| Logo | |||
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| Basisdaten | |||
| Gründungsdatum: | 26. November 1983 | ||
| Gründungsort: | München | ||
| Mitglieder: | 6.500 (Stand: 2006) | ||
| Vorsitzender: | Rolf Schlierer | ||
| stellvertretende Vorsitzende: | Ursula Winkelsett, Björn Clemens, Johann Gärtner, Haymo Hoch | ||
| Schatzmeister: | Ralf Goertz | |- bgcolor="#FFFFFF"Adresse: | Die Republikaner Postfach 870210 13162 Berlin |
| Staatliche Parteienfinanzierung: | 1.300.666,02 € (2005) | ||
| Parteigliederung: | Landesverbände, Kreisverbände | ||
| Website: | www.rep.de | ||
| E-Mail: | info@rep.de | ||
Seit 1994 versucht die Partei unter ihrem Vorsitzenden Rolf Schlierer, sich von rechtsextremen Tendenzen abzusetzen. Auch deshalb hat sie seitdem etwa zwei Drittel ihrer Mitglieder verloren.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz sieht allerdings nach wie vor bei Teilen der Partei rechtsextremistische Zielsetzungen und Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit rechtsextremen Parteien. Es stuft sie als fremdenfeindlich ein und beobachtet sie weiterhin.
Das derzeit gültige, 2002 verabschiedete Bundesparteiprogramm trägt den Titel Die Republikaner / sozial - patriotisch - ökologisch und bekennt sich zur Nation als Grundlage der Demokratie. Es reklamiert Traditionen von den Freiheitskriegen 1813/15 über Fichte und Hegel bis zu Politikern der Bundesrepublik Deutschland wie Kurt Schumacher und Ludwig Erhard. Deren Parteien hätten sich von ihnen abgewandt und die „nationale Seite“ der Demokratie „unterschlagen“. Das Leitmotiv einer „deutschen Kulturnation“ in Abgrenzung zur „multikulturellen Gesellschaft“ durchzieht das Programm. Es beklagt immer wieder ein von massenhafter Zuwanderung, Parteienmonopol, multinationalen Konzernen und Medien-„Indoktrination“ gefährdetes oder beschädigtes Deutschland, in dem es keine echte Demokratie gebe. Ein starker Nationalstaat, der deutschen vor internationalen Interessen Vorrang gibt, soll Abhilfe schaffen. Der Nationalstaat habe mit dem Nationalsozialismus nichts zu tun, sondern stärke die Abwehrkräfte gegen „totalitäre“ Wirtschafts- und Staatsmacht. Als Vorbild werden die Frauen und Männer gesehen, die „gegen totalitäre Staatsformen Widerstand geleistet haben, um ein freies und demokratisches Deutschland zu ermöglichen.“
Das Programm sieht darüber hinaus Europa als „Hort des christlichen Abendlandes“, dessen Werte behauptet werden müssten. Der Islam sei dagegen - so das Wahlprogramm zur Europawahl 2004 - ein „spalterischer Fremdkörper“. Das Programm verneint den EU-Beitritt der Türkei grundsätzlich und den EU-Beitritt ost- und südosteuropäischer Staaten unter derzeitigen Bedingungen (s.u.). Die Freizügigkeit in der EU wird für Bürger ost- und südosteuropäischer Staaten pauschal abgelehnt, aber für Deutsche in den „Vertreibungsgebieten“ gefordert. Der Euro soll abgeschafft, die D-Mark wieder eingeführt werden; die deutsche Sprache auf EU-Ebene mit Englisch und Französisch gleichberechtigt werden.
Als Folge einer abzulehnenden „Büßerhaltung“ wird „selbstbewußt“ ein ständiger Sitz im UN-Sicherheitsrat, die Streichung der UN-Feindstaatenklausel gegen Deutschland und Japan, der Abschluss von Entschädigungszahlungen seit 1945 sowie ein größerer Stimmenanteil Deutschlands gemäß seiner Beitragszahlungen verlangt. Außerdem wollten die Republikaner die 2004 erfolgte Aufnahme Polens und Tschechiens davon abhängig machen, dass diese Staaten die Beneš- und Bierut-Dekrete vollständig aufheben. Damit machen sie sich Ansprüche einiger Vertriebenenverbände zu eigen. Ferner stellen sie die Endgültigkeit der deutschen Ostgrenze (Oder-Neiße-Grenze), die in den Verträgen zur deutschen Einheit anerkannt wurde, in Frage.
Darüber hinaus müsse die Bundeswehr trotz NATO-Integration zuerst „ein Instrument der eigenen Regierung“ sein. Die NATO selbst soll durch eine künftige Europaarmee abgelöst werden. Die deutsche Außen- und Verteidigungspolitik solle sich diejenige Großbritanniens und Frankreichs zum Vorbild nehmen.
Viele Forderungen der Republikaner in diesem Bereich gehen in Richtung stärkerer Demokratisierung und insbesondere direkter Demokratie. So wollen sie Volksabstimmungen zur „Annahme des Grundgesetzes als Verfassung durch das Volk“, zu Verfassungsänderungen, internationalen Verträgen und „Masseneinwanderungen“, die den „Staatscharakter“ verändern, die Direktwahl des Bundespräsidenten, die Reduktion der Abgeordnetenzahl entsprechend der Wahlbeteiligung und die Beseitigung von Sperrklauseln wie der Fünf-Prozent-Hürde.
Gefordert wird auch die „Wiederherstellung“ voller Meinungs-, Forschungs- und Wissenschaftsfreiheit „ohne ideologische und politische Begrenzungen“. Der Verfassungsschutz soll „in der bisherigen Form“ abgeschafft werden. Die „kriminellen Machenschaften“ der Treuhandanstalt im Einigungsprozess nach 1990 sollen streng bestraft werden. Auch die „Wiederherstellung Preußens als Bundesland im Rahmen der Neugliederung aller Bundesländer mit dem Ziel der Verringerung auf eine einstellige Zahl“ ist Ziel der Republikaner.
Sie fordern ein deutlich härteres Vorgehen gegen Drogenhandel und keine Bagatellisierung weicher Drogen. Sie sprechen sich auch gegen Fixerstuben aus und fordern „Arbeitstherapie für Süchtige“.
Schließlich wollen die Republikaner eine Rückkehr zu konservativen Werten von Ehe und Familie, daher die Aufhebung der Lebenspartnerschaft für Homosexuelle sowie strengere Regelungen zur Abtreibung.
Die Partei beschloss 1990 die Unvereinbarkeit mit DVU, NPD und freien Kameradschaften und erneuerte diesen Beschluss seitdem mehrfach. Siehe auch: Verhältnis zu rechtsextremen Parteien und Vereinigungen.
Grundsätzlich sei es auch Aufgabe der Schule, ein „positives Verhältnis zu Volk und Staat“ zu schaffen. Dazu soll die Geschichte Deutschlands in den Lehrplänen mehr Raum einnehmen und insbesondere eine „angebliche Kollektivschuld der Deutschen abgelehnt“ werden. Auch sollen alle Schüler die deutsche Nationalhymne lernen.
Die Bundessatzung der Partei enthält die üblichen Bestimmungen gemäß dem Parteiengesetz, insbesondere zur Mitgliedschaft, zur Gliederung und zu Parteiorganen.
Organisatorisch bemühen sich die Republikaner, auf allen politischen Ebenen den Status einer etablierten Partei zu erlangen, auch um öffentliche Fördergelder zu erlangen. Deutlich wird dies an der hohen Anzahl an Unterorganisationen.
Die Republikanische Jugend (RJ) ist kein von der Partei unabhängiger Jugendverband, sondern die Bezeichnung für parteiinterne Arbeitskreise, an denen 16- bis 30-jährige Parteimitglieder teilnehmen können. Bildung und Status dieser Arbeitskreise sind in §31 der Satzung geregelt. Nach eigener Darstellung * war die RJ „seit längerem auf Bundesebene fast zerfallen“ (Stand: Februar 2004), derzeit zeigt sie wenig Aktivität. Allenfalls einige Kreisverbände der RJ scheinen zur Zeit aktiv zu sein oder überhaupt zu existieren. Auch bei den anderen Unterorganisationen ist derzeit zu vermuten, dass sie bloß formal existieren.
Auch unternahmen die REP seit 1989 den Versuch, eine „Franz-Schönhuber-Stiftung“ als parteinahe Stiftung zu gründen; dies scheiterte jedoch letztlich an einem (umstrittenen) Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwGE 106, 177), das sich auf eine Gefährdung des Gemeinwohls durch den Stiftungszweck (BGB §80) berief und ein Parteienprivileg in dieser Frage verneinte. Vgl. Pressemitteilung des BVerwG.
Im Vergleich zu anderen Parteien enthalten die Bestimmungen zur Mitgliedschaft in der Satzung der Republikaner eine Vielzahl von Regelungen, insbesondere auch zum Ausschluss aus der Partei. Die Formulierung, dass nicht Mitglied werden oder sein könne, „wer einer verfassungswidrigen Organisation oder einer links- oder rechtsextremistischen Gruppe angehört oder sie unterstützt“, ist offenbar im Zusammenhang mit dem Verhältnis zu rechtsextremen Verbänden zu sehen.
Ebenfalls in diesem Zusammenhang steht die im Vergleich zu anderen Parteien ungewöhnliche Regelung: „Der Bundesvorstand der Partei DIE REPUBLIKANER kann beschließen, daß die Mitgliedschaft bei bestimmten Organisationen mit der Mitgliedschaft in der Partei DIE REPUBLIKANER unvereinbar ist.“, und entsprechend verhält sich gemäß §8 der Satzung parteischädigend:
Der Bundesvorstand kann in entsprechenden Fällen diverse Ordnungsmaßnahmen verhängen und ein Ausschlussverfahren einleiten.
In ihrer erfolgreichen Phase 1989 wurde die Partei vor allem von an- und ungelernten Facharbeitern, Landwirten und Arbeitslosen gewählt. Anders als die NPD in den 60er Jahren hatten die REP 1989 neben älteren Jahrgängen auch Jungwähler angesprochen. Der formale Bildungsstand der REP-Wähler ist gering, unter Abiturienten und Hochschulabsolventen finden sich fast keine REP-Wähler. Ungefähr zwei Drittel der Wähler der REP sind männlich. Wählerwanderungsanalysen der frühen 90er zeigen übereinstimmend, dass REP-Wähler vor allem von der CDU/CSU, von den Nichtwählern und von der SPD (in dieser Reihenfolge) kamen; nach 1990 gingen sie ungefähr gleichmäßig zu SPD und CDU zurück. Die Republikaner sind stark bei Konfessionslosen und nur formal Kirchenzugehörigen, hier vor allem kirchenfremden Katholiken. Weltanschaulich hat ein Großteil der REP-Wähler mehreren Studien zufolge ein geschlossenes rechtsextremes Weltbild (wobei dieser Begriff umstritten ist). Diese wählen allerdings keineswegs sicher die Republikaner, sondern schwanken zwischen Nichtwahl und einer der Volksparteien.
Neuere Wähleranalysen bestätigen diese Tendenzen, wobei der Anteil der sozial schlechter gestellten in der Wählerschaft eher zunimmt. Generell sind Wähleranalysen einer vergleichsweise kleinen Partei schwierig und nur unter Vorbehalt zu verwenden.
Ein im Vergleich zu anderen Parteien übermäßig großer Anteil der Einnahmen (55,5%) stammt aus staatlichen Zuschüssen (siehe Parteienfinanzierung). Der nächsthöchste Einnahmeposten sind Spenden natürlicher Personen. Die Ausgaben betreffen zu ca. 60% Wahlkampfkosten. Einnahmen und Ausgaben sanken im Vergleich zum Vorjahr etwa im gleichen Maße, so dass auch der Überschuss etwas geringer ausfiel als 2002.
Das Reinvermögen der Partei lag bei etwa 2,17 Millionen €, damit höher als im Vorjahr und höher als bei allen anderen nicht im Bundestag vertretenen Parteien.
Die kleinen Unternehmen REP-Verlags GmbH und BRV Verlags- und Vertriebs GmbH sind im Besitz der Partei und für den Druck der Parteizeitung bzw. Vertrieb von Werbemitteln zuständig.
Für das Jahr 2004 ist bereits der staatliche Zuschuss auf 1.317.505,08 € festgelegt und damit erneut niedriger als im Vorjahr. 2005 konnte sich die Partei Zuschüsse knapp für die Bundestagswahl sichern, bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2005 aber nicht. Durch schlechte Wahlergebnisse und Nichtantritte bei Wahlen sowie anhaltenden Mitgliederschwund ist daher von sinkenden Einnahmen auszugehen. Das vorhandene Vermögen dürfte allerdings noch für einige Zeit finanzielle Sicherheit bieten. Dennoch ist auch in finanziellen Angelegenheiten der Status der REP als stärkste nicht im Bundestag vertretene Partei von der NPD bedroht.
Im Vergleich zu anderen Parteien ungewöhnlich ist §29 der Satzung:
Das Presseorgan der Republikaner heißt seit Januar 2004 Zeit für Protest! (vormals: Der Republikaner, davor: Republikanischer Anzeiger). Es erscheint jeden zweiten Monat mit einer Auflage von 10.000. Im Ausland unterhalten die REP auf verschiedenen Ebenen Kontakte zum Front National (Frankreich), Vlaams Belang (Belgien) und zur FPÖ (Österreich).
Der Schwerpunkt politischer Tätigkeit bei den REP liegt derzeit auf kommunaler Ebene. Über diese Ebene hinausgehende, wirkungsvolle parlamentarische Arbeit konnten die REP bisher nur von 1992 bis 2001 im Landtag von Baden-Württemberg leisten. Zu dieser und den anderen, deutlich weniger erfolgreichen parlamentarischen Tätigkeiten oberhalb der kommunalen Ebene siehe den Artikel Abgeordnete der REP.
Eine weitere Hochburg ist Chemnitz, wo die Republikaner bei der Kommunalwahl 2004 mit einem Bündnis der DSU und der DP 10,3% der Stimmen gewannen. In Norddeutschland und besonders in Schleswig-Holstein dagegen hat die Partei nur geringen Zulauf. Auch in den neuen Bundesländern, mit Ausnahme Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens, sind die REP so gut wie nicht vertreten. Laut mehreren Verfassungsschutzbehörden existieren zahlreiche Landes- und Kreisverbände nur noch auf dem Papier. Parteiarbeit werde fast ausschließlich von Einzelpersonen geleistet.
Kommunale Gremienarbeit der Republikaner war fast immer von internen Streitigkeiten überschattet. So waren beispielsweise von 136 Fraktionen, die sich 1990 in Kommunalparlamenten gebildet hatten, bis 1993 63 gespalten oder völlig zerfallen. Bis heute kommt es immer wieder zu Austritten und Abspaltungen.
Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz begründet die Beobachtung der Partei unter anderem damit, dass „Zusammenarbeit mit anderen Rechtsextremisten (vornehmlich auf lokaler Ebene)“ vorhanden sei.
Die Politikwissenschaft ist generell einig darin, dass die Republikaner weit „rechte“ Positionen vertreten (vergleiche Politisches Spektrum), sowohl konservative als auch rechtsextreme Parteimitglieder haben und Wähler aus beiden Lagern ansprechen wollen. Die Bezeichnung „rechtspopulistisch“ kam Ende der 1980er Jahre im Hinblick auf die Republikaner in Gebrauch und beschreibt die Verbindung weit rechter Positionen mit populistischem Auftreten. Da das Parteiprogramm der REP sowohl konservative, im Rahmen der freiheitlichen demokratischen Grundordnung vertretbare als auch als rechtsextrem deutbare Forderungen enthält, ist die Grenzziehung zum Rechtsextremismus weiterhin erschwert. Anzumerken ist, dass bei Untersuchungen zur Frage „rechtsextrem oder nicht“ nicht nur die offizielle Programmatik, sondern ebenso Äußerungen von Parteimitgliedern, das gesamte öffentliche Auftreten und auch die innerparteiliche Struktur zu berücksichtigen sind. Generelle Einigkeit besteht ferner darin, dass die Republikaner - soweit man sie tatsächlich als rechtsextrem einstuft - die moderateste unter den großen rechtsextremen Parteien (REP, DVU und NPD) sind. Ein Schulterschluss zu freien Kameradschaften und militanten Neonazis existiert nach Informationen der Verfassungsschutzbehörden zur Zeit nicht.
Gegen die Beobachtung durch den Verfassungsschutz wehrt sich die Partei immer wieder mit juristischen Mitteln. Zudem kritisiert sie in ihrer Parteizeitung wiederholt und polemisch die entsprechenden Behörden. Zwischenzeitlich gelangen ihr mit der juristischen Strategie Erfolge: So wurde den Verfassungsschutzbehörden in Rheinland-Pfalz (Verwaltungsgericht Mainz, 10. Dezember 1997) und Berlin (Verwaltungsgericht Berlin, 31. August 1998, AZ: VG26 A623.97) zeitweise die nachrichtendienstliche Beobachtung der REP untersagt. Das Berliner Verwaltungsgericht führte dazu im von der Partei oft zitierten Urteil aus, dass keine „hinreichendetatsächliche[n Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen“ der Republikaner vorlägen. Dieses Urteil wurde letztinstanzlich am 6. April 2006 unter dem Aktenzeichen OVG 3 B 3.99 vom Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg bestätigt. Demnach war die Aufnahme der Republikaner in den Berliner Verfassungsschutzbericht im Jahr 1997 rechtswidrig. Auf eine nachrichtendienstliche Beobachtung der REP hatte das Land Berlin bereits seit 1999 verzichtet.
Andere Verbote sind aber wieder aufgehoben worden, so in Rheinland-Pfalz durch das dortige Oberverwaltungsgericht am 10. September 1999 (AZ: 2 A 11774/98). Auch das Verwaltungsgericht Stuttgart wies am 26. Mai 2000 die Klage der Partei gegen die nachrichtendienstliche Beobachtung ab (AZ: 18 K 5658/98, rechtskräftig durch Rückzug der Berufung am 30. Oktober 2002). Des weiteren scheiterten Klagen der Partei vor dem Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht (19. Oktober 2000, AZ: 11 L 87/00) und dem Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen (21. Dezember 2000, AZ: 5 A 2256/94), denen entsprechende Maßgaben durch das Bundesverwaltungsgericht (Urteil vom 7. Dezember 1999, AZ: 1 C 30.97) vorhergingen. Im Gegensatz zu den früheren Urteilen bestätigten diese Entscheide Anhaltspunkte für das Vorliegen verfassungsfeindlicher Bestrebungen bei den Republikanern.
Ihr Programm gibt sich national-konservativ und verwendet in weiten Teilen eine politisch korrekte Sprache. Es betont jedoch in vielen Punkten eine Problematik, die mit Ausländern zusammenhängt, und verlangt laufend ein härteres Vorgehen gegen sie. Nach Meinung von Beobachtern beschwört es so pauschal eine von Ausländern ausgehende Gefahr, weckt und benutzt ausländerfeindliche Ressentiments.
Die deutsche Geschichte nimmt im Parteiprogramm viel Raum ein. So werde die Zeit des Nationalsozialismus und die Nachkriegszeit bewusst verzerrt dargestellt, um Deutschland zu schaden. Ältere Parteiprogramme sprachen in diesem Zusammenhang von „Umerziehung“ durch die Siegermächte und einer angeblich nötigen „Entkriminalisierung der deutschen Geschichte“; das heutige Programm sieht hier ein Meinungsmonopol weniger „Konzerne“ und der „etablierten Parteien“. Diese Darstellungen der REP unterliegen der Kritik einer Nähe zum Geschichtsrevisionismus und zu rechtsextremen, auch antisemitischen Verschwörungstheorien. In der Forderung nach Gleichbehandlung von Opfern der DDR einerseits und Opfern des Nationalsozialismus andererseits kann eine Relativierung nationalsozialistischer Verbrechen gesehen werden. Bis Mitte der 1990er Jahre wurde außerdem vereinzelt von Parteimitgliedern ein „Deutschland in den Grenzen von 1937“ gefordert.
Der Verfassungsschutz deutet die „pauschale Verunglimpfung der 'etablierten Parteien' d.h. letztlich des Mehrparteiensystems“ durch die REP als „gezielte Diffamierung des demokratischen Rechtsstaats, seiner Institutionen und Vertreter“ mit dem Ziel, „das Vertrauen der Bevölkerung in seine * zu erschüttern.“
Eine Reihe von weiteren REP-Forderungen werden von Kritikern so gedeutet, dass sie zwar nach außen akzeptabel erscheinen, aber versteckte Ziele verfolgen und so verdeckt rechtsextreme Zielgruppen ansprechen. So könne man beispielsweise in der geforderten Verringerung der Zahl der Bundesländer eine Tendenz zum nationalen Zentralstaats ohne föderale Machtkontrolle des Bundes sehen. Die europapolitischen Ansichten der Partei (s. Programm) müssten derzeit, wenn sie konsequent beibehalten würden, zur Forderung nach einem Austritt aus der EU führen.
Generell enthielten - so Kritiker weiter - Äußerungen der Partei oft Formulierungen, die im rechtsextremen Milieu geeignet entschlüsselt werden können. Diese Verwendung von Doppeldeutigkeiten und einer Art Code sei von der Partei bewusst gewählt, um Kritik zu erschweren und insbesondere der Beobachtung durch den Verfassungsschutz die Legitimation zu entziehen. Auch dieser spricht von einer „demokratischen Fassade“ der Partei.
In Reden und Artikeln führender REP-Politiker tauchen gerade in Wahlkämpfen immer wieder ausländerfeindliche Standpunkte und Parolen auf, z.B.: „Kriminelle Ausländer raus!“, „Deutsche Interessen zuerst!“, „Arbeit für Olek - Hartz IV für Deutsche?“ oder „Goldzähne für Asylbewerber, Zahnlücken für Deutsche? - Nicht mit uns!“ Solche rechtspopulistischen Sprüche - besonders letzterer - knüpfen nach Ansicht vieler Beobachter rhetorisch wie inhaltlich auch an Propaganda der Nationalsozialisten an.
Wie DVU und NPD beziehen die Republikaner regelmäßig für Politiker Stellung, denen extrem rechte, ausländerfeindliche oder antisemitische Äußerungen vorgeworfen werden. So sprachen sie sich 1994 für Steffen Heitmann aus, der als anfänglicher CDU-Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten an umstrittenen Äußerungen scheiterte; im Zusammenhang mit der Antisemitismus-Debatte sprachen sie von einer „beispiellosen Hetzjagd gegen Jürgen Möllemann“, und im Fall Martin Hohmann hieß es: „Diejenigen Konservativen, die es bisher in der CDU noch ausgehalten haben, werden mit Füßen getreten“.
Das wichtigste Dokument hierzu ist der sogenannte Ruhstorfer Abgrenzungsbeschluss, der auf dem Bundesparteitag in Ruhstorf am 8. Juli 1990 beschlossen wurde und folgenden Wortlaut hat:
Zur Begründung hieß es, es gebe „Grund zur Annahme, dass ein kleiner Kreis von jetzigen Republikaner-Funktionären die NPD oder DVU nur wegen ihrer Erfolglosigkeit verlassen hat, um dann bei uns, gut getarnt, die alte Ideologie in neuem Gewand zu verkaufen. * Wir Republikaner lehnen jegliche Zusammenarbeit mit NPD oder DVU kategorisch ab.“ Dafür wurde eingeräumt: „Kein Parteimitglied soll diskriminiert werden, das als junger Mensch der NPD angehört hat, auch kein einstiges NPD-Mitglied, das damals seine Ideen in dieser Partei vertreten sah, später sich aber glaubwürdig abgewendet und als Republikaner programmkonform verhalten hat.“
Die äußeren Umstände dieses Beschlusses und die Kompetenzzuweisung an den Bundesvorstand deuten darauf hin, dass er vor allem ein Mittel des damaligen Vorsitzenden Schönhuber im innerparteilichen Machtkampf jener Zeit war. Der Beschluss ist allerdings von Parteitagen und dem Bundesvorstand immer wieder bestätigt und mitunter mit ähnlich lautenden Beschlüssen ergänzt worden. Andererseits haben sowohl der Vorsitzende Schönhuber als auch sein Nachfolger Schlierer sich während ihrer Amtszeit mit dem DVU-Vorsitzenden Frey getroffen, um Wahlabsprachen zu treffen. Schönhubers Treffen wurde zum Anlass genommen, ihn als Vorsitzenden zu stürzen und aus der Partei auszuschließen; Schlierers Treffen im Jahr 1998 hatte keine vergleichbare Folge.
Die zahlreichen faktisch aufgetretenen Formen der Zusammenarbeit mit rechtsextremen Vereinigungen, die auch jeweils den Anlass für neuerliche Bekräftigungen der Abgrenzung boten, wurden von der Partei entweder als Unterwanderungsversuch durch Rechtsextremisten oder als vom Verfassungsschutz inszeniert angesehen.
Der offizielle, gemäßigte Kurs hatte jedoch bisher weder hinsichtlich der Wählerzustimmung noch der angestrebten behördlichen Akzeptanz als demokratische Partei kaum Erfolg. Deshalb erfährt der Parteivorstand starke interne Kritik und muss viele Austritte hinnehmen.
Der Verfassungsschutz bezweifelt daher, dass das Lager um Schlierer einerseits den tatsächlichen Willen, andererseits überhaupt die Durchsetzungskraft für die Abgrenzung vom Rechtsextremismus hat. Besonders in Ostdeutschland kooperieren Einzelpersonen und Verbände der Partei immer wieder mit DVU, NPD und freien Kameradschaften. Vor allem in ihrer Hochburg Baden-Württemberg war das offizielle Erscheinungsbild der Partei dagegen besonders in den 1990ern eher bürgerlich-konservativ.
Dies führte zu zahlreichen Parteiaustritten aus der CSU. Unter ihnen befanden sich auch die beiden Bundestagsabgeordneten Franz Handlos und Ekkehard Voigt. Diese hatten die CSU auch aus Protest gegen den Führungsstil von Strauß, mit dem sie schon längere Zeit unzufrieden gewesen waren, verlassen.
Die meisten Gründungsmitglieder der Republikaner waren ehemalige CDU- und CSU-Mitglieder, die die Ostkredite ablehnten und die von Helmut Kohl bei der Regierungsübernahme angekündigte so genannte „geistig-moralische Wende“ vermissten. Vor allem die traditionell konservativen wehrpolitischen Arbeitskreise der Unionsparteien hatten mit Übertritten zu den REP zu kämpfen. Einige sahen in der neuen Partei die Verwirklichung der in den 1970ern diskutierten „vierten Partei“, einer Ausdehnung der CSU auf das gesamte Bundesgebiet, die eine rechtskonservative Wählerschaft binden sollte. Auch das erste Parteiprogramm zeigte noch deutlich die Spuren der CDU/CSU-Herkunft der meisten Gründungsmitglieder. Handlos und Voigt erhofften sich einen „Flächenbrand“, also massenhafte Übertritte von CSUlern. Dazu kam es allerdings nicht.
Ungefähr 1985 begannen die REP sich weiter nach rechts zu bewegen. Handlos und Voigt gerieten bald in ideologische Richtungskämpfe mit Schönhuber. Handlos warf diesem vor, die Partei auf einen strammen Rechtskurs trimmen zu wollen, um sie zu einer „national-sozialen Kaderpartei“ umzukrempeln. Schönhuber hielt dem entgegen, dass die Partei ein Profil benötige, das „eindeutig rechts von der Mitte“ sein müsse. Er plante, die Partei nach dem Vorbild der französischen Front national unter Jean-Marie Le Pen aufzubauen. Nachdem ein Gericht die Amtsenthebung Schönhubers und Voigts durch Handlos für rechtswidrig erklärt hatte, gewann Schönhuber den Machtkampf, vor allem durch sein rednerisches Talent und die Popularität als früherer Fernsehmoderator. Daraufhin verließ Handlos die Partei und gründete anschließend die Freiheitliche Volkspartei (FVP).
Schönhuber konzentrierte die Arbeit auf die anstehende Landtagswahl in Bayern und engagierte Harald Neubauer, der vorher Chefredakteur einer Zeitung Gerhard Freys war, als Generalsekretär, bayerischen Landesvorsitzenden und Chef der Parteizeitung. 1986 konnten die Republikaner bei der Landtagswahl in Bayern mit 3,0 Prozent der Stimmen einen Achtungserfolg erzielen. Franz Josef Strauß, zu diesem Zeitpunkt noch bayerischer Ministerpräsident, kommentierte kurze Zeit später den Wahlerfolg der REP folgendermaßen: „Rechts von der CSU darf es keine demokratisch legitimierte Partei geben!“ Damit war klar, dass die CSU die Republikaner nicht als Konkurrenz dulden und sie strikt ausgrenzen würde.
Den Wahlerfolg von Bayern konnten die REP bei den folgenden Wahlen in Bremen, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg mangels Mitgliedern und Ortsverbänden in diesen Bundesländern jedoch nicht wiederholen. In den Jahren 1986 bis 1989 kam es so zu diversen Abspaltungen. Umso überraschender kam der Erfolg bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 1989: Hier errangen sie, zum ersten Mal antretend, 7,5 Prozent der Stimmen. Dabei ist zu beachten, dass sich der NPD-Landesverband in Berlin nach einem Verbot durch die Alliierten kurz zuvor aufgelöst hatte. Dadurch waren die Republikaner bei diesen Wahlen die einzige bekannte Rechtspartei. In Fernsehspots für den Wahlkampf zeigten sie z.B. Bilder türkischer Migranten, unterlegt mit der Filmmusik aus Spiel mir das Lied vom Tod; dieser Fernsehspot löste größere Diskussionen und damit erhöhte Medienaufmerksamkeit aus.
Bei der Europawahl am 18. Juni 1989 errang die Partei 7,1 Prozent der Stimmen. Unter dem Motto „Europa ja – diese EG nein!“ zog sie mit sechs Abgeordneten, darunter auch Schönhuber, ins Europaparlament ein. Damit waren die Republikaner die erste Partei rechts von CDU und CSU seit 1953, die bei einer bundesweiten Wahl die Fünf-Prozent-Hürde überspringen konnte. Ihr deutlich bestes Ergebnis erzielten sie dabei in Bayern mit 14,6 Prozent aller Stimmen, während die CSU dort nur auf 45,4 Prozent kam, was vor allem für eine Wählerwanderung von CSU zu den REP spricht. REP Europawahlen Kopie.PNG
Durch diesen überraschenden Erfolg entbrannte innerhalb von CDU und CSU eine Diskussion um den Umgang mit den Republikanern. Insbesondere der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Carl-Ludwig Wagner stand in der Kritik, weil er zukünftige Koalitionen mit den REP nicht ausschließen wollte. Das Bundespräsidium der CDU beendete diese Diskussion am 4. Juli 1989, indem es Koalitionen mit den Republikanern generell ausschloss. Einige Beobachter und die Unionsparteien selbst halten diese Ausgrenzungsstrategie für einen wichtigen Grund, warum sich die REP niemals etablieren konnten.
Die Erfolge von 1989 brachten einen großen Mitgliederzuwachs. Sie zogen auch zahlreiche Rechtsextremisten an, worauf einige gemäßigte Parteimitglieder wieder austraten. Bald hatte die Partei bundesweit Landesverbände. Ihre Schwerpunkte bildeten Bayern, Baden-Württemberg und Berlin. Bei folgenden Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg konnte die Partei in einige Kommunalparlamente einziehen, zum Teil mit mehr als zehn Prozent der Stimmen. Die bald nach ihrem nun vielfältig präsenten Vorsitzenden so genannte Schönhuber-Partei wurde deutschlandweit Gesprächsthema. Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz begann im September 1989 mit der Beobachtung, es folgte zunächst nur das Hamburger Landesamt. Die anderen Verfassungsschutzbehörden prüften eine Beobachtung bis 1992 (s.u.).
Die Kombination aus relativ plötzlichem Erfolg, vielen unerfahrenen Parteimitgliedern und verstärkter öffentlicher und offizieller Beobachtung führte zu zahlreichen innerparteilichen Streitigkeiten. So fanden sich plötzlich unerfahrene Funktionäre der Partei als Mandatsträger in öffentlichen Ämtern wieder. Aussteigende Parteimitglieder berichteten von Fehlwirtschaft, Korruption und sogar Gewalttätigkeiten. So kam es – siehe auch oben – zum Zerfall verschiedener kommunaler Fraktionen und zur Absetzung der Landesvorstände in Berlin und Niedersachsen durch die Bundesführung. Aus der Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus traten mehrere Abgeordnete aus.
Die 1989er Wende in der DDR brachte den Republikanern keine Vorteile, obwohl sie die deutsche Einheit stets auf ihre Fahnen geschrieben hatten. Die Volkskammer verbot die Partei auf DDR-Gebiet und erteilte Schönhuber ein Einreiseverbot, so dass der Aufbau eines Parteiapparats in der DDR behindert wurde.
Die Landtagswahlen im Jahr 1990 verliefen enttäuschend für die Republikaner; sie konnten in kein einziges Parlament einziehen. Aufgrund dieser Misserfolge begann in der Partei eine Diskussion über eine mögliche Zusammenarbeit mit der DVU und der NPD, den beiden bedeutenden rechtsextremen Parteien in Deutschland.
Nach neuen Richtungsstreitigkeiten in der Parteiführung trat Schönhuber am 25. Mai 1990 vom Parteivorsitz zurück. Darüber hinaus beantragte der Parteivorstand seinen Parteiausschluss. Das Schiedsgericht der Partei wies diesen Antrag jedoch zurück. Die verbliebenen wichtigen Funktionäre waren sich zwar einig in der Ablehnung Schönhubers, sonst aber untereinander zerstritten. Die kommissarische Vorsitzende Johanna Grund bevorzugte den gemäßigten, inzwischen zurückgekehrten Parteigründer Voigt als neuen Vorsitzenden. Eine Gruppe um die ehemaligen NPD-Mitglieder Neubauer und Franz Glasauer wollte die Partei dagegen weiter nach rechts öffnen. Auf dem Bundesparteitag in Ruhstorf am 7. und 8. Juli 1990 trat schließlich nur Emil Schlee für die Gegner Schönhubers an. Schönhuber präsentierte sich als Garant für die Abgrenzung nach Rechtsaußen und wurde mit großer Mehrheit wieder zum Vorsitzenden gewählt. Allerdings verlor die Partei daraufhin etwa ein Drittel der damals rund 20.000 Mitglieder, darunter alle ihre Abgeordnete im Europäischen Parlament außer Schönhuber selbst. Ebenfalls auf diesem Parteitag wurde der Ruhstorfer Abgrenzungbeschluss (siehe oben) gefasst. REP Bund.png
Die erste gesamtdeutsche Bundestagswahl 1990 war gleichzeitig auch die erste, bei der die Republikaner antraten, jedoch über ein Ergebnis von 2,1% nicht hinauskamen. Der CDU unter Helmut Kohl gelang mit dem Versprechen schneller Wiedervereinigung ein Wahlsieg, obwohl die Republikaner seit längerem für sich in Anspruch nahmen, die Partei zu sein, die am energischsten für schnelle Wiedervereinigung eintrete.
1992 gelang den Republikanern überraschend mit 10,9 Prozent der Einzug in den Landtag von Baden-Württemberg. Sie wiesen gerne darauf hin, dass es sich bei ihren dortigen Landtagsabgeordneten um „unbescholtene Bürger ohne jede rechtsextremistische Vergangenheit“ handelte. Zur Tätigkeit der Landtagsfraktion siehe Abgeordnete im Landtag von Baden-Württemberg.
Am 15. Dezember 1992 beschlossen der Bundesinnenminister und die Innenminister der Länder einstimmig, die Republikaner von den entsprechenden Verfassungsschutzbehörden überwachen zu lassen; vorher hatten dies nur Nordrhein-Westfalen und Hamburg getan. Beobachter gewannen den Eindruck, dass dieser Beschluss weniger auf neuen Erkenntnissen als auf dem überraschenden Wahlerfolg in Baden-Württemberg gründete, also vor allem ein politisches Signal war. Die Beobachtung durch den Verfassungsschutz sollte, so die Vermutung, die Partei als rechtsextrem stigmatisieren und gemäßigte Wähler von der Wahl der Republikaner abschrecken. Sowohl das hohe Wahlergebnis der REP als auch der Beschluss der Innenminister sind auch in Zusammenhang mit damaligen rechtsextremen Gewalttaten (Hoyerswerda, Rostock, Mölln, Solingen) und der Änderung des Asylrechts 1993 gesehen worden.
1993 erreichte die Mitgliederzahl mit 23.000 ihren bisherigen Höchststand. In den frühen 1990er Jahren gewannen die REP prominente Neumitglieder, darunter den früheren CDU-Bundestagsabgeordneten Rudolf Krause, das Weiße Rose-Mitglied Hans Hirzel, den sie 1994 als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten nominierten, den langjährigen Würzburger Oberbürgermeister Klaus Zeitler (vorher SPD) und Udo Bösch, Offizier des Bundesnachrichtendienstes. Die beiden letztgenannten verließen die Partei bald wieder und kritisierten dabei Schönhubers autoritäre Führung sowie mangelnde Abgrenzung zum Rechtsextremismus.
Bei den darauffolgenden Wahlen, darunter auch der Europawahl 1994, scheiterten sie an der Fünf-Prozent-Hürde. Hinzu kam der Verlust von mehreren Millionen D-Mark staatlicher Beihilfen wegen nicht fristgerechter Antragstellung. Diese Misserfolge führten zu Unmut und starker parteiinterner Kritik an Schönhuber. Er reagierte darauf und traf sich am 21. August 1994 mit Gerhard Frey, dem Vorsitzenden der DVU. Beide vereinbarten, ihren Parteien eine Zusammenarbeit bei Wahlen zu empfehlen. Dies kritisierten besonders die Landesverbände der Republikaner in Bayern und Baden-Württemberg, da es der seit dem Ruhstorfer Beschluss von 1990 verfolgten Abgrenzungsstrategie widersprach. Daher beschloss der Bundesvorstand der Partei am 1. Oktober 1994, Schönhuber wegen parteischädigenden Verhaltens seines Amtes zu entheben. Dagegen klagte dieser jedoch erfolgreich.
1998 vereinbarte Schlierer mit Gerhard Frey erneut, wie vorher Schönhuber, bei Wahlen nicht unnötig zu konkurrieren. Dies hatte allerdings keinen erkennbaren Nutzen für die Republikaner, die bei allen Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen seither an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterten. Freilich traten auch bereits 1999 in Thüringen und 2001 in Hamburg wieder DVU und REP gegeneinander an; seither scheint es keine Wahlabsprachen zu geben. So verfehlten sie auch 2001 in Baden-Württemberg mit 4,4 Prozent der Stimmen die Fünf-Prozent-Grenze. Seitdem sind sie in keinem Landesparlament mehr vertreten. In der Folgezeit kam es dann zu Auseinandersetzungen, bei denen unter anderem der baden-württembergische Landesvorsitzende Christian Käs, der für einen radikaleren Kurs der Partei plädiert hatte und somit ein innerparteilicher Gegner von Schlierer war, aus der Partei ausschied.
Die Partei konnte bei den Kommunalwahlen 2004 ihre Mandatszahl vor allem in Rheinland-Pfalz deutlich steigern. Insbesondere eine von NPD und DVU seit 2004 verstärkt angestrebte Zusammenarbeit lehnte der Parteivorstand der Republikaner - vor allem auf Betreiben Schlierers - wiederholt ab. Dies führte und führt derzeit (2005) zu massiven Auseinandersetzungen innerhalb der Partei. In Dresden wirkten beispielsweise Mitglieder bis zu ihrem Ausschluss in einem Wahlbündnis mit DVU und NPD mit. Auch plante die Partei, bei der sächsischen Landtagswahl am 19. September 2004 anzutreten, jedoch zog die Landesvorsitzende Kerstin Lorenz die Bewerbung gegen den Willen der Bundespartei zurück, um der NPD keine Konkurrenz zu machen, die dann mit 9,2 Prozent in den dortigen Landtag einzog. Die Parteiführung strengte daraufhin ein Parteiauschlussverfahren gegen Lorenz an; noch vor Abschluss des Verfahrens trat sie aber selbst zur NPD über. Ferner veranstaltete der REP-Bezirksverband Südwürttemberg im September 2004 einen sogenannten „Bodenseetag“, an dem noch insgesamt 150 andere Personen teilnahmen, unter ihnen auch der ehemalige Bundesvorsitzende Schönhuber als Ehrengast. Während dieses „Bodenseetages“ wurde unter anderem die Abgrenzungspolitik des REP-Bundesvorstandes gegenüber NPD und DVU angegriffen.
Im November 2004 vereinbarte Schlierer mit den Vorsitzenden der rechtskonservativen Parteien DSU und DP eine Zusammenarbeit in Abgrenzung zu NPD und DVU. Dies scheiterte jedoch: die DP setzte ihren Vorsitzenden Heiner Kappel kurze Zeit später ab und strebt nun ein Bündnis mit der NPD an. Die DSU kooperiert dagegen seit 2005 mit der Partei Rechtsstaatlicher Offensive. Die REP haben derzeit keinen engeren Kooperationspartner. Der Hamburger Landesvorstand der REP löste sich Anfang 2005 auf und trat anschließend geschlossen zur NPD über.
Hauptsächlich aufgrund solcher internen Differenzen befindet sich die Partei zur Zeit in einem deutlichen Abwärtstrend, die Mitgliederzahl sank von 15.000 im Jahre 1998 auf 6.500 im Jahre 2006. Rep plakat.JPG Die Republikaner gehörten zu den Parteien, die anlässlich der vorgezogenen Neuwahl 2005 Klage beim BVerfG erhoben haben. Sie sahen sich durch die verkürzten Fristen zur Unterschriftensammlung in ihrer Chancengleichheit verletzt. Wie nach der Ablehnung entsprechender Klagen der ödp und der Familien-Partei am 23. August 2005 erwartet, wurde die Klage der Republikaner am 13. September 2005 abgewiesen (2 BvE 6/05).
Zur Bundestagswahl 2005 hatten die Republikaner in Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg keine Wahlvorschläge (Landeslisten) eingereicht. In Niedersachsen, im Saarland und in Bremen hatten die Landeslisten nicht die jeweils erforderliche Zahl von Unterstützungsunterschriften erreicht und waren daher nicht zur Wahl zugelassen, so dass die Republikaner zur Wahl nur in neun Ländern antraten. In Hessen hatten die Republikaner erfolgreich eine Landesliste eingereicht, daneben kandidierte ein REP-Mitglied auf der Landesliste der NPD. Bei der Wahl hielten die Republikaner dann mit 0,6 Prozent ihr Ergebnis von 2002 und nahmen damit die 0,5%-Hürde zur staatlichen Parteienfinanzierung (früher Wahlkampfkostenerstattung). Andererseits lagen sie zum ersten Mal, und zwar recht deutlich, hinter der NPD.
- bgcolor="#CFCFCF" | BW | BY | BE | BR | HB | HH | HE | MV | NI | NW | RP | SL | SN | ST | SH | TH |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1986 | 3,0% | n.a. | n.a. | |||||||||||||
| 1987 | 1,2% | n.a. | n.a. | n.a. | n.a. | |||||||||||
| 1988 | 1,0% | 0,6% | ||||||||||||||
| 1989 | 7,5% | |||||||||||||||
| 1990 | 4,9% | 3,1% | 1,1% | 0,9% | 1,5% | 1,8% | 3,4% | n.a. | 0,6% | 0,8% | ||||||
| 1991 | 1,5% | 1,2% | 1,7% | 2,0% | ||||||||||||
| 1992 | 10,9% | 1,2% | ||||||||||||||
| 1993 | 4,8% | |||||||||||||||
| 1994 | 3,9% | 1,1% | 1,0% | 3,7% | 1,4% | 1,3% | 1,4% | 1,3% | ||||||||
| 1995 | 2,7% | 0,3% | 2,0% | 0,8% | ||||||||||||
| 1996 | 9,1% | 3,5% | n.a. | |||||||||||||
| 1997 | 1,8% | |||||||||||||||
| 1998 | 3,6% | 0,5% | 2,8% | 0,7% | ||||||||||||
| 1999 | 2,7% | n.a. | n.a. | 2,7% | 1,3% | 1,5% | 0,8% | |||||||||
| 2000 | 1,1% | n.a. | ||||||||||||||
| 2001 | 4,4% | 1,3% | 0,1% | 2,4% | ||||||||||||
| 2002 | 0,3% | n.a. | ||||||||||||||
| 2003 | 2,2% | n.a. | 1,3% | 0,4% | ||||||||||||
| 2004 | n.a. | n.a. | n.a. | 2,0% | ||||||||||||
| 2005 | 0,8% | n.a. | ||||||||||||||
| 2006 | 2,5% | 1,7% | 0,5% |
n.a. - nicht angetreten
Deutsche Partei | Nationalistische Partei
Republicans (Germany) | Die Republikaner | Republikanerne (Tyskland) | Republikanerna (Tyskland)
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