem weithin sichtbaren Monument, nicht zuletzt in Konkurrenz zu
Venedig und
Pisa sowie dem 1229 begonnenen Dombau in
Siena.
Baubeginn
Noch im gleichen Jahre wurde mit der Errichtung der Westfassade begonnen. Die ursprüngliche Bischofskirche,
Santa Reparata, wurde dabei zunächst von dem Neubau umgeben und weiter liturgisch genutzt. Nach dem Tode di Cambios kamen die Arbeiten zum Erliegen, da die Ressourcen zum Bau der dritten Stadtmauer und zur Errichtung des
Palazzo Vecchio genutzt wurden. Von der Fassade war nach di Cambios Entwürfen bis dahin nur der untere Teil vollendet.
Giottos Glockenturm
Erst die spätere Berufung
Giottos brachte neue Impulse. Doch Giotto, schon 68 Jahre alt, richtete seine ganze Energie auf den
Campanile, den separat stehenden Glockenturm. Wenn schon der Dom nicht in kurzer Zeit zu vollenden war, so wollte er Florenz wenigstens mit dem Campanile ein alles überragendes Wahrzeichen schenken.
Seine Fundamente waren bereits 1298 zu Beginn der Bauarbeiten an der neuen Kathedrale unter Arnolfo di Cambio gelegt worden. Die für die italienische Gotik ungewöhnliche Position des Glockenturms -in einer Linie mit der Westfassade- wird zum einen als Indiz für die besondere Betonung der Vertikalen als Zentrum der "Bischöflichen Insel" gewertet, andererseits wollte man wohl die Sichtachse auf die geplante große Kuppel freihalten.
Giotto di Bondone entwarf einen Campanile, der eine pyramidenförmige Spitze mit einer Höhe von 50 florentinischen Braccia (Armlängen), also etwa 30 Metern gehabt hätte; insgesamt wäre er 110-115 Meter hoch geworden. Bei Giottos Tod im Jahr 1337 war erst das erste Geschoss fertiggestellt. Andrea Pisano und Francesco Talenti beendeten den Bau 1359 mit einigen Änderungen. Der Turm ist allerdings lediglich 85 Meter hoch geworden.
Wiederaufnahme der Bauarbeiten am Dom
Ab 1330 übernahm die Wollweberzunft die Verantwortung für den Dombau. In den folgenden Jahren bis 1368 hatten neue Baumeister die Pläne immer wieder modifiziert, bis im genannten Jahr neue Pläne gebilligt und das danach entstandene Ziegelmodell (Maßstab 1:10) für verbindlich erklärt wurde. Der Bau konnte nun schneller vorangetrieben werden. Schon 1379 wurde das Langhaus für den Gottesdienst in Gebrauch genommen.
Kuppel
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1417 legte
Brunelleschi sein erstes Kuppelmodell vor, nachdem vorher beschlossen wurde, eine noch prächtigere und größere
Kuppel zu erstellen, als das erste Modell vorsah. Der Bau der 107 Meter hohen Kuppel mit einem Durchmesser von 45 Metern dauerte 14 Jahre (1420-1434). Von Anfang an trug die aus zwei Schalen bestehende Konstruktion sich selbst und wurde ohne
Lehrgerüst errichtet. Aufgrund ihrer Einzigartigkeit wird sie noch heute als Höhepunkt der
Renaissance gesehen. Der Dom wurde nach der Fertigstellung der Kuppel am 25. März 1436 in Anwesenheit von
Donatello,
Brunelleschi,
Ghiberti,
Michelozzo und
Alberti durch
Papst Eugen IV. geweiht. Die
Laterne wurde nach einem Entwurf Brunelleschis von 1446 bis 1461, zuletzt unter der Aufsicht von Michelozzo, erbaut. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts gab es immer wieder kleinere Arbeiten am Dom.
Fassade
Die unter Arnolfo di Cambio begonnene Fassade wurde schon 1588 als unzeitgemäß empfunden und abgerissen, um Platz für eine neue Fassadengestaltung zu schaffen, für die die Mittel dann allerdings nicht ausreichten. Die heutige Westfassade ist ein Anbau aus dem späten 19. Jahrhundert, der den gotischen Stil des Langhauses imitiert und die Gestaltung in dreifarbigem Marmor aufgreift. Sie wurde nach einem Entwurf von
Emilio de Fabris 1887 vollendet.
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