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| Breitengrad | 44º N |
| Längengrad | 18º E |
| Bürgermeister | Obren Petrovic (SDS) |
| Fläche (km²) | 813.9 |
| Einwohner (2004) | 70,453 |
| Zeitzone (UTC) | UTC+1 Central European Time |
Doboj (in kyrillischer Schrift Добој, deutsch Doboj) ist eine Stadt in der Republika Srpska in Bosnien und Herzegowina mit 70.453 Einwohnern.
Doboj war vor dem Krieg in Bosnien-Herzegowina (1992-1995) mehrheitlich von Bosniern (41.3%) bewohnt, gefolgt von Serben (40.0%) und Kroaten (13.3%). Seit dem Kriegsbeginn im Jahr 1992 bis ca. 2000 war die Stadt mehrheitlich von den orthodoxen Serben bewohnt. Ab 2000 kehrten viele Menschen zurück zu ihren Häusern, sodass die Stadt nicht nur aus Serben besteht. Mittlerweile leben die Menschen gut mit- und nebeneinander. Es gibt keine Konflikte mehr zwischen den verschiedenen Völkern. In der Nähe des Busbahnhofs wurde ein großes Schwimmbad gebaut. Dort finden öfter auch Konzerte statt. Ein paar Meter weiter vom Schwimmbad befinden sich Fußballplätze der Sloga Doboj. Zurzeit spielt der Verein in der zweiten bosnischen Liga.
Doboj liegt an der Grenze der "Republika Srpska" und ist nach wie vor mehrheitlich serbisch bevölkert. Allerdings leben auch eine geringe Anzahl Bosniern, Kroaten sowie albanischstämmiger Bevölkerung in Doboj.
Durch die geographische Lage zur Föderation waren große Teile Dobojs während des Krieges stark umkämpft, weswegen weite Teile der Umgebung nach wie vor weit mehr vermint sind als das restliche Bosnien. Insgesamt gilt Bosnien im Jahr 2006 nach wie vor als das am meisten verminte Gebiet der Welt, weit vor dem Irak und Afghanistan.
Die Arbeitslosigkeit in Doboj wurde im Oktober 2005 mit 43% berechnet, der monatliche Warenkorb betrug zu diesem Zeitpunkt ca. 423 Konvertible Mark. Das Durchschnittseinkommen liegt indes bei lediglich 500 KM. Ein Polizeibeamter verdient ca. 400 KM, ein Lehrer etwas weniger. Die Korruption ist weit verbreitet.
Doboj als Teil der RS mit der "Hauptstadt" Banja Luka ( Republika Srpska) stellte sich vehement gegen eine Polizeireform, die die geographischen Grenzen überwinden sollte. Die Serben sehen darin den Anfang vom Ende ihres Staates "Republika Srpska". Dies war auch ein Grund des Scheiterns der ersten EU weiten Polizeimission (EUPM), welche ursprünglich am 31.12.2005 auslaufen sollte. Eine Verlängerung ist derzeit bis Ende 2007 durchgesetzt. Derzeit ist noch eine "field office" der EUPM in Doboj besetzt. Es soll zum April 2006 schließen, die Betreuung des Gebietes erfolgt dann durch Banja Luka. Militärisch ist die EU durch ein Camp der Portugiesen vertreten (Camp Doboj). Die Polen zogen im September 2005 ab und übergaben ihr Camp an die bosnischen Streitkräfte.
Oberhalb von Doboj liegt die Festung Doboj aus dem 13. Jahrhundert mit einem Aussichtspunkt auf die Stadt und das Bosnatal. Des Weiteren kann man bei Doboj ein römisches Lager/Castell besichtigen.
Ort in Bosnien und Herzegowina | Ort in der Republika Srpska
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