Als Diabas bezeichnet man im deutschen Sprachgebrauch geologische alte, meist variszische, anchimetamorphe, vergrünte Ganggesteine ursprünglich tholeiit-basaltischer Zusammensetzung. Steinbruch-Doertendorf-2003.jpg bei Dörtendorf]] Das Vergrünen durch Anchimetamorphose (Vorstufe zur Metamorphose) geht auf die Bildung von Chlorit aus Augit, Epidotbildung in den Feldspäten und sekundäre Hornblendenbildung aus den Augiten zurück. Aus Plagioklas bildet sich außerdem Calcit.
Diabase sind dicht bis mittelkörnig. Durch Feldspateinsprenglinge erhält das Gestein bisweilen ein porphyrisches Gefüge. Grobkörnige Varietäten haben häufig ein charakteristisches Gefüge aus sperrig angeordneten Feldspatleisten, das als ophitisches oder intersertales Gefüge bezeichnet wird. Diabastuffe, die häufig schiefrig entwickelt sind, bilden den Hauptteil der „Schalsteine“ des Devons der deutschen Mittelgebirge. In der älteren Literatur wird der Begriff „Grünstein“ häufig als Bezeichnung für Diabase verwendet. Diabase und Melaphyre werden zusammengefasst als Paläobasalte bezeichnet. Im Volksmund wird Diabas auch gern als Grünstein bezeichnet.