Ein Projektor (lat. proicere „vorwärtswerfen, hinwerfen“) ist ein optisches Gerät, das ein vergrößertes Bild eines Gegenstandes auf einer Projektionsfläche erzeugt. Praktische Anwendungsfälle sind z.B. die Visualisierung von Bildern, Grafiken oder Daten in Präsentationen, die Demonstration von Computerprogrammen, Ersatz für eine Tafel, Filmvorführungen. Spezielle technische Anwendungen finden sich in der optischen 3-D-Messtechnik z.B. in der Streifenprojektion oder beim Lichtschnittverfahren.
Technik
Es gibt im Wesentlichen die drei im Folgenden vorgestellten Projektorarten. Alle drei enthalten als wesentliche optische Elemente ein sehr helles
Leuchtmittel und ein
Projektionsobjektiv, mit deren Hilfe auf einer in geeigneter Entfernung stehenden
Projektionswand ein vergrößertes Abbild des Mediums erzeugt wird. Zum Teil sind die Bilder verzerrt.
Durchlichtprojektor
Durchlichtprojektoren sind beispielsweise der Diaprojektor oder der
Tageslichtprojektor. Durchlichtprojektoren durchstrahlen ein Medium, wie ein
Diapositiv oder eine bedruckte oder beschriebene Kunststofffolie. Analoge
Filmprojektoren oder Lesegeräte zum Lesen von
Mikrofilmen haben dieselbe Funktionsweise. Sind besonders lichtstarke schwarz-weiße Projektionen gefragt, verwendet man anstelle eines Diafilms auf Glas aufgebrachte Metallmasken.
Auflichtprojektor
Der Beleuchtungsprojektor wird auch als
Episkop bezeichnet. Ein intransparentes Medium wie z.B. eine Buchseite wird beleuchtet und das
zurückgestreute Licht an die Wand projiziert.
Reflektionsprojektor
Eine sehr junge Technik, die häufig in
Videoprojektoren eingesetzt wird, nutzt die
Reflexion eines Lichtstrahls an kleinen beweglichen
Spiegeln zur Projektion von Bildern und Filmen. Die Spiegel befinden sich auf einem
Mikrochip und werden einzeln über einen Digitalrechner angesteuert. Jeder Spiegel hat zwei Positionen. In der einen reflektiert er das Licht zur Abbildungsoptik, so dass der Punkt in der Projektion hell erscheint. In der anderen reflektiert er das Licht an der Optik vorbei und der Punkt erscheint somit im Bild dunkel. Eine Ausführung dieser Technologie wird als
Digital Mirror Device (DMD) bezeichnet. Mit dieser Technik können nicht nur Standbilder sondern auch
Videos oder die Bildschirmausgabe eines Computers projiziert werden.
Geschichte
Man konnte
Fotos von Anfang an entwickeln und anschauen. Dieses genügte vielen Menschen jedoch schon bald nicht mehr und so entwickelten sie Techniken um die
Bilder zu vergrößern und sie mehr Publikum zu zeigen. Der erste Projektor, von dem wir heute wissen ist die
Laterna magica. Die Laterna magica wurde in verschiedenen Ausführungen gebaut. Mit einer dieser Ausführungen konnte man zwischen zwei Bildern einen weichen Übergang erzeugen, indem man die Projektionslampe langsam nach oben und unten schob. Bald erfanden die
Brüder Lumière einen der ersten Filmprojektoren überhaupt. Er war mit einer besonderen Technik ausgestattet, die dafür sorgte, dass der Film vor der Lampe kurz stehen bleibt: Der Film wird von einem Dreieck mit abgerundeten Ecken transportiert.
Die Beamer der neuesten Generation sind nur noch knapp so groß wie ein Taschenbuch und projizieren die Bilder mit LEDs auf eine Leinwand.
Siehe auch
Bibliografie
- Tümmel, Herbert (1986): Deutsche Laufbildprojektoren für 35- und 70-mm-Film: ein Katalog. Hrsg: Stiftung Deutsche Kinemathek, Berlin, vergriffen
Weblinks
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