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Deutzerbruecke.jpg Die Deutzer Brücke in Köln ist eine Brücke über den Rhein. Sie verbindet die Kölner Innenstadt (Heumarkt) mit dem rechtsrheinischen Stadtteil Köln-Deutz und dient dem Straßenbahn- und Autoverkehr, sie besitzt außerdem beidseitig Fußgänger- und Radwege.

Vorgeschichte


Den ersten Rheinübergang an dieser Stelle errichteten die Römer mit einer Holzkonstruktion. Seit dem Mittelalter wurde Köln mit der anderen Rheinseite durch eine „fliegende Brücke“ (auch „Gierponte“ genannt) verbunden. In preussischer Zeit wurde eine fest verankerte Schiffbrücke eingerichtet, deren Mittelteil mehrmals täglich für den Schiffsverkehr ausgeschwommen werden musste.

Selbstverständlich kämpften die Kölner um diese Position für die geplante Dombrücke, einer kombinierten Straßen- und Bahnbrücke. Sie konnten sich aber nicht durchsetzen, so dass seit 1859 Schiffsbrücke und neue „feste Brücke“ nebeneinander existierten.

Vorgängerbrücke


Von 1913 bis 1915 wurde hier die „Deutzer Hängebrücke“ errichtet, die 1935 nach dem Reichspräsidenten Paul von Hindenburg Hindenburgbrücke benannt wurde.

Die Brücke wurde als versteifte Kettenhängebrücke ausgeführt. Eines der tragenden Kettenglieder der Konstruktion befindet sich heute als Denkmal auf dem nördlichen Fußgängerüberweg der linksrheinischen Brückenseite. Diese 18,20 m breite Brücke wurde 1939/1940 auf 27,50 m verbreitert.

Am 28. Februar 1945 brach die durch Flüchtlinge und Militärfahrzeuge hochbelastete Hindenburgbrücke bei der Reparatur von Kriegsschäden unvermittelt zusammen. Möglicherweise hatte man die hohen Druckkräfte im Fahrbahnträger unterschätzt. Wieviele Opfer dieses Unglück am hellichten Tage forderte, konnte aufgrund der Kriegswirren nie festgestellt werden.

Neubau


Das heutige Brückenbauwerk wurde nur zwei Jahre später, nämlich 1947 bis 1948 neu errichtet. Sie war die erste Stahlkastenträgerbrücke der Welt und wurde vom Kölner Architekten Gerd Lohmer entworfen.

Diese am 16. Oktober 1948 eingeweihte Brücke wurde in den Jahren 1976-1980 durch eine Spannbetonkonstruktion und den Umbau der Stahlbrücke von 20,60 m auf heute 32,60 m Breite erweitert. Mit der Verbreiterung erhielt die Straßenbahn (als Stadtbahn) einen eigenen Gleiskörper. Die Entscheidung für eine Betonerweiterung war unter den konkurrierenden Bewerbern, Stahlbau-Unternehmen kontra Betonbau-Firmen, sehr umstritten.

Der Betonkörper wurde stromauf neben der bestehenden Brücke errichtet und erst nach Vollendung, in einer Tage in Anspruch nehmenden Aktion, an die Stahlbrücke geschoben. Die Spannweite der Brücke beträgt 184 m bei einer Gesamtlänge von 437 m.

Da der der Stahlbetonkasten mit rechteckigem Querschnitt keine Einbauten enthält, bildet er drei begehbare Räume (ohne Tageslicht) mit gekrümmten Böden und variierenden Deckenhöhen. Die Brücke wird deshalb immer wieder für Kunstinstallationen, Ausstellungen im Rahmen der Möbelmesse und für Konzerte genutzt.

Weblinks


Stadtbezirk Köln-Innenstadt | Brücke in Köln

 

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