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In der Alten Kirche war Diakonin ein von Frauen ausgeübtes geistliches Amt. Eine Diakonin entsprach im geistlichen Rang einem Diakon und hatte, vom Altardienst abgesehen, ähnliche Aufgaben. In der evangelischen Kirche gibt es heute neben den männlichen Diakonen auch weibliche Diakoninnen; beide Geschlechter sind hier gleich gestellt.

Geschichte


Bereits in der Bibel wird eine Frauen erwähnt, die das Amt eines Diakons ausübt: Phoibe (Phöbe), die Diakonin von Kenchreai, die den Römern den Brief des Paulus überbringt (Röm 16,1). Außerbiblisch erwähnt Plinius um 112 zwei weibliche Diakone. Sowohl Clemens von Alexandria als auch Origenes interpretieren Paulus so, dass es männliche und weibliche Diakone gegeben habe.

Die apostolische Didache sagt:

„Deshalb, o Bischof, sollst du um dich Arbeiter der Gerechtigkeit berufen, die dir lebenslange Helfer sind. Unter allen Leuten sollst du die, die dir gut erscheinen als Diakone wählen und berufen, einen Mann um viele nötige Dinge zu tun und eine Frau für den Dienst an den Frauen. Denn es gibt Häuser, wohin du den Diakon nicht zu Frauen senden kannst wegen der Heiden, sondern du sollst die Diakonin senden. Denn es ist auch in vielen andern Dingen das Amt einer Frau erforderlich.“

Im vierten, fünften und sechsten Jahrhundert werden Diakoninnen von allen führenden Kirchenvätern des Ostens erwähnt, und in den Kirchenannalen werden zahlreiche Diakoninnen namentlich erwähnt. Das weibliche Diakonat galt als ehrenvolles Amt, dem zahlreiche begabte Frauen von hohem Rang angehörten. In der Hagia Sophia gab es unter Justinian I. vierzig Diakoninnen, kleinere Gemeinden hatten bis zu sechs Diakoninnen.

In der byzantinischen Kirche gab es bis zum 12. Jahrhundert Diakoninnen, in der Westkirche, wo sie allgemein weniger vertreten waren, bis zum 8. Jahrhundert.

Ordination


Diakoninnen wurden formell ordiniert und sowohl im kirchlichen als auch im zivilen Recht ebenso wie Diakone zur Geistlichkeit und nicht zu den Laien gezählt.

In der Apostolischen Konstitution werden Diakoninnen nach den Diakonen und vor den Subdiakonen erwähnt. Diakoninnen wurden ordiniert, indem ihnen der Bischof in Gegenwart der Priester und Diakone und Diakoninnen die Hände auflegt. Die Worte des Ordinations-Rituals waren gleich für Diakone und Diakoninnen.

Die ökumenischen Konzilien von Nicea (325) , Chalcedon (451) und Trullo (692) erwähnen die Ordination von Diakoninnen.

Aufgaben


Als Aufgaben der Diakoninnen in der alten Kirche werden aufgezählt:

  • Beistand bei der Taufe erwachsener Frauen: "Es ist erforderlich, dass die, die in das Taufbecken hinein gehen von einer Diakonin mit dem Salböl gesalbt werden." Der Hintergrund ist hier die nackte Ganzkörpersalbung vor der Taufe.
  • Instruktion der neugetauften Frauen: "Wenn die Getaufte aus dem Wasser kommt, soll die Diakonin sie empfangen und sie lehren wie das Siegel der Taufe in Keuschheit und Heiligkeit ungebrochen bleibt.
  • Das Überbringen von Botschaften des Bischofs an Frauen
  • Bei Gesprächen des Bischofs mit Frauen anwesend sein
  • Kranke und Arme betreuen
  • Märtyrer im Gefängnis betreuen
  • Aufsicht über den Fraueneingang in der Kirche, Überprüfen der Empfehlungsbriefe von Fremden, Platzzuweisung
  • Aufsicht über Witwen und Waisen
  • Die Eucharistie zu kranken Frauen bringen

Zusammengefasst kann man sagen, dass die Diakoninnen für alles zuständig waren, wofür ein Mann schicklicherweise nicht zuständig sein konnte.

Diakoninnen heute


Die Diakoninen in der Landeskirche werden heute nicht mehr ordiniert, sondern viel mehr in den Dienst "eingesegnet", was sich in der Wortbedeutung an sich entspricht, kirchenrechtlich aber mit weniger Rechten verbunden ist.

Bekannte Diakoninnen


Diakoninnen waren beispielsweise

Christlicher Geistlicher

 

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