Der Ph. D. (lateinisch Philosophiae Doctor) ist im anglo-amerikanischen Studiensystem die Entsprechung des deutschen "Doktor der Wissenschaften".
Im Allgemeinen enthalten Ph.-D.-Programme an anglo-amerikanischen Bildungseinrichtungen einen höheren Anteil von Kursen und Seminaren. Dies ist allerdings in den unterschiedlichen Bildungssystemen begründet. Im kontinentaleuropäischen Bildungssystem kommen diese Spezialisierungskurse oft schon im Masterstudium vor. (siehe US-amerikanisches Schulsystem) In australischen Bildungssystem gibt es im PhD keine Kurse oder Seminare, es wird nur eine Forschungsarbeit geschrieben.
Entgegen der häufigen Annahme handelt es sich beim Ph. D. in aller Regel nicht um den "Doktor der Philosophie". Das Studienfach wird meist mit "… in …" angegeben, z. B. Ph. D. in Ökonomie oder Doctor of Philosophy in Arts and Sciences, abgekürzt als PhD in Arts and Sciences. Einige britische Universitäten, z. B. Oxford und Sussex, verwenden die Abkürzung DPhil anstatt PhD.
Der PhD wird hinter dem Namen geführt, z. B. "Franziska Mustermann, PhD". Entsprechend der gängigen wissenschaftlichen Konvention wird ein Ph. D. als Dr.
Im Rahmen des europäischen Bologna-Prozesses wurde auch eine Aussage zu den doctoral studies getroffen. Es ist nicht nur mit der Schaffung gemeinsamer Systeme für einheitliche Studienabschlüsse (Bachelor- bzw. Master-Grad), sondern darüber hinaus eines einheitlichen Doktorgrades zu rechnen. Laut Abschlusskommuniqué der Bologna-Nachfolge-Konferenz in Bergen 2005 soll ein Bericht hierzu bis 2007 erarbeitet werden.
Nicht zu verwechseln ist der PhD mit dem deutschen Graduiertenförderungsprogramm "PHD" des "Deutschen Akademischen Austauschdienstes" (DAAD), der "Deutschen Forschungsgemeinschaft" (DFG) und des "Bundesministeriums für Bildung und Forschung" (BMBF), das auch Promotionsstudiengänge fördert, die nicht zum PhD führen.
Voraussetzung zur Führung dieses Grades ist wie bei allen anderen ausländischen Graden, dass die Universität nach dem Recht des Herkunftslandes zur Gradvergabe berechtigt ist.
Grundsätzlich gilt jedoch, dass ein im Inland erworbener Dr.-Grad nicht im Inland als Ph. D. geführt werden darf. Des weiteren muss sich der Träger eines ausländischen Ph.-D.-Titels entscheiden, ob er den Ph. D. im Original hinter dem Namen tragen möchte, oder ob er einen Dr. vor dem Namen tragen möchte (je nach Bundesland). Beide Titelform gleichzeitig resp. abwechselnd zu führen, ist nicht möglich. In einigen Bundesländern muss beim im Ausland erworbenen Graden das Land oder die Universität in Klammern an den Grad angefügt werden (z. B. Maier, PhD (Univ. Dublin) oder Maier, PhD (USA)).
Die Eintragung des Titels in offizielle Papiere, wie z. B. den Pass ergibt sich aus PaßG und PersAuswG (analoge Regelung zum "Dr.", da nur der Doktorgrad allgemein unter die Regelung fällt).
Folgende Universitäten vergeben derzeit den akademischen Grad eines Doctor of Philosophy (PhD) nach erfolgreichem Promotionsverfahren in bestimmten Promotionsstudiengängen:
Nicht mehr aktuell ist eine Angabe der Länge des PhD und des Doktorats in ECTS-Punkten im UG02 sowie eine Teilung zwischen einem curricularem Anteil und darauf aufbauend einem Forschungsabschnitt. Insbesondere bedeutet PhD in Österreich nicht, dass ein höherer Anteil Lehrveranstaltungen vorgeschrieben sein soll.
Akademische Bildung | Abschlüsse und Zertifikate | Studium | Bildung in den Vereinigten Staaten | Abkürzung
دكتوراه الفلسفة | Доктор | Ph.d. | Doctor of Philosophy | PhD | Ph.D. | Tudományos fokozat | PhD | Ph.D. | Mokslų daktaras | Doctor of Philosophy | Filosofisk doktorgrad | Доктор философии | Filosofie doktor | 哲學博士