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Tagesgeschehen
- Madrid/Spanien. Am frühen Abend explodieren an fünf Tankstellen Bomben geringer Sprengkraft, die nach Medienberichten von der baskischen Untergrundorganisation ETA angekündigt worden sein sollen. Keine der fünf Explosionen zündet einen Tank, der Sachschaden ist geringfügig. Trotz rechtzeitiger Evakuierung erleiden fünf Personen leichte Verletzungen.
- Kiev/Ukraine. Das Oberste Gericht der Ukraine erklärt das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen für ungültig und ordnet eine Wiederholung der Stichwahlen an.
- Deutschland. Am frühen Morgen werden in mehreren Razzien drei mutmaßliche Mitglieder der Terrorgruppe Ansar al-Islam festgenommen. Presseberichten zufolge zufolge planten diese ein Attentat auf den irakischen Ministerpräsidenten Ijad Allawi, der sich zurzeit im Rahmen eines Staatsbesuchs in Berlin aufhält.
- Österreich. Auch in Österreich werden nun Misshandlungsvorwürfe gegen Militärausbilder erhoben.
- Spanien. In vier spanischen Städten (León, Ciudad Real, Santillana del Mar und Ávila) explodieren zeitlich abgestimmt sieben Bomben geringer Sprengkraft, die laut Medienberichten von der baskischen Untergrundorganisation ETA angekündigt worden waren. Trotz frühzeitiger Evakuierungen werden mehrere Menschen leicht verletzt. Erst am Freitag waren fünf Bomben in Madrid explodiert, am Samstag eine Bombe in Almería entschärft worden.
- Dschidda/Saudi-Arabien. Fünf Terroristen dringen mit Schusswaffen und Handgranaten in das Gelände des US-amerikanischen Konsulats ein und nehmen 18 örtliche Angestellte als Geiseln. Beim Sturm durch eine Anti-Terror-Einheit sterben fünf der Geiseln. Vier Sicherheitskräfte und drei Terroristen werden getötet, zwei Terroristen verletzt festgenommen. Zahlreiche Menschen werden verletzt. US-Staatsbürger sind nicht betroffen. Die Terrororganisation Al-Qaida bekennt sich zu dem Anschlag.
- Düsseldorf/Deutschland. Angela Merkel wird mit 88,4 Prozent der gültigen Stimmen in ihrem Amt als Bundesvorsitzende der CDU bestätigt (2002: 93,7%, 2000: 95,9%). Die Wahl fand unter Beteiligung von ca. 1.000 Delegierten in Düsseldorf statt.
- Paris/Frankreich. Die neue OECD-Studie zur Bildungssituation PISA-II wird exklusiv der internationalen Presse vorgestellt. Der Öffentlichkeit wird die Studie erst am Folgetag zugänglich gemacht werden. –
- London/Großbritannien. Der im März 2004 neu eingestellte Generaldirektor des britischen Rundfunk- und Fernsehsenders BBC Mark Thompson gibt bekannt, dass der Traditionssender kurzfristig 2.900 von 27.600 Stellen streichen wird. Von 2.000 Mitarbeitern wird ein Umzug von London nach Manchester verlangt. Die BBC ist ein öffentlich-rechtlicher Sender, über dessen Schicksal im „Royal Charter and Agreement“ vom Parlament im Zehnjahresrhythmus entschieden wird. Das derzeit gültige Gesetz stammt aus dem Jahr 1996.
- Irak. Bei Sprengstoff-Anschlägen werden eine armenisch-katholische Kirche und der Sitz des chaldäischen Erzbischofs zerstört.
- Bern/Schweiz. Der Schweizer Bundesrat Samuel Schmid wird zum Schweizer Bundespräsidenten für 2005 gewählt. Moritz Leuenberger wird zu zweiten Mal Vizepräsident. - ,
- Florida/USA. Der Softwareentwickler Clinton Curtis gibt eine eidesstattliche Erklärung ab, in der er behauptet, der republikanische US-Politiker Tom Feeney habe seine Firma im Jahr 2000 beauftragt, eine Software zu entwickeln, die US-Wahlcomputer in einer gewünschten Weise manipulieren könne. - ,
- Karlsruhe/Deutschland. Das Bundesverfassungsgericht rügt nach einer Verfassungsbeschwerde der CDU die Zusammensetzung des Vermittlungsausschusses von Bundestag und Bundesrat, weil die Koalitionsregierung aus SPD und Grünen einen Sitz zuviel innehat.
- Camp Buehring/Kuwait. Bei einem Besuch von Truppen, die demnächst in den Irak entsendet werden sollen, beantwortet der US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld Klagen von Soldaten über chronische Mängel ihrer Ausrüstung sinngemäß mit der Bemerkung, der Krieg sei mit der Armee in ihrem realen, nicht in einem gewünschten oder idealen Zustand zu führen.
- New York/USA. Die New York Times veröffentlicht einen Bericht, laut dem das US-amerikanische IT-Unternehmen Symantec eine Übernahme des amerikanischen Softwareherstellers Veritas plant.
- Millau/Frankreich. In Südfrankreich wird der Viaduc de Millau eingeweiht, der mit 343 Metern Höhe seines Pfeilers "P2" das höchste Brückenbauwerk der Welt ist.
- Punjab/Indien. Im nordindischen Bundesstaat Punjab stoßen zwei Passagierzüge frontal zusammen. Mindestens 50 Menschen verlieren ihr Leben, 150 werden verletzt.
- Bagdad/Irak. Ein Selbstmordattentäter verübt einen Autobombenanschlag in der so genannten "grünen Zone", einem vom US-Militär besonders gesicherten Stadtgebiet. Zwei irakische Zivilisten sterben. Mindestens sieben Iraker waren dort bei einem Attentat am Tag zuvor getötet worden.
- New York/USA. George W. Bush wird vom Time Magazine nach 2000 erneut zu ihrer "Person of the Year" für das Jahr 2004 bestimmt. Die jährliche Auswahl des Magazins zielt darauf ab, welche Person im betroffenen Jahr die Ereignisse - egal ob negativ oder positiv - beeinflusst hat. ,
- Moskau/Russland. Die Tochterfirma Juganskneftegas des russischen Ölkonzerns Yukos wird in Moskau zwangsversteigert. Den Zuschlag erhält die unbekannte und als Tarnfirma geltende Baikalfinanzgruppe mit umgerechnet 7 Milliarden Euro weit unter Marktwert. Der staatliche Energiekonzern Gazprom, zuvor als sicherer Käufer gehandelt, gab kein Gebot ab.
- Busan/Südkorea. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft verliert überraschend das Testländerspiel gegen Südkorea. Das Tor von Michael Ballack reichte nicht aus. Mit einem Ergebnis von 1:3 (1:1) war dies die erste Niederlage unter Bundestrainer Jürgen Klinsmann.
- Aschgabat/Turkmenistan. In Turkmenistan finden Parlamentswahlen statt. In dem Land regiert eine Einheitspartei, Oppositionsparteien sind verboten.
- Jakarta/Indonesien. Über der indonesischen Hauptstadt verglüht ein Meteorit. Auf Grund einer vorhergehenden Terrorwarnung sorgte die bei dem Ereignis entstandende laute Explosion für große Verwirrung.
- Maivand/Afghanistan. Bei einem Überfall auf einen Militärposten werden 6 Menschen getötet und vier weitere verletzt.
- Sichuan/China. Bei einem Unglück in einer Kohlegrube sterben 14 Bergarbeiter. 3 weitere werden verletzt.
- Chan Junis/Palästinensische Autonomiegebiete. Bei dem größten Angriff der israelischen Armee seit dem Tod von Jassir Arafat sterben 11 Palästinenser, weiterhin gab es 43 Verletzte. Im Anschluss gab es einen palästinensischen Raketenangriff auf Israel. Dabei werden zwei Menschen in Sderot verletzt.
- Israel. Die israelische Regierung hat die Freilassung von 170 palästinensischen Häftlingen angekündigt.
- Irak. Bei schweren Anschlägen im Irak werden mehr als 60 Menschen getötet und 120 verletzt. Betroffen sind unter anderem Nadschaf und Kerbala.
- Kiew/Ukraine. Der ukrainische Verkehrsminister Heorhij Kirpa wird in seinem Landhaus bei Kiew erschossen aufgefunden. Zunächst ist unklar, ob Kirpa ermordet wurde oder Selbstmord begangen hat.
- Berlin/Deutschland. In Deutschland sind im Dezember 2004 rund 4,43 Millionen Menschen offiziell als arbeitslos gemeldet. Das ist die höchste Dezemberzahl seit 1997.
- Für 0,2 Sekunden traf ein gewaltiger Energiestrahl die Erde, der von einem Neutronenstern am anderen Ende der Milchstraße ausgesendet worden war. Wäre es ein 10 Sekunden dauernder Volltreffer gewesen, hätte das die gesamte Ozonschicht der Erde zerstört...
- Buenos Aires/Argentinien. Bei einem Disco-Brand in der argentinischen Hauptstadt starben 169 Menschen, 375 wurden verletzt. Die Brandursache waren Feuerwerkskörper, die innerhalb des Gebäudes gezündet wurden.
- Südostasien/Indischer Ozean. Die Zahl der bekannten Todesopfer des Tsunami vom 26. Dezember im Indischen Ozean steigt auf über 120.000. Es wird damit gerechnet, das viele weitere Tote gefunden werden. Erste Meldungen über angeblich unter den Überlebenden ausgebrochene Seuchen bestätigten sich nicht.
- Taipeh/Taiwan. In der taiwanischen Hauptstadt wird das derzeit höchste Gebäude der Welt, das "Taipeh 101" eingeweiht. Es misst 508 Meter und hat 101 Stockwerke.
- Stockholm/Schweden. Der schwedischen Außenministerin Laila Freivalds werden schwere Vorwürfe im Zusammenhang mit der Reaktion des Ministeriums auf die Flutkatastrophe gemacht. Nachdem sie am Sonntag von der Katastrophe unterrichtet wurde, ging sie ins Theater und kümmerte sich erst am Montag morgen um die Angelegenheit.
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