Eine Diakonisse ist eine Frau, die in einer evangelischen verbindlichen Lebens-, Glaubens- und Dienstgemeinschaft lebt.
Diakonissen verpflichten sich zu einfachem Lebensstil, Ehelosigkeit und Gehorsam. Sie tragen eine Tracht, die gewöhnlich aus einem dunkelblauen oder schwarzen Kleid, einer ebensolchen Schürze und einer weißen Haube oder einem weißen Schleier besteht.
Theodor Fliedner führte nach Kontakten mit den niederländischen Mennoniten und Florence Nightingale 1837 das Diakonissenamt ein. Der Grundsatz der lebenslänglichen Bindung wird neuerdings vereinzelt durchbrochen. "Für ein Taschengeld" sind sie vielfältig in den diakonischen Aufgaben der Kirche tätig: in Gemeinden, Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, Kindergärten, Horten und Kinderheimen, in der offenen Jugendarbeit, in Ausbildungsstätten und anderen diakonischen Bereichen.
Diakonissen werden von Mutterhäusern entsandt, denen sie in der Regel ihr ganzes Leben verbunden bleiben. In den Stammhäusern wird auch die gegenseitige Krankenpflege im Bedarfsfall sicher gestellt.
Evangelische Lebensgemeinschaft
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