Die Dogmatik ist die (systematische) Darstellung der christlichen Glaubenslehre im Ausgang von ihren Dogmen und mit grundlegender Bezugnahme auf die Heilige Schrift sowie die Glaubensentwicklung (Tradition), lehramtliche Verlautbarungen, die wissenschaftliche Theologie und den Glaubenssinn der Gläubigen. Die Darstellung der historischen Entwicklung der Dogmen ist Gegenstand der Dogmengeschichte.
Die Dogmatik ist neben den Fachgebieten der Christlichen Ethik (Theologische Ethik bzw. Moraltheologie sowie Christliche Sozialethik bzw. Christliche Soziallehre) und - katholischerseits - der Fundamentaltheologie (Apologetik) Teilgebiet der Systematischen Theologie.
sowie zusätzlich in der katholischen Theologie:
In der theologischen Dogmatik geht es nicht darum, ein Lehrgebäude auf wenige Grundsätze zurückzuführen. Vielmehr geht es darum, das Ganze der Offenbarung und des christlichen Glaubens zu entwickeln, welcher allerdings bezogen auf einzelne zentrale Glaubenswahrheiten im Verständnis wenigstens der katholischen und orthodoxen Theologie in den Lehrentscheidungen (Dogmen) der Kirche bis heute verbindlichen Ausdruck gefunden hat. In der Theologie geht es deshalb immer auch um die Begründung, Entfaltung und Deutung dieser Lehrentscheidungen.
Ähnlich kann der Begriff auch im Bezug auf andere Wissenschaften verwendet werden. So ist die Rechtsdogmatik etwa der Versuch einer systematischen Entwicklung und Darstellung des geltenden Rechts. Ähnlich ist die Verwendung des Begriffes "Dogmatik"" in der Ökonomie möglich.
Zu unterscheiden ist der Begriff der Dogmatik zum einen von dem der deduktiven oder enger axiomatischen Methode, in der ausgehend von wenigen Basisaussagen (Axiomen) andere Lehrsätze oder Schlussfolgerungen abgeleitet werden. Zum anderen vom Dogmatismus, einer Geisteshaltung, die unkritisch bestimmte Überzeugungen (»Dogmen« im übertragenen Sinn) als unhinterfragbar festhält und so die Freiheit des Denkens und Weiterentwicklung der Wissenschaft behindert. Dogmatismus ist eine Gefahr aller Wissenschaften. In allen Bereichen menschlichen Wissens können sich »Dogmen« entwickeln, deren Hinterfragung als unerwünscht und problematisch abgelehnt wird, und die den Fortschritt, im Sinne einer weiterführenden wissenschaftlichen Durchdringung, behindern.
Das Spektrum systematisch-theologischer bzw. dogmatischer Aussagen ist naturgemäß sehr breit gefächert. Unbeschadet der Gemeinsamkeit im apostolischen oder nicaenischen Glaubensbekenntnis gibt es dennoch sowohl konfessionelle Unterschiede (evangelische, katholische, orthodoxe Theologie) als auch verschiedene theologische Schulen (fundamentalistisch, konservativ, evangelikal, liberal, dialektisch, existenzial, feministisch, befreiungstheologisch usw.), die verschiedene Deutungen anbieten.
Einige weitere Dogmen des Christentums wären hier noch anzuführen: So zum Beispiel das
Dogmatik | Systematische Theologie
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