| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen von Dingolfing.png | Dingolfing_Karte.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Niederbayern |
| Landkreis: | Dingolfing-Landau |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 364 m ü. NN |
| Fläche: | 44,03 km² |
| Einwohner: | 18.623 (Stand 30.06.05) |
| Bevölkerungsdichte: | 414 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 84130 |
| Vorwahl: | 08731 |
| Kfz-Kennzeichen: | DGF |
| Gemeindeschlüssel: | 09 2 79 112 |
| Stadtgliederung: | 21 Ortsteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Dr.-Josef-Hastreiter-Straße 2 84130 Dingolfing |
| Website: | Stadt Dingolfing |
| Politik | |
| 1. Bürgermeister: | Josef Pellkofer (UWG) |
Dingolfing ist die Kreisstadt des niederbayerischen Landkreises Dingolfing-Landau.
Der größere Teil der ehemaligen Gemeinde Frauenbiburg, mit rund 90 Prozent der Bevölkerung, wurde ebenfalls 1972 eingegliedert, mit den nördlichen Ortsteilen: Frauenbiburg, Brunn, Einöd, Kaltenberg, Mietzing, Oberbubach, Oberdingolfing, Oberholzhausen, Öd, Schermau, Unterbubach, Unterholzausen und Weinpreß (die südlichen Ortsteile wurden in die Gemeinde Marklkofen eingegliedert).
Nach der dritten bayerischen Landesteilung gehörte Dingolfing zuerst zum Straubinger Teilherzogtum und fiel mit dessen Ende 1425 an Linie Bayern-Ingolstadt. Mit deren Aussterben wiederum (1447) gelangte Dingolfing unter die Herrschaft der sog. "Reichen Herzöge" von Bayern-Landshut und verblieb dort bis auch diese Linie des Hauses Wittelsbach 1503 mit Georg von Landshut im Mannesstamm erlosch. Der Landshuter Erbfolgekrieg sicherte der Münchener Linie der Wittelsbacher den Großteil des Landshuter Erbes, darunter auch Dingolfing, das damit zum nunmehr wiedervereinigten gesamtbayerischen Herzogtum gehörte. Während des Spätmittelalters, insbesondere während der Zugehörigkeit zum Landshuter Teilherzogtum erlebte die Stadt eine wirtschaftliche Blütephase, wovon die stattliche Kirche St. Johannes (1467 - Grundsteinlegung) Zeugnis ablegt. Nach wirtschaftlichem Niedergang im 17. Jh. und einer schwedischen Besatzung und Plünderung im Dreißigjährigen Krieg brachte der Österreichische Erbfolgekrieg 1743 eine Katastrophe über die Stadt. Im Zuge von Kampfhandlungen zwischen feindlichen österreichischen Truppen einerseits und den verbündeten Franzosen andererseits gingen große Teile der Stadt in Flammen auf. Die Stadt konnte sich von diesem Schlag nur sehr langsam erholen und versank in weitgehende Bedeutungslosigkeit. Den Zweiten Weltkrieg überstand die Stadt ohne Schäden. Lediglich die Brücke über die Isar wurde von der abziehenden Wehrmacht gesprengt. Die Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die in Dingolfing mit den Namen der Firmen Glas und BMW verbunden ist sowie der Zuzug zahlreicher Heimatvertriebener brachten der Stadt neuen Aufschwung.
Von kaum minder hoher bauhistorischer Bedeutung ist auch die kath. Pfarrkirche St. Josef im Stadtteil Höll, links der Isar. Das Sichtziegelbauwerk der Jahre 1954 bis 1956 ist eine Schöpfung des bedeutenden Münchner Architekten Robert Vorhoelzer, der als Vertreter der dortigen Postbauschule zu den wichtigen Architekten der klassischen Moderne gerechnet werden darf. Das Gotteshaus findet sein Pendant in der Pfarrkirche "Maria Königin des Friedens" in München-Giesing unweit des Grünwalder Stadions. Unter den Ausstattungsstücken ist eine Madonnenfigur von 1628 aus der 1945 untergegangen Stiftskirche Obermünster in Regensburg erwähnenswert. Die evangelische Erlöserkirche von Gustav Gsaenger, die 1960 eröffnet wurde, ist ein bemerkenswerter Bau mit vorgeblendetem Bruchsteinmauerwerk aus Bayerwald-Granit. Die Kirche ist durch eine große Westrosette aus Betonfiligran, ein Glasgemälde im Chorfenster und einen campanileartigen Turm mit markanten Akzenten versehen. Die Geißlung-Christi-Kirche im Süden der Stadt ist eine kleine barocke Wallfahrtskirche, die der Dingolfinger Baumeister Matthias Weigenthaler 1753 geschaffen hat.
Eine bekannte Sehenswürdigkeit ist die Herzogsburg, ein ehem. herzoglich-bayer. Verwaltungsgebäude aus der Zeit der Reichen Herzöge des Landshuter Teilherzogtums und gilt als einer der bedeutendsten Profanbauten der Spätgotik in Niederbayern. Sie wurde vor einigen Jahren renoviert und beherbergt ein Museum mit Objekten zur Vor- und Frühgeschichte, zur Stadtgeschichte 16. bis 20. Jh., zur Handwerksgeschichte 16. bis 20. Jh. Mobiliar, Kleidung. Werkzeug und Gerät zur ländlichen Arbeit und zur allgemeinen Zeitgeschichte. Darunter auch eine Spezialsammlung: Bilder und Zeichen der Volksfrömmigkeit. Im Erdgeschoss ist heute auch das Trauungszimmer für standesamtliche Hochzeiten untergebracht. Das Dachgeschoss beherbergt einen großen Veranstaltungssaal mit Galerie - hier finden Konzerte und Ausstellungen statt. Die historisierende Fassadenbemalung, die im Zuge der Renovierung auf das zuvor sichtbare Backsteinmauerwerk aufgebracht wurde, ist eine freie Nachempfindung ohne historische Vorlage und nicht unumstritten!
Die Hochbrücke ist eine hohe Backsteinbrücke, die 1612 vollendet wurde. Der bayerische Herzog und nachmalige Kurfürst Maximilian I. hatte den Bau durch einen Nachlass der Stadtsteuer gefördert. Das Bauwerk überbrückt den Asenbach und stellt eine der drei Zufahrten zur Oberen Stadt dar.
Das Caprima ist das einzige Bad im Ort. Es gliedert sich in ein Hallenbad und einen Außenbereich. Es besitzt ca. 5 große Schwimmbecken, 2 Kinderbecken und "alle Temperaturen von 0 bis 95 Grad" (G. Ritzinger), eine Sauna und zwei Rutschen. Es ist im Außenbereich im mediterranen Stil gestaltet und bietet außerdem eine große Liegewiese sowie 2 Sprungbretter.
Zweitgrößter Arbeitgeber, mit über 200 Beschäftigten, ist der örtliche Betrieb der Firma Develey. Der Betrieb beliefert u.a. McDonalds europaweit mit Saucen.
Bekannt sind die Biere der Brauerei Wasserburger. Das Starkbier "Tassilator" gilt als eines der besten seiner Art in Bayern.
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