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Als Diffusor bezeichnet man im Motorsport das nach hinten hochgezogene Leitwerk des Unterbodens am Heck eines Rennwagens.

Der Diffusor ist ein Teil, das der Aerodynamik des Fahrzeugs dient, meistens aus Kohlefaser besteht und aus der Luftfahrttechnik stammt.

Durch Vergrößern des Strömungsquerschnitts der Strömung unter dem Auto beim Übergang in die Umgebungsluft wird die Sogwirkung des Unterbodens vergrößert. Dieser Unterdruck wird in der Rennsporttechnik insbesondere seit den 1980er-Jahren verwendet, als die so genannten "Groundeffect"-Fahrzeuge für Furore sorgten.

In der Formel 1 hatte der Windschatten bis zur Mitte der 1980er-Jahre eine größere Bedeutung, da bis zu dieser Zeit etwa der Diffusor noch keinen Unterdruck direkt hinter dem Fahrzeug bewirkte, wodurch Nachfolgende Fahrzeuge, die sich zuvor bis an das Heck des Kontrahenten herangesaugt hatten, nunmehr in tückische Verwirbelungen hereingeraten, welche den Anpessdruck der Flügel, speziell auf der Vorderachse, verringern und somit den Überholvorgang erschweren.

Der Diffusor erfuhr in den 1990er-Jahren besondere Bedeutung, da Teams wie Benetton und Ferrari es verstanden, unter geschickter Auslegung des Reglements die Abgase in den Diffusor zu leiten, so dass durch stoßweises Gasgeben zwischen Brems- und Beschleunigungsvorgang in einer Kurve die Bodenhaftung verbessert werden konnte.

In Zeiten der technischen Restriktionen durch die FIA, die regelmäßig versucht die Fahrzeuge einzubremsen, kommt der Diffusor ebenso häufig auf die "Streichliste" der Offiziellen.

Siehe auch: Diffusor

Formel 1 | Motorsport

 

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