Djerba_Sonnenaufgang_am_Meer_vor_Touristenhotel.jpg Djerba (in der Antike griechisch Meninx *) ist eine Insel an der Ostküste Tunesiens im Golf von Gabès. Djerba ist die größte Insel Nordafrikas.
Der Hauptort auf der 514 km² großen afrikanischen Insel ist Houmt-Souk. Neben Berbern lebt eine jüdische Volksgruppe seit vielen Jahrhunderten auf Djerba. Der Ort Zarzis (bzw. Oase Zarzis) wird oft zu Djerba gezählt. Zarzis befindet sich jedoch südlich von Djerba auf dem Festland. Man erreicht Zarzis über den Römerdamm.
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Die Bevölkerung des Eilands ist sehr herzlich, wenn man über französische Sprachkenntnisse verfügt, noch einige arabische Floskeln aus dem Reiseführer einübt und offen auf die Menschen zugeht. .
Die Fähren zwischen der Insel und dem Festland fahren in der Hochsaison regelmäßig. Es befindet sich auch ein internationaler Flugplatz auf der Insel. Ein befahrbarer Damm verbindet die Insel mit dem Festland. Auf dem Damm verläuft eine Pipeline, in der Trinkwasser aus der Gegend von Medenine auf die Insel transportiert wird. Ohne diese Wasserversorgung wäre der Tourismus auf der Insel nicht denkbar. 80 % des Wassers dienen der Versorgung der Touristen, nur 20 % werden von der einheimischen Bevölkerung genutzt.
Der Römerweg bei Al-Kantara ist eines der diversen Relikte römischer Bauwerke auf dem Eiland.
Von 1134 bis 1165 hielten die Normannen Djerba besetzt, 1154 schlugen sie einen Aufstand der Bewohner blutig nieder.
Von 1524 bis 1551 war Djerba Stützpunkt der Freibeuter unter Dragut.
Am 11. April 2002 wurde ein Anschlag auf Touristen, die die unten beschriebene Synagoge besuchten, verübt. Dabei raste ein Lastwagen, der mit 5000 Litern Flüssiggas beladen war, gegen die Synagoge und explodierte. Infolge des Anschlags starben 21 Touristen (14 davon aus Deutschland); weitere wurden verletzt.
Die tunesische Regierung sprach zunächst von einem Unfall, doch internationale Experten gehen von einem Anschlag aus. Im Juni 2002 bekannte sich Al-Qaida zu der Tat.
Nach Süden hin ist die Insel mit einem etwa 7 km langen und gut 10 m breiten Damm mit dem Festland verbunden. Der Damm geht auf die römische Zeit, eventuell sogar schon auf die punische Zeit zurück. Später wurde der Damm vom Meer überflutet. Während der Auseinandersetzungen Draguts mit den Spaniern wurde er um 1551 oder früher aus Sicherheitsgründen durchbrochen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er wiederhergestellt. Entlang des Damms erfolgt auch die Trinkwasserversorgung der Insel über eine Pipeline.
In unmittelbarer Nähe des Leuchtturms von Ras Tourgunnes befindet sich die größte Krokodilfarm Nordafrikas, eine Anlage, die erst vor kurzer Zeit errichtet worden ist. Auf demselben Areal ist auch das Lalla-Hadria-Museum zu finden.
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