Als Doktorvater wird der Betreuer eines Doktoranden während der Anfertigung der Dissertation und bei der Promotion bezeichnet. Weibliche Betreuer werden als Doktormutter bezeichnet. Der Doktorvater bzw. die Doktormutter ist ein Professor oder ein habilitiertes Mitglied der betreffenden Fakultät. Einige Promotionsordnungen räumen auch Junior-Professoren das Recht zur selbständigen Betreuung von Doktoranden bzw. zur Erstbegutachtung von Dissertationen ein. Der Doktorvater / die Doktormutter schlägt ein Thema für die Dissertation vor bzw. kann ein vom Doktoranden vorgeschlagenes Thema annehmen.
Der Umfang der Betreuung durch den Doktorvater ist nicht genormt: Viele Doktoranden fühlen sich von ihrem jeweiligen Doktorvater nicht hinreichend betreut. Häufig nimmt die Arbeit am Lehrstuhl des Doktorvaters den Löwenanteil der Zeit des Doktoranden in Anspruch. In Zeiten knapper Kassen bleibt immer mehr Arbeit in Administration und Forschung an den Doktoranden hängen.
Der ehemalige Doktorvater des Doktorvaters gilt auch als Doktorgroßvater. Dessen ehemaliger Doktorvater ist dann der Doktorurgroßvater. Innerhalb der Welt der Mathematik gibt es inzwischen unter
http://genealogy.math.ndsu.nodak.edu/
ein Projekt zum Auffinden der wissenschaftlichen Ahnen.
Vergleiche historisch zum „Respekt vor dem Lehrer" und seiner ökonomischen Bedeutung auch den Eid des Hippokrates in der Medizingeschichte.
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"Doktorvater".
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