| Speichermedium | |
|---|---|
| Floppy disk 90mm.JPG | |
| Allgemeines | |
| Name | Diskette |
| Typ | magnetisch |
| Ursprung | |
| Erfindungsjahr | 1971 |
| Erfinder | Alan Shugart (IBM) |
| Speicherkapazität | 80 KiB |
| Daten (3,5"-Disketten) | |
| Größe | 3,5" (90,0 mm × 94,0 mm × 3,3 mm) |
| Speicherkapazität | 1440 KiB (siehe auch Diskettenformate) |
| Lebensdauer | ca. 5 Jahre |
Floppy disk 5.25 inch.JPG
[[Bild:Floppy disk internal diagram.svg|thumb|
Teile einer 3,5"-Diskette:
1. Schreibschutz
2. Drehlager
3. Schutzblende
4. Gehäuse aus Kunststoff
5. Ring aus Papier
6. Magnetscheibe
7. Disk-Sektor]]
Diskette.jpg
Eine Diskette ist ein magnetischer Datenträger, der zur Datenspeicherung verwendet wird. Sie besteht aus einer flexiblen Kunststoffscheibe – daher der ebenfalls übliche Name Floppy, vom englischen „floppy disk“, was deutsch ungefähr mit „wabbelige Scheibe“ zu übersetzen wäre. Diese Scheibe ist mit einem magnetisierbaren Material, meistens Eisenoxid, beschichtet. Zum Schutz ist sie meistens in einem Kunststoffgehäuse (früher: Pappe) verpackt, welches je nach Diskettentyp entweder ebenfalls biegsam oder starr ist.
Im Unterschied zu Festplatten schleift der Schreib-/Lesekopf bei Disketten direkt auf der beschichteten magnetisierbaren Oberfläche, was mit der Zeit zu deutlichem Abrieb führt und die dauerhafte Verwendbarkeit von Disketten stark einschränkt.
Außerdem schleift auch die innerste Magnetscheibe direkt an der umgebenden, fest im Laufwerk liegenden Hülle. Daher wird diese Hülle auf der Innenseite mit Teflon-beschichtetem (oder ähnlichem) Gewebe ausgestattet, um die Reibung zu minimieren.
Darüber hinaus wurden noch andere Größen (unter anderem 80 mm (ca. 3 Zoll) (Schneider CPC), 3,25 Zoll und 50 mm (ca. 2 Zoll)) entwickelt, die sich aber nicht durchsetzen konnten.
Die Normen für 3,5"-Disketten sind ISO/IEC 8860-1:1987 (doppelte Dichte), ISO/IEC 9529-1:1989 (hohe Dichte) und ISO/IEC 10994-1:1992 (extra-hohe Dichte); alle Angaben erfolgen in metrischen Einheiten. Diese Normen verdeutlichen die Messungen, die 90,0 mm × 94,0 mm × 3,3 mm ergeben. Die magnetische Scheibe im Inneren hat einen Durchmesser von genau 86,0 mm. Man unterscheidet
Bei hard-sektorierten Disketten gibt es auf der Kunststoffscheibe ein Indexloch pro Sektor, bei soft-sektorierten nur eines überhaupt. Dieses Indexloch legt den Startpunkt einer Spur fest, sofern es vom Laufwerk nicht ignoriert wird (Soft-Synchronisierung: Erkennen des Spurbeginns durch eine Synchronisierungs-Bitfolge).
Zur genauen Spezifikation einer Diskette gehören noch weitere Angaben:
Es ist technisch möglich, je nach Spur eine verschiedene Anzahl von Sektoren unterzubringen, zumal auf den äußeren Spuren theoretisch mehr Platz ist; da jedoch dort die relative Geschwindigkeit des Kopfes auch höher ist, stieß dieses auf Schwierigkeiten. Einige Hersteller variierten daher entweder die Umdrehungsgeschwindigkeit (Apple) oder die Datenrate (Commodore) abhängig von der Kopfposition, was mehr auf der Diskette zu speichern erlaubte, diese aber inkompatibel zu Laufwerken anderer Hersteller machte.
Ein Trick, die Zugriffsgeschwindigkeit zu erhöhen, bestand im sogenannten Interleave, wobei die Sektoren nicht numerisch aufsteigend, sondern in anderer Reihenfolge auf eine Spur aufgezeichnet wurden. Dadurch konnte z. B. die technisch notwendige Nachbearbeitung eines Lesevorgangs erfolgen, und direkt danach der versetzt angeordnete logisch nächste Sektor eingelesen werden. Die ideale Interleave-Rate war oft von der verwendeten Hardware abhängig.
Ähnlich gelagert war die Idee, den logisch ersten Sektor einer Spur etwas versetzt gegenüber den benachbarten Spuren anzuordnen, so dass nach einem Spurwechsel im Idealfall z. B. gleich weiter gelesen werden konnte.
Disketten verfügen über einen Schreibschutz, der sich bei 3,5"-Disketten durch einen kleinen Schieber hinten rechts oben an- bzw. ausschalten lässt (offen = Schreibschutz). Bei 5,25"- und 8"-Disketten muss eine seitliche Schreibschutz-Aussparung mit einem Aufkleber zum Schreibschutz zugeklebt werden.
Eine Diskette behält die Daten ca. fünf Jahre. Wenn sie entsprechend gegen Magnetismus abgeschirmt ist, sind auch längere Lagerzeiten problemlos möglich. Wegen des Erdmagnetismus empfiehlt es sich jedoch, die Daten nach 1 - 2 Jahren erneut auf eine andere Diskette zu kopieren, um einen Datenverlust mit höherer Sicherheit zu verhindern.
Während 8"-Laufwerke meistens nach dem Einschalten pausenlos laufen und bei Nichtgebrauch die Schreib-Lese-Köpfe von der Diskette abgehoben werden, wird bei den kleineren Varianten der Motor nur bei Bedarf angeschaltet; die Köpfe können daher immer auf der Diskettenoberfläche verbleiben, ohne diese zu überlasten.
Viele andere Systeme verwendeten dieselben Disketten, jedoch mit unterschiedlichen Aufzeichnungsformaten und Dateisystemen. So fasst etwa eine mit FFS formatierte 3,5"-Diskette eines Amiga-Rechners 1,76 MB. Später erscheinen noch sogenannte ED-Disketten mit 2880 · 1024 Byte = 2880 KiB (36 Sektoren) (fälschlicherweise mit 2,88 MB bezeichnet). Letztere fanden vor allem bei Computern von NeXT und den IBM PS/2s Verwendung, erreichten darüber hinaus aber kaum Verbreitung. Die „1,44-MB“-Diskette blieb viele Jahre hindurch der übliche Standard, bis die Diskette durch die zunehmende Vernetzung der Rechner und die neuen, wesentlich mehr Daten fassenden, beschreibbaren optischen Medien (CD-R und DVD-R) an Verbreitung und Nutzung verlor. Seit ca. 2000 werden immer mehr neue Computer ganz ohne Diskettenlaufwerk verkauft.
All diese verbesserten Versionen des ursprünglichen 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerkes konnten jedoch keine breitere Verbreitung erlangen; mittlerweile (2006) sind auch sie hinsichtlich Speicherkapazität und Geschwindigkeit überholt.
Neuere PC haben seit dem Jahr 2004/2005 zunehmend oft keine eingebauten Diskettenlaufwerke mehr. Stattdessen kann man externe Diskettenlaufwerke an die USB-Schnittstelle anschließen, die jedoch bei Neugeräten nicht im Lieferumfang enthalten sind. Oft ist der Diskettencontroller dennoch auf dem Mainboard vorhanden, so dass man dann nachträglich selbst ein Diskettenlaufwerk einbauen kann.
Seit 2002/2003 werden zunehmend USB-Sticks (Flashspeicher) sowie andere externe USB- und FireWire-Massenspeicher wie Festplatten und DVDs als Datenträger verwendet, jedoch sind die notwendigen Fähigkeiten für einen vollständigen Ersatz der Diskette auf dieser Basis, vor allem die Bootfähigkeit, erst bei neueren x86-PC-Hauptplatinen gegeben.
Für einige Dinge sind jedoch Disketten noch nicht direkt ersetzbar. So müssen z. B. Firmware-Updates für Adaptec RAID-Karten auf zwei Disketten verteilt gespeichert werden. CDs, DVDs und USB-Sticks unterstützen zwar eine Disketten-Emulation zum Booten, nicht aber das Wechseln auf eine zweite virtuelle Diskette. Außerdem ist das Erstellen einer virtuellen Bootdiskette auf diesen neuen Medien immer noch nicht trivial.
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| Format | Erscheinungsjahr | Kapazität in KiB (falls nicht anders angegeben) | davon abweichende im Handel angegebene Kapazität |
|---|---|---|---|
| 8-inch (read-only) | 1971 | 80 | |
| 8-inch | 1973 | 256 | 256 KB |
| 8-inch | 1974 | 800 | |
| 8-inch dual-sided | 1975 | 1000 | |
| 5¼-inch | 1976 | 110 | |
| 5¼-inch DD | 1978 | 360 | 360 KB |
| 5¼-inch HD | 1984 | 1200 | |
| 3-inch | 1982Quellenangabe | 360 | |
| 3-inch DD | 1984Quellenangabe | 720 | |
| 3½-inch DD | 1984 | 720 | |
| 2-inch | 1985Quellenangabe | 720Quellenangabe | |
| 3½-inch HD | 1987 | 1440 | 1,44 MB |
| 3½-inch ED | 1991 | 2880 | 2,88 MB |
| 3½-inch LS-120 | 1996 | 120,375 MiB | 120 MB |
| 3½-inch LS-240 | 1997 | 240,75 MiB | 240 MB |
| 3½-inch HiFD | 1998/99 | 150/200 MiBQuellenangabe | 150/200 MB |
| Abkürzungen: DD = Double Density; QD = Quad Density; HD = High Density ED = Extended Density; LS = Laser Servo; HiFD = High capacity Floppy Disk | |||
| Mit Quellenangabe gekennzeichnete Angaben sind unbekannter Herkunft und müssen durch Belege überprüft werden. Die anderen aufgelisteten Speicherkapazitäten beziehen sich auf: | |||
Speichermedium | Speicherlaufwerk
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