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Das Heiligtum von Dodona befindet sich am Fuße des Tomarosgebirges in der griechischen Landschaft Epirus. Im Mittelpunkt des antiken Kultes stand der in einer Eiche wohnende Zeus, Zeus Naios. Dodona war außerdem ein sehr angesehener und alter Orakelort und später Austragungsplatz der Naia-Spiele.
Geschichte des Heiligtums
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Erste,
bronzezeitliche Besiedlungsspuren reichen bis zum Ende des 3. Jahrtausend v. Chr. zurück. Seit dieser Zeit scheint der Ort bis in das 6. Jahrhundert n. Chr. ein von Menschen genutzter Platz gewesen zu sein. Bereits vor dem 8. Jahrhundert und eventuell schon in
spätmykenischer Zeit scheint ein Zeuskult an diesem Ort praktiziert worden zu sein, wie eine Stelle aus
Homers
Ilias vermuten läßt. Ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. stand wahrscheinlich ein Ring von bronzenen
Dreifüßen um die Zeuseiche. Um 400 v. Chr. wird bei der Eiche das sogenannte Heilige Haus errichtet, welches vermutlich zur Unterbringung von Weihgeschenken dienen sollte. Anfang des 3. Jahrhundert v. Chr. wurde das Zeusheiligtum um mehrere Gebäude, z.B. das
Theater, das
Buleuterion und später das
Stadion, erweitert, was mit der gewachsenen Bedeutung des Heiligtums unter dem
Molosserkönig Pyrrhos zusammenhängt. Seit Pyrrhos wurden auch Wettkämpfe, die Naia, ausgetragen. Nach dem Sturz von Pyrrhos 243/2 v. Chr. diente Dodona wahrscheinlich auch als Sitz des
epirotischen Bundes. 219 v. Chr. wurde das Heiligtum durch die
Ätoler gebrandschatzt, konnte aber danach wiederhergestellt werden. Noch zwei weitere Male (168 v. Chr. und 86 v. Chr.) wurde das Heiligtum stark beschädigt, bis es in
augustäischer Zeit erneuert wurde und zur Zeit des Reiseschriftstellers
Pausanias (2. Jahrhundert n. Chr.) wieder in voller Blüte stand. Das Ende des antiken Zeuskultes wird um das Jahr 392 n. Chr. markiert, in dem die heilige Eiche durch christliche Eiferer gefällt wurde. Um 431 n. Chr. wurde eine dreischiffige christliche
Basilika in Dodona, nun Bischofssitz, errichtet. Mit dem Einfall der
Goten und
Slawen in der 2. Hälfte des 6. Jahrhunderts n. Chr. begann jedoch der endgültige Verfall des Ortes.
Das Orakel
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Dodona ist eines der ältesten
Orakel Griechenlands. Hier wurde der Willen des Gottes Zeus aus dem Rauschen der heiligen Eiche, dem Flug und dem Gurren der in dem Baum nistender Tauben und später aus dem Klang kupferner Kessel erforscht. Die
Priesterschaft schien zur Zeit von Homer (8. Jh. v. Chr.) noch eine männliche zu sein.
Herodot (5. Jh. v. Chr.) berichtet dann von einer weiblichen Priesterschaft den Peleiades (
altgriech. Tauben), die die Weissagungen vornahmen. Wie beliebt das Orakel in Griechenland war, zeigen eine Reihe von Bleitafeln mit Fragen an das Orakel.
Gebäude und Einrichtungen in Dodona
Literatur
- Sotirios Dakaris: Dodona. A guide to the region and ruins. Athen 1993. ISBN: 960-214-124-7
Weblinks
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