Die drei Musketiere ist ein Roman von Alexandre Dumas.
D’Artagnan verlässt seine Heimat, die Gascogne, in Richtung Paris. Er will in den Dienst von König Ludwig XIII. treten. Jedoch passieren ihm auf dem Weg dorthin einige Missgeschicke, die vor allem auf sein Temperament zurückzuführen sind. Er kann seinen Mut jedoch unter Beweis stellen und freundet sich mit den unzertrennlichen drei Musketieren Athos, Porthos und Aramis an. Er selber wird erst im späteren Verlauf der Geschichte, nach der Belagerung von La Rochelle, in das Corps der Musketiere aufgenommen. Zuvor ist er der Garde von D'Essart unterstellt. Zusammen bestehen die vier Freunde im Kampf gegen Kardinal Richelieu und Lady Winter, auch als Mylady bekannt. Als die Ehre von Königin Anna durch eine infame Intrige des Kardinals und der Lady bedroht wird, beginnt ihr größtes und gefährlichstes Abenteuer.
Drei der vier Helden der Geschichte sterben am Ende des dritten Bandes. Porthos wird durch den Einsturz einer Höhle getötet, in die er sich mit Aramis vor den feindlich gesinnten Männern des Königs geflüchtet hat, kann aber Aramis zuvor noch das Leben retten. Athos stirbt vor Kummer, als sein Sohn in Afrika getötet wird. D’Artagnan (der im letzten Drittel des ersten Romans zum Musketier ernannt wird und später Leutnant und zuletzt Hauptmann der Kompanie wird) kommt in Holland bei der Belagerung von Maastricht durch einen Querschläger ums Leben, kurz nachdem ihn der König zum Marschall von Frankreich ernannt hat. Am Ende der Geschichte ist nur noch Aramis, der zwischendurch Abbé und General des Jesuitenordens war und nun spanischer Botschafter ist, am Leben.
Castelmore7.JPG]] Charles de Batz de Castelmore d'Artagnan, einfach kurz d'Artagnan genannt, war ein französischer Kriegsmann, welcher zwischen 1611 und 1615 auf Schloss Castelmore in der Nähe von Lupiac (Gascogne) geboren wurde. Er starb bei der Belagerung von Maastricht am 25. Juni 1673. D'Artagnan hatte 8 oder 9 Geschwister, und sein Vater, Bertrand de Batz-Castelmore, war von jungem Adel. Seine Mutter, Françoise de Montesquiou, war die Tochter des Herren von d'Artagnan aus der Bigorre, welcher der einflussreichen Familie Armagnac angehörte. Um 1640 reist d'Artagnan nach Paris, wo er den Namen seiner Mutter benutzte, da dieser in höfischen Kreisen bekannter war. Tréville hat ihn erstmal in der Compagnie des Essarts des Gardes Françaises in Fontainebleau untergebracht. 1644 trat er dann dem Corps der Musketiere bei. 1646 wurden die Musketiere durch Mazarin aufgelöst, und d'Artagnan erhielt einige militärische Aufträge zu Zeiten der Fronde. 1657 werden die Musketiere wieder eingeführt (« grands mousquetaires », « mousquetaires gris »), und d'Artagnan wird Unterleutnant. 1659 heiratet er Charlotte-Anne de Chancelay, die Ehe wird aber 1665 bereits wieder aufgelöst. Am 5. September 1661 beauftragt ihn Ludwig XIV. mit der Festnahme von Finanzminister Nicolas Fouquet. Im Jahr 1670 hat d'Artagnan einen Aufruhr von 27 Dörfern in der Gegend von Montpellier niedergeschlagen und dabei mehr als 100 Aufrührer hinrichten lassen.
Später wird D'Artagnan Gouverneur von Lille, nachdem die Stadt wieder an die Franzosen gefallen war, aber er war nicht sehr beliebt. Ein letztes Mal auf dem Schlachtfeld ist er im Französisch-Niederländischen Krieg zu sehen, wo er 1673 bei der Belagerung von Maastricht ums Leben kommt.
D'Artagnan, genau wie seine drei Freunde, ist eine Figur, die auf realen Tatsachen basiert, aber gleichzeitig auch eine Person, über die historisch nicht viel bekannt ist. Die historische Realität war nicht immer Dumas' Anliegen. In seinem Werk Die drei Musketiere verlegt er die Handlung um 15 Jahre vor, so dass d'Artagnan an der Belagerung von La Rochelle teilnimmt.
Die Figur des Aramis basiert auf Henri d'Aramitz, Aramits ist ein Dorf im Béarn. Über sein Leben ist wenig bekannt. Er gehörte einer protestantischen Familie aus dem Béarn an und war adligen Ursprungs. Sein Großvater, der Hugenotte Pierre d'Aramitz, hatte sich an den Hugenottenkriegen beteiligt. Sein Vater Charles d'Aramitz war zu Beginn des 17. Jahrhunderts maréchal des logis des Corps der Musketiere. Eine Tante von Henri d'Aramitz war mit dem Oberhaupt der Musketiere, M. de Tréville, verheiratet. So war es nur selbstverständlich, dass dieser seinen Neffen 1640 in das Corps der Musketiere aufgenommen hat. Wie lange er Musketier war und wann er gestorben ist, ist nicht bekannt.
Der Aramis von Dumas hat außer dem Namen und einem Interesse an Religion wenig mit seinem historischen Namensvetter gemeinsam. Er ist schweigsam und introvertiert, jedoch ein guter Kamerad. Im letzten Abenteuer zeigt er großes politisches Interesse und agiert sehr geschickt zwischen den bedeutenden Beamten des französischen Königshofs, von denen er manche für den von ihm geplanten Austausch des Königs gewinnt (der allerdings fehlschlägt).
Isaac de Portau, geboren am 2. Februar 1617 in Pau, kam aus einer protestantischen Familie aus dem Béarn. Sein Vater war Sekretär des Königs und des Staates von Navarra, der Ländereien gekauft hatte und in den Adelstand erhoben wurde. Er entschied sich für eine militärische Karriere und trat als Kadett der Französischen Garde bei. 1643 trat er den Musketieren bei. Wann er starb, ist nicht bekannt.
Dumas macht aus Portau einen treuen Kameraden, bärenstark, manchmal etwas rauh und sehr impulsiv, der sich nicht so gepflegt auszudrücken versteht wie zum Beispiel Athos, auch nicht über dessen oder Aramis´ Klugheit verfügt, aber ein gutes Herz hat.
Dumas macht aus Athos einen geheimnisvollen, sehr ruhigen und überlegten Mann mit einer großen Vergangenheit. In dem Roman Die drei Musketiere stammt Athos aus einer großen adeligen Familie, welche Ländereien in Berry besitzt. Er schreibt ihm außerdem einen Sohn zu, Raoul, den Vicomte de Bragelonne, der aus einer unehelichen Liebesszene mit Madame de Chevreuse hervorgeht.
Sämtliche Teile wurden mehrfach verfilmt, von denen folgende hervorzuheben sind:
Außerdem gab es auch mehrere Fernsehserien, die sich mit dem Thema beschäftigen:
2003 feierte das Musical De drie Musketiers in Rotterdam seine Premiere. Nach der Vorlage des Romans von Alexandre Dumas (Vater) schrieb André Breedland das Buch zum Musical, Rob & Ferdi Bolland steuerten die Musik dazu bei. Paul Eenens übernahm die Regie für das Musical, das in leicht abgewandelter Form von d’Artagnans Abenteuern erzählt.
Die Premierenbesetzung in Rotterdam:
Nach dem Erfolg des Musicals in Holland wurde es von der Stage Entertainment auch als Nachfolgermusical für Les Misérables in Berlin ausgesucht: Am 6. April 2005 fand die Premiere statt, die das Musical wiederum in einer überarbeiteten Form, aber doch mit einigen noch aus Holland bekannten Gesichtern präsentierte: Allen voran Pia Douwes, die wie schon in Rotterdam auch in Berlin die Rolle der Milady übernahm. Doch auch die Regie lag wieder bei Paul Eenens, ebenso wie Yan Tax für Berlin wie für Rotterdam die Kostüme, nach eigener Aussage „Träume von 2005 über das 17. Jahrhundert“, kreierte.
Die Premierenbesetzung in Berlin:
Derzeitige Erstbesetzungen (hinzugefügt am 10.03.2006):
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