Diapositive.jpg | Diabetrachter.jpg Ein Diapositiv (Dia) ist ein Bild auf einem fotografischen Film oder auf Glas, dessen Farben oder Grauwerte direkt in ihren natürlichen Abstufungen sichtbar sind, und nicht wie in den umgekehrten Abstufungen auf einem Negativ.
Bei der herkömmlichen Fotografie verwendet man meist einen Umkehrfilm, dessen Chemie und Entwicklungsprozess direkt ein Diapositiv hervorbringt.
Ein Kinofilm wird normalerweise auf Negativfilm belichtet, das Diapositiv für die Projektion im Kino wird im Kopierwerk durch Kontaktkopie des Negativs auf einen weiteren Negativfilm und anschließendes Entwickeln hergestellt.
Da Dias exakt dem Aufnahmeformat entsprechen, zum Beispiel beim Kleinbild 24x36 mm (1,7" Diagonale), ist zum Betrachten stets ein Hilfsmittel erforderlich.
Es gibt Diabetrachter, bei denen das Dia durch eine Lupe betrachtet wird. Hierbei wird meist das Umgebungslicht zur Beleuchtung verwendet. In solchen Betrachtern können meist sowohl gerahmte Dias als auch ungeschnittene Filmstreifen betrachtet werden. Diabetrachter gibt es auch in Versionen als Stereodiabetrachter.
Außerdem ermöglichen Diaprojektoren Dias, also die von dem Filmstreifen einzeln geschnittenen Bilder, auf eine Leinwand oder Mattscheibe zu projizieren. Damit das Stück Film in das Gerät eingebracht werden kann, muss es in der Regel in einem Diarahmen eingebettet sein.
Der große Vorteil des Diafilms ist die Farbechtheit, die unter Umständen auch Jahrzehnte erhalten bleibt. Während beim Anfertigen von Abzügen des Negativfilms die Farbgebung abhängig von der Kompatibilität des Negativfilms und des Fotopapiers und insbesondere auch von der Farbe des Lichts zur Belichtung variiert, erhält man bei projizierten Diapositiven idealerweise immer die originale Farbe. Erschwerend kommt bei Bildern vom Negativ hinzu, dass die Entwicklungszentren Computeralgorithmen anwenden, um z.B. den Himmel in einem besonders schönen Blau erscheinen zu lassen oder um allgemein die Brillianz zu erhöhen, um den Verbraucher glauben zu machen, dass es sich um besonders hochwertige Abzüge handele, wobei erst auf den zweiten Blick klar wird, dass dabei die Natürlichkeit der Farben insgesamt darunter leidet. Dasselbe Problem tritt leider auch bei Abzügen vom Diapositiv auf. Aus analogen Gründen ist das Dia auch dem auf dem Rechner betrachteten digitalen Bild bzw. dessen Abzug oder Ausdruck hinsichtlich der Originaltreue der Farben überlegen.
Nachteilig bei Dias ist die Tatsache, dass es sich in aller Regel um Unikate handelt, die einem vergleichsweise hohen Beschädigungsrisiko ausgesetzt sind, insbesondere durch Staub, Fingerabdrücke, Kratzer, Licht und Feuchtigkeit. Da die Diapositive eine Gelatineschicht haben, sind sie, wie alle anderen Fotomaterialien, auch gegen Pilze und Bakterien anfällig. So können sich im Verlaufe von Jahren Löcher bilden, das Dia wird zerstört. Es besteht natürlich stets die Möglichkeit, auch Diapositive zu digitalisieren, wobei jedoch zumindest mit Amateurmitteln bisher weder die volle Auflösung noch der Kontrastumfang eines Dias erreicht wird.
Siehe auch: Diafilm, Chromogener Film
Transparency (photography) | Diapozitivo | Film inversible couleur | Diapozitív | Diapositiva | Dia | Diapozytyw | 幻燈片
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"Diapositiv".
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