Dolde_zusammengesetzt_8226a.jpg Der botanische Begriff Dolde bezeichnet einen Blütenstand, bei dem die Verzweigung der Sprossachse in mehrere Seitenzweige (Blütenstiele), die auf derselben Höhe die Blüte und später die entsprechenden Früchte tragen, am Ende des Sprosses (Sprossspitze) erfolgt.
Man unterscheidet die
- Einfache Dolde: hierbei sind die Blütenstiele alle etwa gleich lang und entspringen alle der Sprossspitze. Teilweise wird das Ende der Sprossspitze, an dem sich die Blütenstiele verzweigen, von einem Kranz von Hochblättern umgeben; diese Erscheinung wird Hülle genannt.
- Zusammengesetzte Dolde (Doppeldolde): auch hier entspringen alle Blütenstiele der Sprossspitze, verzweigen sich dann aber nochmals in so genannten Döldchen (kleine Dolden). Auch die Döldchen können eine Hülle, dann Hüllchen genannt, haben.
und die
- Scheindolde (Trugdolde, Ebenstrauß, Schirm): im Gegensatz zur der "echten" Dolde entspringen bei der Scheindolde die Blütenstiele in verschiedenen Höhen am Stängel. Die Blüten stehen wegen der unterschiedlichen Länge der Blütenstiele jedoch in etwa auf gleicher Höhe zusammen und erscheinen dem Betrachter zunächst wie eine "echte" Dolde (daher "Scheindolde").
Zu den Pflanzen mit Doldenblüten zählen zum Beispiel die Araliengewächse (Araliaceae), mit Efeu als bekannte Art; sowie vor allem die Doldengewächse (Apiaceae) (Syn.: Umbelliferae), auch Doldenblütler genannt. Zu letzteren gehören so bekannte Arten wie Möhre und Sellerie. Auch die einer eigenen zugehörige Schwanenblume weist doldige Blütenstände auf.