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Das Dirigieren (fälschlich auch "Dirigat" genannt) bezeichnet die Orientierungs- und Koordinierungshilfe für die ausführenden Musiker eines musizierenden Ensembles wie eines Chores oder Orchesters durch den Dirigenten, die hauptsächlich durch Handbewegungen angezeigt wird.

Das Dirigieren erfüllt im wesentlichen zwei Funktionen:

  • es markiert den für alle Musiker verbindlichen Takt,
  • es zeigt die gestalterische Entwicklung des musikalischen Verlaufs an,
und ist dabei bestimmten Regeln und Techniken unterworfen. Der Takt wird durch festgelegte Schlagfiguren angezeigt; die gestalterische Entwicklung (z. B. die Dynamik, die Artikulation etc.) durch weniger standardisierte Ausdrucksformen, die mit den Schlagfiguren kombiniert werden.

Wird eine sehr große Gruppe von Musizierenden geleitet, bietet es sich an, einen Taktstock zu verwenden, der hauptsächlich dazu dient, kleine Bewegungen der Hand über eine größere Entfernung hin sichtbar zu machen.

Wenn es auch möglich ist, als Laie beziehungsweise nicht beruflich oder professionell ein Ensemble zu dirigieren, so ist Dirigieren seit dem 19.Jh. ein universitärer Studiengang von heutzutage vierjähriger Dauer, der von allen Musikhochschulen angeboten wird.

Sprachliche Kritik

Die Bezeichnung Dirigat findet zunehmende Verbreitung. Dirigieren leitet sich von lat. dirigere = führen, leiten ab. Die Partizipform ist directum. Die analog richtige Wortbildung wäre daher "Direct" oder "Direkt". Die Bezeichnung Dirigat müsste dagegen auf ein nicht existierendes Partizip dirigatum eines ebenfalls nicht existierenden Verbums dirigare zurück gehen. Dem Unwort Dirigat stehen im Deutschen richtige Ableitungen wie direkt, Direktor und sein Direktorat gegenüber.

Siehe auch:


Musikglossar

Conducting

 

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