Die Presse ist eine überregionale, bürgerlich-liberale österreichische Tageszeitung, die zur Styria Medien AG gehört.
Erst 1851 gelang Zang aufgrund persönlicher Beziehungen die behördliche Genehmigung zur Wiedererstehung der "Presse", die ab dem 25. September wieder in Wien erschien. Im Jahr 1864 kam es zum Zerwürfnis Zangs mit der Redaktion, die nahezu geschlossen austrat und die "Neue Freie Presse" gründete. Zang gelang es zwar, ein neues Redaktionsteam (u.a. Eduard Warrens) zusammenzustellen, doch verlor die alte "Presse" gegenüber der "Neuen Freien Presse" schon bald an Bedeutung und wurde 1867 von Zang an die Regierung verkauft. Diese führte die "Presse" fortan unter der Leitung eines besonderen Konsortiums halbamtlich weiter, bis sie 1896 endgültig eingestellt wurde.
1872 trat Moritz Benedikt in die Redaktion ein und wurde 1908 alleiniger Herausgeber der „NFP“; sein Einfluss auf die österreichische Politik war enorm. Die Zeitung hatte zeitweise mehr als 500 festangestellte Journalisten. Ihre bis dahin höchste Druckauflage (90.000 Exemplare) erreichte die Zeitung im Jahr 1920. Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen am 12. März 1938 und dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich verschmolz die Zeitung gemeinsam mit dem populären „Neuen Wiener Journal“ zur Tageszeitung „Neues Wiener Tagblatt“.
Dennoch erschien am 26. Jänner 1946 die erste Ausgabe. Aufgrund der damaligen Papierknappheit wurde die Zeitung vorerst wöchentlich (jeden Donnerstag) herausgebracht. Seit dem 19. Oktober 1948 erscheint die Zeitung täglich, was zuerst einen massiven Auflage- und Abonnenten-Rückgang mit sich brachte und die Presse in eine schwere finanzielle Krise stürzte. Fritz Molden, der Sohn des Herausgebers Ernst Molden, schaffte es 1950 einen Kredit über zwei Millionen Schilling in New York zu lukrieren, und damit die Zeitung zu retten. 1952 übernahm er als Verlagsdirektor 50% der Zeitungsanteile, 1953, nach dem Tod von Ernst Molden, übernahm er die Chefredaktion.
Im so genannten Wiener Zeitungskrieg 1958 nahm die Presse unter Fritz Molden eine Schlüsselrolle ein.
1963 erfolgte die Umstellung auf das internationale Großformat. 1965 erwarb zwar die Bundeswirtschaftskammer einen Großteil der Zeitung. Der damalige Chefredakteur Otto Schulmeister hielt die Zeitung aber erfolgreich unabhängig.
1973 wurde die Presse zusammen mit der Washington Post zur "Zeitung des Jahres" gewählt. 1985 führte die Zeitung als erste in Europa im Ganzseitenumbruch die Datenfernübertragung zur Druckerei ein. Eine Formatänderung erfolgte 1993 vom Rheinischen auf das Berliner Format.
In den 1990ern wurde die Eigentümerstruktur verändert. 1991 wurde die Styria Medien AG, die selbst im Wesentlichen (über 98%) der K.M.V. Privatstiftung gehört, mit 51% Mehrheitseignerin, im Dezember 1999 wurden vom "Verein zur Förderung der freien bürgerlichen Presse in Österreich" auch die restlichen Anteile gekauft.
Die Zeitung ist in die Ressorts Innenpolitik, Außenpolitik, Wien/Chronik, Sport und Feuilleton aufgeteilt. Freitags erscheint das "Schaufenster". Samstags erscheinen zusätzlich die Ressorts Karriere, Immobilien und die Wochenendbeilage Spectrum.
Die Presse ist Genossenschafter der Austria Presse Agentur.
Laut Österreichischer Media-Analyse hatte die Zeitung im Jahr 2005 durchschnittlich 325.000 Leser, und rangiert damit hinter Kronen Zeitung, Kleinen Zeitung, Kurier und Standard auf Platz 5 der überregionalen Tageszeitungen. Die größten Reichweiten hat die Presse demnach bei den 50-59jährigen, sowie bei Lesern mit Hochschulabschluss und einem Haushaltseinkommen von mehr als 3.000 Euro monatlich.
In den Auflagenzahlen der Österreichischen Auflagenkontrolle erreicht die Presse mit einer verbreiteten Auflage von 101.703 Exemplaren im Jahr 2004 den dritten Platz vor dem Standard.
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