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Die Diözese Lavant-Marburg war eine österreichische Diözese, die ursprünglich das Gebiet um St. Andrä im Lavanttal (Kärnten) umfasste. 1859 wurde der Bischofssitz nach Marburg an der Drau (Slowenien) verlegt.

Geschichte


Das Bistum wurde im Jahre 1228 vom Erzbischof der Erzdiözese Salzburg, Eberhard II., in St. Andrä im Lavanttal errichtet. Bis 1923 wurden die Bischöfe dieser Diözese vom Salzburger Erzbischof ernannt und geweiht, die ab 1446 ständig den Reichsfürstentitel Fürstbischof führten.

Zum Bistum gehörten ursprünglich nur 7 Pfarren. Unter Kaiser Josef II. kamen 1786/1789 die Pfarren um Völkermarkt (Kärnten) und um Cilli (damals Untersteiermark, jetzt Celje in Slowenien) dazu. Die Pfarren nördlich der Drau mussten hingegen an die Diözese Graz-Seckau abgetreten werden.

Um das langgestreckte Diözesangebiet besser verwalten zu können, wurden 1859 die Kärntner Pfarren an die Diözese Gurk-Klagenfurt abgetreten, dafür kam der Kreis um Marburg zu Diözesangebiet. Marburg wurde der neuen Bischofssitz. Ab 1. Mai 1924 gehört die Diözese nicht mehr zur Kirchenprovinz Salzburg.

Am 5. März 1962 wurde der Name der Diözese von Lavantin(us) auf Mariboren(sis) geändert und am 22. November 1968 der Erzdiözese Ljubljana (Laibach) als Suffragan unterstellt. Am 7. April 2006 wurde die Diözese zur Erzdiözese erhoben mit den neu gegründeten Bistümern Celje und Murska Sobota als Suffragane.

Siehe auch: Liste der Bischöfe von Lavant

Literatur


  • Alfred Jäger: Festschrift: 750 Jahre Bistum Lavant. (St. Andrä im Lavanttal.) Stadtpfarre St. Andrä 1978
  • Ernst Tomek: Kirchengeschichte Österreichs. Tyrolia, Innsbruck - Wien - München 1935-59
  • Josef Wodka: Kirche in Österreich. Wegweiser durch ihre Geschichte. Herder, Wien 1959

Bistum (römisch-katholisch)

Lavant

 

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