Eine Dipolantenne (Di, lat. zwei - Zweipolantenne), ist die Bezeichnung für zwei gleichlange gerade Metallstäbe, die bei Speisung mit einem hochfrequenten Wechselstrom elektromagnetische Wellen erzeugen und in den Raum abstrahlen. Die Stäbe befinden sich auf einer gemeinsamen Achse (kollinear) und werden normalerweise in der Mitte in einem definierten Zwischenraum gespeist. Der sog. Faltdipol ist eine spezielle Art des λ/2-Dipols, bei dem die Speisung in der Mitte zweier paralleler Drähte erfolgt, die an den Enden kurzgeschlossen sind. Seine Impedanz ist 4 mal höher als die des gestreckten Dipols. Die optimale Länge einer solchen Antenne ist in Resonanz die Hälfte der Wellenlänge des speisenden hochfrequenten Wechselstromes - der sogenannte λ/2 - Dipol. Eine Verkürzung oder Verlängerung der Stäbe hat somit eine Änderung der Resonanzfrequenz zur Folge.
Die Impedanz eines idealen (theoretischen) Lambda/2-Dipols mit einem Leiterdurchmesser von 0 ist (73+j42,5) Ohm, seine Halbwertsbreite ist 78°. Das Richtdiagramm des elektrischen Feldes eines horizontalen λ/2 - Dipols ähnelt einer querliegenden Acht. Um den idealen Dipol resonant zu machen muss ein Verkürzungsfaktor von 0,96 angewandt werden. Das heißt ein λ/2 - Dipol ist eigentlich 0,48 λ lang. Wenn die Stärke der Dipolelemente > 0 ist, sinkt der Verkürzungsfaktor in Abhängigkeit vom realen Durchmessers weiter ab.
Das Prinzip der Dipolantenne geht auf den deutschen Physiker Heinrich Rudolf Hertz zurück, der als erster elektromagnetische Wellen experimentell nachweisen konnte. Sein Dipol (Hertzscher Dipol), der wesentlich kleiner als λ/8 war, hat nur noch theoretische Bedeutung.
Der Antennengewinn eines λ/2-Dipols ist 2,2 dBi und (auf sich selbst bezogen) 0 dBd.
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