Dick Cheney.jpg Richard Bruce „Dick“ Cheney (* 30. Januar 1941 in Lincoln, Nebraska, USA) ist ein amerikanischer Politiker und seit 2001 Vizepräsident der Vereinigten Staaten unter George W. Bush.
Cheney konnte aufgrund eines akademischen Stipendiums 1959 an der Universität Yale studieren, brach jedoch nach drei Semestern aufgrund von schlechten Noten wieder ab. 1962 wurde er zweimal wegen Trunkenheit im Verkehr verhaftet, verurteilt und arrestiert. In einem Interview mit dem New Yorker vom 7. Mai 1991 sagte er dazu: (the arrests made him) "think about where I was and where I was headed. I was headed down a bad road, if I continued on that course." Danach begann er sich wieder Studien zu widmen, so immatrikulierte er 1963 am Casper Community College und wechselte dann zur Universität Wyoming, wo er 1965 mit Bachelor und 1966 mit einem Master in Politikwissenschaften abschloss. Er begann daraufhin an der Universität von Wisconsin-Madison als angehender Doktorand, wobei er trotz sehr guter Noten abbrach, um sich der Politik zu widmen: ein Ein-Jahres-Stipendium für die Arbeit im Büro des Abgeordneten William Steiger machte es möglich. Cheney hat heute zwei erwachsene Töchter, Mary und Elizabeth, sowie vier Enkel.
Er war auch gegen Resolutionen gegen Südafrika oder Kuba ("They almost never work"). Später sollte er die Resolutionen gegen den Irak unterstützen.
1986 stimmte er gegen eine Resolution zur Freilassung von Nelson Mandela und wurde dafür besonders im Wahlkampf 2000 kritisiert.
Auch war er in dieser Zeit ein energischer Verfechter des staatlichen Erdöl- und Kohlehandels. Ein staatliches Gebäude in Casper, zuständig für Erdöl und Kohle, wurde nach ihm "Dick Cheney Federal Building" getauft.
Cheney stand während seiner Vizepräsidentschaft der National Energy Policy Development Group (NEPDG) vor, wo auch einige leitende Enron-Mitarbeiter trotz des laufenden Enron-Skandals beschäftigt waren. Im Juli 2003 zwang das höchste US-amerikanische Gericht, das Supreme Court, die NEPDG, ihre gesamten Dokumente zu veröffentlichen. Es enthält Karten von Ölfeldern in Saudi Arabien, dem Irak und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie einige Kapitel über Themen wie Energieeffizienz, Energiesicherheit oder Umweltschutz. Auch wurde bekannt, dass die NEPDG Saddam Hussein Zugeständnisse zur Förderung seines Öls gemacht hatte.
Nachdem Cheney als Vizepräsidentschaftskandidat aufgestellt wurde, trat er am 25. Juli als CEO von Halliburton zurück, verkaufte einen großen Teil seiner Anteile und legte den Rest in einem Treuhandfonds an. Noch im Juli 2004 erhielt er aber Abfindungszahlungen von Halliburton. Da Halliburton für den Wiederaufbau im Irak hoch dotierte Aufträge der US-Regierung bekam, sehen Kritiker hier einen Interessenskonflikt. Da der Konzern unter Führung Cheneys Geschäfte mit Diktaturen wie dem Irak, Afghanistan und Myanmar machte, kam Cheney dafür in nicht unerheblichem Maße in die Kritik.
Im Gegensatz zu Bush gilt Cheney in der Frage einer gleichgeschlechtlichen Ehe als aufgeschlossen. Dies führt er darauf zurück, dass seine Tochter sich selbst als lesbisch bezeichnet. Jedoch ist er, genau wie Bush, vehementer Abtreibungsgegner.
| Vorgänger: Frank C. Carlucci | Liste der US-Verteidigungsminister | Nachfolger: Les Aspin |
Mann | US-Amerikaner | Verteidigungsminister (USA) | Vizepräsident der Vereinigten Staaten | Stabschef des Weißen Hauses | Geboren 1941
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