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Begriff


Als Discounter (von engl. discount = Preisnachlass, Rabatt) bzw. Diskonter bezeichnet man Unternehmen des Einzelhandels, die durch Verzicht auf Dienstleistungen, den weitgehenden Verzicht auf Dekorationen sowie teilweise durch ein reduziertes Warensortiment und stark begrenzte Verkaufsfläche Kostenersparnisse erzielen und somit die Abgabepreise für den Endverbraucher senken können. Im Gegensatz zum traditionellen Handel beschränken sich Discounter auf »schnell drehende« Produkte und erheblich weniger Alternativprodukte innerhalb einer Warengruppe. Dadurch sinken u.a. die Kosten der Vorratshaltung und der Sortimentspflege, zudem entfallen Verluste durch schlecht verkäufliche Artikel.

Unterschieden wird zwischen einem normalen Discounter und einem Harddiscounter. Letzterer Geschäftstyp zeichnet sich durch besonders starke Einschränkungen bezüglich Warensortiment (weniger als 1500 Produkte im Sortiment) und Verkaufsfläche (max. 1000 m²) aus. Discountmärkte, insbesondere die Harddiscounter, verzichteten in der Vergangenheit weitgehend auf Markenprodukte (Herstellermarken) zugunsten von exklusiv vertriebenen Handelsmarken. Um neue Käuferkreise zu erschließen nehmen jedoch auch die Harddiscounter mehr und mehr Markenartikel in das Sortiment auf. Sie zielen damit auf die Smartshopper, preissensible Kunden, die dennoch nicht auf Markenqualität verzichten möchten.

Der Ausdruck Discounter rührt daher, dass ein Rabatt gleich in den Preis einberechnet wird, statt ihn wie früher üblich nur den Stammkunden über Rabattmarken zu gewähren.

Entwicklung


Der Anteil der Discounter in Deutschland am Lebensmitteleinzelhandel ist stetig gewachsen. Im Jahr 2004 betrug er ca. 40 Prozent.

Das Konzept des Discounthandels folgt weitgehend der Idee von Karl und Theo Albrecht, die 1962 den ersten typischen Aldi-Laden eröffneten. Bereits in der Entstehungsphase der Discountläden waren Ansätze zu einem Sozialdumping zu sehen. An Löhnen und Geschäftsräumen wurde gespart, Kühltruhen gab es zu Anfang in den Aldi-Läden nicht und die Angestellten mussten die Butter nach Geschäftsschluss in den Keller tragen.

Das Discount-Konzept hat sich auf viele Handels- und Dienstleistungssparten ausgedehnt. Dabei ist es nicht auf die ursprünglichen Kostenfaktoren der Warendarbietung beschränkt geblieben, sondern es bezieht immer stärker den Herstellungsprozess mit ein. Am erfolgreichsten sind deshalb die Textilhändler und Schuhläden, da sich Bekleidung und Schuhe sehr einfach in Niedriglohnländern produzieren lassen, aber auch Fluggesellschaften wie Ryan Air sind hier zu nennen.

Die Nutzung dieser billigen Produktionsmöglichkeiten wird auch durch das Internet unterstützt, z. B. durch das 1999 gegründete Portal Texyard.com. Texyard vermittelt türkische und asiatische Lieferanten an europäische Händler wie Tchibo oder Karstadt-Quelle, die einen Großteil ihrer Aufträge über solche Auktionen vergeben. Die Hersteller in den Niedriglohnländern bekommen vom Auftraggeber per E-Mail die notwendigen Angaben wie Schnittmuster, Farben, Waschtemperatur, Garnstärke, u.a. und liefern vor Erteilung des Auftrages die gewünschten Probeexemplare hierzu. Der billigste Anbieter erhält den Auftrag.

Das Discount-Konzept wird durch viele gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Faktoren gestützt. Einige wichtige davon sind:

Discounter in Deutschland


NP

Discounter in Österreich


Discounter in der Schweiz


Einzelhandel

 

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