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Als Dimmer bezeichnet man Leistungsteile zur Regelung der Helligkeit von Scheinwerfern in der Lichttechnik, allgemeiner auch Einsteller zur Leistungsregelung, meist für Beleuchtungseinrichtungen.
Funktionsweise
Je nach Last gibt es verschiedene Arten der Dimmung. Bei Glüh- und Halogenleuchten (230 V) sowie bei konventionellen Transformatoren wird mit
Phasenanschnitt gedimmt. Bei Verwendung von elektronischen Transformatoren wird Phasenabschnitt verwendet.
Leuchtstoffröhren und andere Gasentladungslampen lassen sich auf diese Weise nicht dimmen, da die Entladung bei geringen Helligkeiten zusammenbricht und nicht wieder gezündet werden kann. Hier werden EVG mit Helligkeitseinstellung verwendet, die eine höhere Frequenz erzeugen. Entsprechende Geräte können dann mit einem geeigneten Steuersignal (z.B. 1-10 Volt Schnittstelle, EIB oder DALI) gedimmt werden.
Wird das Leuchtmittel mittels Phasenanschnittsteuerung oder Phasenabschnittsteuerung gedimmt, sinkt die Leistungsaufnahme und folglich auch der Energiebedarf. Des Weiteren erhöht sich die Lebensdauer des Leuchtmittels.
Dimmer in der professionellen Lichttechnik
Über ein
Steuersignal (wie z. B.
DMX) wird den Geräten für jeden Kanal ein vom
Lichtmischpult ausgegebener Wert übertragen. Bei DMX ist dies üblicherweise ein Wert von 0–255. Die Dimmer steuern entsprechend dem eingegangenen Signal die Scheinwerfer an. Je nach Aufbau sitzen die Dimmer direkt bei den Scheinwerfern oder gemeinsam oder in Gruppen in einem
Rack. Die Verbindung zu den
Scheinwerfern erfolgt dann über
Lastmulticores, auch Laka (Lastkabel) genannt. Häufig befindet sich zwischen Dimmern und Lakas ein
Patchfeld um unterschiedliche Belegungen der Multicores zu ermöglichen.
Dimmer im Haushalt
Für den häuslichen Bereich gibt es Dimmer in verschiedenen Formen, z. B.:
- fest eingebaut in Leuchten
- zum Einbau in Elementen der Elektroinstallation, wie z. B. Schalterdosen usw.
Entstörung
Durch die harte Schaltung des Stroms bei den üblichen Dimmern entstehen sehr scharfe Kanten mit hohen Strömen. Nach der
Fourier-Transformation entsprechen diese Kanten in Abhängigkeit ihrer
Anstiegs- bzw. Abfallzeit (
slew rate) einem Frequenzspektrum welches durch die hohen Ströme und langen Anschlussleitungen entsprechend stark ausgesandt wird und andere Geräte wie Ton- und Videoanlagen stören kann. Um diesen Einfluss zu minimieren werden
Drosseln eingesetzt, die die slew rate begrenzen. Da diese recht teuer und schwer sind, ist die Entstörung eines der Qualitätsmerkmale eines Dimmers.
Man findet Dimmer ohne Entstörung (meist Haushaltsgeräte mit kleiner Leistung), normale Veranstaltungsgeräte mit slew rates im Bereich einiger 10 µs bis zu Geräten für Studioverwendung mit slew rates von 500 µs und mehr.
Weblinks
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