Die Brandmauer (Originaltitel: Brandvägg) ist der 8. Wallander Roman, geschrieben von Henning Mankell. Er erschien 1998.
Tynnes Falk, welcher ein total geplantes Leben führt, wird tot vor einem Bankautomat aufgefunden. Die Obduktion ergibt einen natürlichen Tod. Parallel dazu werden zwei jungendliche Mädchen, Eva Persson und Sonja Hökberg, wegen Raubüberfall und Mordes verhaftet. Kommissar Kurt Wallander muss sich mit den eiskalten Mädchen auseinander setzen. Durch die Nachlässigkeit eines Polizisten kann Sonja Hökberg jedoch fliehen. Das merkwürdige: Sie wird einige Stunden später in einem Umspannwerk in der Nähe von Ystad ermordet aufgefunden. Wallander und seine Ermittlergruppe müssen nun den Mörder des Mädchens suchen. Parallel dazu wirft der ältere Mann ein merkwürdiges Licht auf die Ermittlung. Als Wallander um ein Haar in der Wohnung von Tynnes Falk erschossen wird, gerät der Fall "Tynnes Falk" ins Fadenkreuz der Ermittler. Das Bizarre an diesem Fall ist, dass Tynnes Falks Leiche aus dem Leichenschauhaus einfach verschwindet und Tage später auf einer Straße wieder gefunden wird, allerdings ohne die Fingerkuppen des linken Zeigefinges und des rechten Mittelfingers.
Während Martinsson, ein langjähriger Kollege von Wallander, mit Hilfe eines jungen, klugen Hackers in den Computer des verstorbenen Mannes einbricht, muss Wallander den Mörder von Sonja Hökberg finden. Als der ehemalige Freund von Sonja Hökberg auch noch ermordet auf einer Fähre gefunden wird, gerät die Ermittlung außer Kontrolle. Außerdem wird durch die Ermittlung klar, dass der Tod von Tynnes Falk und die Ermordungen zusammenhängen. Der Hacker Robert Modin entdeckt den komplizierten Code in Falks Computer, welcher die Welt ins totale Chaos stürzen soll. Wallander muss handeln und schneller arbeiten. Er riskiert dabei sein Leben.
Henning Mankell beschreibt mit diesem Buch die Arroganz der Menschheit, welche immer weiter zunimmt durch ihre technischen Entwicklungen. Er beschreibt weiterhin, dass vor allem die Länder der dritten Welt, welches eine der Lieblingsthemen des Autors darstellt, durch die Globalisierung und Privatisierung nur Nachteile haben und dann Idealisten auf den Plan rufen, die mit jeglichen Mitteln versuchen die Umstände zu verändern.
Beeindruckend ist auch wieder die Hauptfigur Kurt Wallander. Er schafft es das Verbrechen gerade noch rechtzeitig aufzudecken und das schlimmste zu verhindern. Obwohl Kurt Wallander eigentlich auch eine Art Idealist ist, welcher im Dienste der Schwedischen Polizei steht, schützt er die bekannte Weltordnung, weil es sonst noch chaotischer in der Welt aussehen würde. Doch Wallander fragt sich auch ständig(und zwar in allen Romanen) warum solche Verbrechen geschehen. Er schließt immer mit der selben Begründung, dass seit dem Ende des kalten Krieges und dem Beginn der Globalisierung die Menschen von ihrer Freiheit korrumpiert werden. Die große Frage des Buches ist, ob uns die Vernetzung durch Computer und die Globalisierung schwächt. Die Antwort muss ja lauten. Henning Mankell beschreibt das mit diesem Buch und gibt dem Leser gute Denkanstöße, den Gedanken zu Ende zu denken.
Literarisches Werk | Kriminalliteratur | Literatur (Schwedisch) | Literatur (20. Jh.)
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"Die Brandmauer".
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