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Disease Mongering (Leidhandel) bezeichnet ein unzulässiges Deklarieren normaler Lebensabläufe oder individueller Mängel wie etwa eine Glatzenbildung bei Männern als therapiebedürftige Krankheiten. Der Begriff wurde im British Medical Journal durch den Journalisten Ray Moynihan, die Allgemeinmedizinerin Iona Heath und den Pharmakologen David Henry eingeführt. In Deutschland findet das Phänomen im Buch Die Krankheitserfinder von Jörg Blech seinen Niederschlag. Als konkretes Beispiel nennt er das sogenannte Sissi-Syndrom.

Vom Disease Mongering profitieren inzwischen ganze Berufszweige, pharmazeutische Betriebe und institutionelle sowie private Testlabore. In der Kritik steht in diesem Zusammenhang vor allem die Pharmaindustrie, die Krankheitsbegriffe zu dem Zweck ausweiten soll, sich neue Absatzmärkte zu erschließen.

Siehe auch: Medikalisierung, Individuelle Gesundheitsleistung, Healthism

Literatur


  • Ray Moynihan, Iona Heath, David Henry: Selling sickness – the pharmaceutical industry and disease mongering. *
  • Jürgen Windeler: Diesease Mongering – Bedeutung für die Versorgung. * (PDF-Datei)

Weblinks


  • http://www.diseasemongering.org/
  • http://www.aerztlichepraxis.de/drucken?news_id=1065098071
Gesundheitswesen

Disease mongering

 

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