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Dokumentarinnen und Dokumentare sind Informationsfachkräfte und haben die Aufgabe, Informationen und Dokumente nach Relevanz und Qualität auszuwählen, zu erschließen, aufzubereiten und nach Bedarf zur Verfügung zu stellen. Sie erstellen und pflegen Informationsspeicher, in der Regel Datenbanken. Sie recherchieren in konventionellen und elektronischen Informationssystemen und beschaffen Quellen wie z.B. Fachliteratur, Forschungsberichte, Sachinformation und andere relevante Dokumente. Sie konzipieren und organisieren Informationssysteme und Informationsflüsse (Informationsmanagement).

Ihre Arbeit, Information und Dokumentation (IuD), ist vom jeweiligen fachwissenschaftlichen Hintergrund geprägt und überschneidet sich mit den Bereichen Archiv und Bibliothek. Das Berufsbild ist vielfältig; es gliedert sich seit etwa den 1960er Jahren in die Sparten Dokumentationsassistent/in, Diplomdokumentar/in und Wissenschaftliche(r) Dokumentar(in).

Dokumentarinnen und Dokumentare sind überwiegend in Unternehmen, Hochschul- und Forschungseinrichtungen, bei Parteien, Verbänden, Parlamenten und in der öffentlichen Verwaltung tätig.

Abgrenzung


Archivare bereiten das von ihnen archivierte Material inhaltlich nicht auf, auch Bibliothekare nehmen meist nur eine grobe inhaltliche Erschließung vor.

Ausbildung


Wissenschaftliche Dokumentare/innen haben in der Regel ein fachwissenschaftliches Studium an einer Universität absolviert und erlernen den Beruf als Weiterbildungsmaßnahme.

Allgemeine Dokumentare/innen absolvieren einen 8-semestrigen Studiengang an einer Fachhochschule, der mit der Bezeichnung „Diplom-Dokumentar“ abschließt. Einige Fachhochschulen vergeben auch den Titel „Diplom-Informationswirt“. Die Ausbildung umfasst z. B. den Erwerb von Fertigkeiten in formaler und inhaltlicher Erschließung, aber auch Kenntnisse über die Bedeutung von Dokumentation in Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und in den Medien. Zu dem Studiengang gehört in der Regel ein Praxissemester.

Neben den Allgemeinen Dokumentaren gibt es Biowissenschaftliche (Medizinische) Dokumentare/innen. Sie durchlaufen eine ähnliche Ausbildung wie die ersteren, haben dabei aber einen naturwissenschaftlich-medizinischen Themenschwerpunkt, z.B.: Anatomie, Pathologie, Pharmakologie, klinische Chemie, Botanik.

Siehe auch:


Information Broker | Medizinische Dokumentation

Dokumentation | Beruf

 

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