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Die Feuerzangenbowle ist der Titel eines Romans von Heinrich Spoerl aus dem Jahr 1933, der von dem Satiriker, Drehbuch- und Kabarett-Autor Hans Reimann zusammen mit Spoerl verfasst worden ist. Spoerl bzw. Reimann, von dem in erster Linie ein wesentlicher Teil der pointierten Dialoge stammen soll, haben Ideen aus der Humoreske "Der Besuch im Karzer" von Ernst Eckstein (veröffentlicht 1875) übernommen, insbesondere die Aussprache in Dialogen der Romanfigur Professor Crey. Spoerl verarbeitet in dem Roman eigene Erinnerungen an seine Schulzeit in der Schule am Fürstenwall in Düsseldorf-Bilk.- Der Roman wurde mehrfach verfilmt, wobei die Filmfassung von 1944 die bekannteste ist.

Inhalt


Der Titel rührt daher, dass zu Beginn von Roman und Film eine Herrenrunde bei einer Feuerzangenbowle Geschichten aus ihrer Schulzeit erzählt. Der junge erfolgreiche Schriftsteller Johannes Pfeiffer beneidet seine Freunde um den Spaß, den sie in der Schule hatten, denn er ist von einem Hauslehrer erzogen worden. Er beschließt, sich als Schüler zu verkleiden, um für ein paar Wochen eine „richtige“ Schule zu besuchen. Dort spielt Pfeiffer seinen Lehrern Crey, genannt Schnauz, Bömmel und dem Direktor Knauer die verrücktesten Streiche. Seine Freundin Marion versucht, ihn zur Vernunft zu bringen. Erst will er mit ihr zurückgehen, beschließt dann aber doch, dort zu bleiben. Er verliebt sich in Eva, die Tochter des Direktors. Schließlich provoziert er seinen Hinauswurf und gibt sich den Lehrern und Schülern zu erkennen.

Der legendäre Heinz-Rühmann-Film zeigt eine bei der Ufa in Babelsberg nachgebaute Schule, die zwei Schulen in Berlin nachempfunden sein soll. Das Rheingau-Gymnasium in Friedenau/Schöneberg und das Goethe-Gymnasium im noblen Berlin-Wilmersdorf sollen Pate für die berümte Filmschule gestanden haben. Langezeit wurde gerätselt, in welcher Berliner Schule denn der Film gedreht wurde. Heinz Rühmann selbst gab Aufschluß, daß sie in der Ufa-Stadt Babelsberg aufgebaut wurde nach einem für Berlins Schulen typischen Architektur-Stil.

Verfilmungen


So ein Flegel, 1934

Das Drehbuch fußt auf dem Roman; im Gegensatz zur späteren Verfilmung von 1944 variiert Reimanns Drehbuch jedoch den Roman stark: Rühmann stellt in diesem Film die Brüder Pfeiffer dar, die ihre Rollen tauschen: Der Theaterautor geht auf die Schule seines Bruders, während der jüngere Bruder an der Premiere des neuen Stückes im Theater mitwirkt. Im Finale des Filmes stehen sie gemeinsam am Premierenabend im Theater auf der Bühne.

Die Feuerzangenbowle, 1944

Die bekannteste Verfilmung "Die Feuerzangenbowle" wurde 1944 mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle realisiert.

Die Feuerzangenbowle, 1970

Der Film wurde in der Machart der "Pennäler"-Filme aus den 1970ern aufgezogen, woran auch die Mitarbeit Käutners wenig ändern konnte. Der Humor hat wenig mit dem der beiden Vorgänger zu tun.

Veröffentlichungen


  • Die Feuerzangenbowle, Fischer Taschenbuchverlag, ISBN 3492235107
  • Hörbuch: Die Feuerzangenbowle, gelesen von Götz Alsmann, Indigo, Hamburg 2003

Theater und Musical


Im Jahr 2004 hatten eine Theaterinszenierung der Feuerzangenbowle in Düsseldorf-Bilk sowie eine Musicalversion in Neu-Isenburg Premiere.

Weblinks


Literarisches Werk | Literatur (20. Jh.) | Literatur (Deutsch) | Kinder- und Jugendbuch

 

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