Eine Division ist ein militärischer Großverband, der zur selbständigen Gefechtsführung fähig ist. Sie führt das Gefecht der verbundenen Waffen. Der Gliederungstyp Division wurde in Frankreich zur Zeit der Revolution eingeführt.
Das Taktische Zeichen einer Division wird durch zwei Kreuze angegeben.
Divisionen gibt es in jeder der drei Teilstreitkräfte. Die Auffassungen einer Division unterscheiden sich jedoch grundlegend:
Seit jeher sind Divisionen beim Heer operative Führungsverbände kleinerer Verbände im Feld. Die Division ist dann für die Führung, Koordinierung, Planung und Unterstützung der ihr unterstellten Truppen zuständig. Ihre Stärke liegt zwischen 10.000 und 20.000 Mann. Divisionskommandeur ist üblicherweise ein Generalmajor.
Die übergeordnete Einheit einer Heeresdivision ist meist das (Armee-)Korps, die untergeordnete Einheit entweder die Brigade (in der Bundeswehr und den anderen NATO-Staaten) oder direkt das Regiment (bei früheren Armeen wie der Wehrmacht oder der NVA).
In der Luftwaffe werden Divisionen nicht als operative Führungsverbände aufgefasst, sondern mehr als Organisationsverbände, d.h. sie führen einen bestimmten Teil von Luftstreitkräften truppendienstlich.
Eine Luftwaffendivision gliedert sich meist in mehrere Geschwader/Regimenter.
Wie bei der Luftwaffe sind Marinedivisionen Organisationsverbände. Sie sollen bestimmte, meist gleiche Schiffsverbände und Schiffsklassen führen (z.B. eine Kreuzer-Division). Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Marinedivision namentlich von der Flottille abgelöst.
Auch heute noch gibt es z.B. bei den japanischen See-Selbstverteidigungsstreitkräften Divisionen als Organisationsverband. In der US Navy wurde die Bezeichnung Flottille mittlerweile durch den Begriff ›Gruppe‹ abgelöst.
Die übergeordnete Einheit einer Marinedivision oder einer Flottille ist die Flotte, die untergeordnete Einheit das Geschwader bzw. Regiment.
Ursprünglich bezeichnete der Begriff "Division" eine sehr kleine Einheit, seine heutige Bedeutung erlangte er erst durch die Französische Revolution. Zur Zeit der Linientaktik kämpfte in einer großen Feldschlacht immer die gesamte Armee in einer zusammenhängenden Linie - doch nach der Revolution kämpften die Franzosen in einzelnen Bataillonskolonnen oder als Tirailleure. Um diese Verbände zu organisieren, wurden sie zu Armeedivisionen zusammengefasst. Doch der ursprüngliche Grund war ein Anderer: Das Versorgungssystem lag darnieder, während das Französische Volksheer immer größer wurde. Deshalb ging man wieder zur alten Technik der Beschlagnahmung von Versorgungsgütern über - auch später war das für die Beweglichkeit von Nutzen, als man ein verbessertes Versorgungssystem hatte, aber nicht davon abhängig war. Doch die riesigen Armeen hätten als Ganzes für die Bevölkerung nichts mehr übrig gelassen und wären immer noch nicht satt gewesen. Daher teilte man sie in Divisionen, jede davon sollte - auf sich allein gestellt - voll operationsfähig sein. Die Hauptmasse bildeten die Infanteriedivisionen, welche auch über Artillerie und ein wenig Leichte Kavallerie verfügten. Daneben gab es Kavalleriedivisionen, gebildet aus Schwerer Kavallerie und einigen leichten Geschützen, deren Artilleristen ebenfalls ritten oder aber fuhren. Die Einteilung verlieh den Truppen bald eine ungeahnte Flexibilität und revolutionierte die gesamte Kriegsführung. Als die Armeen von Napoléon Bonaparte immer größer wurden, wurde eine Zusammenfassung der Divisionen zu Korps nötig - etwa zur selben Zeit wurde die Divisionseinteilung auch in anderen Heeren üblich.
In der Wehrmacht unterschied man zwischen folgenden Typen von Division:
Den Divisionen der Wehrmacht unterstanden meist mehre Regimenter als Kampfverbände, sowie eine Vielzahl von Unterstützungseinheiten. Somit lag die Schlagkraft direkt bei der Division. So ist auch zu erklären, dass es zu Zeiten der Wehrmacht dutzende Divisionen gab, die auch im Vergleich zu heute viel kleiner waren.
Die Schlagkraft der Heeresdivisionen in der Bundeswehr liegt in ihren Brigaden. In der Bundeswehr unterscheidet man zwischen folgenden Divisionen:
Beispielhaft die Gliederung einer modernen mechanisierten Division:
Hinzu kommen nichtaktive Verbände, wie z.B. Sicherungsbataillone oder Infanteriebataillone
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