Дмитрий Иванович Менделеев 5.gif Dmitri Iwanowitsch Mendelejew (russisch Дмитрий Иванович Менделеев; * 27. Januar/8. Februar 1834 in Tobolsk, Russland; † 20. Januar/2. Februar 1907 in Sankt Petersburg, Russland) war ein russischer Chemiker.
Er erarbeitete, unabhängig von Lothar Meyer, eine Systematik der chemischen Elemente, die er periodische Gesetzmäßigkeit nannte. Sie ermöglichte eine tabellarische Anordnung, heute Periodensystem (PSE) genannt, sowie die Vorhersage von drei neuen Elementen. Damit vollendete Mendelejew vorläufig die 50-jährige Suche nach einem Zusammenhang zwischen den Atomgewichten und den chemischen Eigenschaften der chemischen Elemente. Zu seinen Ehren bekam das Element 101 den Namen Mendelevium.
1849 zog die verarmte Familie Mendelejew nach St. Petersburg, wo er 1850 dem Pädagogischen Institut beitrat. Von 1855 bis 1856 litt er an Tuberkulose, die er auf der Halbinsel Krim auskurierte.
Zwischen 1859 und 1861 arbeitete Mendelejew in Paris über die Dichte der Gase und richtete in seiner Wohnung ein eigenes Laboratorium ein. An der Universität Heidelberg beschäftigte er sich bei Gustav Robert Kirchhoff mit der neuen Untersuchungsmethode der Spektroskopie.
Er promovierte 1865 und wurde im gleichen Jahr Professor für Chemie am Technologischen Institut Sankt Petersburg. 1867 wurde er Professor für Chemie an der Universität Sankt Petersburg. Am 6. März 1869 veröffentlichte er das Periodensystem der Elemente (PSE) unter dem Titel Die Abhängigkeit der chemischen Eigenschaften der Elemente vom Atomgewicht. Dabei wurden die damals bekannten 63 Elemente ansteigend nach der Atommasse in sieben Gruppen mit ähnlichen Eigenschaften angeordnet. Mit dem System konnte er 1871 die Eigenschaften der bis dahin noch unbekannten Elemente Gallium (bei Mendelejew: Eka-Aluminium), Scandium (Mendelejew: Eka-Boron) und Germanium (Mendelejew:: Eka-Silizium) voraussagen. Nur wenige Jahre später wurden seine Thesen als richtig bestätigt.
Mendelejew war zugleich der Vater der russischen Ölindustrie. Bereits in den 1860er Jahren besuchte er die Ölfelder bei Baku in Aserbaidschan. 1876 reiste er im Auftrag der russischen Regierung in die USA, um die Ölförderung in Pennsylvania zu studieren und Empfehlungen für die Ausbeutung der russischen Reserven zu geben. Nach seiner Rückkehr erfand er neue Methoden zur Raffinierung des Öls. Seine Empfehlungen fasste er in dem Werk Die Erdölindustrie in Pennsylvania und im Kaukasus zusammen.
Periodensystem_Mendelejews.jpg
Mendelejew war ein Liberaler. In seinen Vorlesungen waren anders als bei seinen Kollegen auch Frauen zugelassen. Regelmäßig machte er Eingaben an die Regierung, wandte sich gegen die zaristische Bürokratie und politische Repressionen. Seine Informationen beschaffte er sich bei Bahnreisen durch Russland, auf denen er stets dritter Klasse reiste. 1890 trat er aus Protest gegen die Einschränkung der universitären Autonomie als Professor zurück. 1893 wurde er auf Betreiben des Finanzministers Direktor des Russischen Amts für Maße und Gewichte und führte daraufhin das metrische System in Russland ein. Er starb im Januar 1907 an den Folgen einer Grippe. An seiner Beerdigung auf dem Petersburger Wolkowo-Friedhof nahmen mehrere tausend Menschen teil.
Er war Ehrenmitglied der Moskauer Universität, Mitglied der Russischen Akademie der Künste sowie Mitglied von 90 ausländischen Akademien der Wissenschaften, darunter auch der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin. Wissenschaftler der University of California, Berkeley benannten 1955 das 101. chemische Element Mendelevium nach ihm. Mit der Zeit wurden noch weitere Objekte Träger seines Namens, dazu gehören unter anderem ein Vulkan, ein unterseeischer Gebirgskamm und ein Krater auf dem Mond.
Mendelejew war zweimal verheiratet und hatte mehrere Kinder. Er sprach russisch, deutsch und französisch.
Mendelejew schrieb später einmal, beim Verfassen eines Chemiebuches habe er nach einer Einteilung der chemischen Elemente gesucht. Neben dem Atomgewicht habe er sich von ihren Eigenschaften leiten lassen:
Mann | Russe | Chemiker (19. Jh.) | Hochschullehrer | Geboren 1834 | Gestorben 1907
ديميترى مندليف | Димитрий Менделеев | Dmitrij Ivanovič Mendělejev | Dmitrij Mendelejev | Ντμίτρι Μεντελέγιεφ | Dmitri Mendeleev | Dmitrij Mendeleev | Dimitri Mendeleyev | Dmitri Mendelejev | Dmitri Mendelejev | Dmitri Mendeleïev | Dmítrí Meindeiléiv | Dmitri Mendeleiev | דמיטרי מנדלייב | Dmitrij Ivanovič Mendeljejev | Dmitri Mendeleev | Dmitri Mendeleev | Dmitri Mendeleev | ドミトリ・メンデレーエフ | მენდელეევი, დიმიტრი | 드미트리 멘델레예프 | Demetrius Mendeleev | Dmitrijus Mendelejevas | Dmitrijs Mendeļejevs | Dmitri Mendelejev | Dmitrij Mendelejev | Менделеев, Иваны фырт Дмитрий | Dmitrij Mendelejew | Dmitri Ivanovich Mendeleyev | Dimitri Mendeleev | Менделеев, Дмитрий Иванович | Dmitrij Ivanovič Mendelejev | Dimitrij Ivanovič Mendelejev | Дмитриј Иванович Мендељејев | Dmitrij Ivanovitj Mendelejev | ดมีทรี เมนเดลีฟ | Dmitri Mendeleev | Dmitri Mendeleyev | Менделєєв Дмитро Іванович | Dmitri Ivanovich Mendeleev | Dmitriy Ivanovitch Mendeleyev | 季米特里·门捷列夫
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Dimitri Iwanowitsch Mendelejew".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world