Der Deutschunterricht lehrt die Verwendung der deutschen Sprache. Neben Grundwissen (Grammatik) und Grundfertigkeiten wie Lesen, Schreiben und Reden in deutscher Sprache wird an vielen Schulen in den höheren Klassen auch ein Einblick in die Deutsche Literatur, rhetorische Fähigkeiten, Kenntnis verschiedener Textarten, Textanalyse und Textinterpretation vermittelt. Auch wird oft gelehrt(gelernt), Referate zu halten, also vor der Klasse zu sprechen.
Besonders durch den Druck der Ergebnisse der PISA-Studie wurden im Fach Deutsch die Rahmenlehrpläne in ihren Zielen und Schwerpunkten neu ausgerichtet: die durch PISA/IGLU und vergleichbaren Studien offengelegten Lesekompetenzschwächen haben in den neuen Bildungsplänen der KMK zu einer Abwertung der Vermittlung formaler Fertigkeiten geführt. So sieht der Lehrplan des Landes Schleswig-Holstein die Förderung von KOMPETENZEN als zentrales Moment des Deutschunterrichtes und der Deutschdidaktik. Dies setzt gänzlich andere Akzente als die bisherige Vorstellung, dass formale Fähigkeiten wie Grammatik und Rechtschreibung bedeutender Gegenstand des Unterrichtes sein müssten - diese sind damit nicht aus dem Unterricht getilgt, aber in einen Kompetenzbereich eingebettet und vom Lehrer begleitend zu vermitteln.
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Die Ideologie basiert auf der Annahme, dass "Literatur ein reagierender Faktor" der Zeitgeschichte ist (Bodo Lecke). Um Textverständnis zu erreichen soll daher zu jedem literarischem Werk/Text Sekundärliteratur hinzugezogen werden, welche die gesellschaftlichen und sozialen Kontexte erhellt, in denen das Werk (der Text) entstand. Zu untersuchende Aspekte sind dabei
Beispiel zur Ideologiekritik
Um nach der ideologiekritischen Methode Schiller's Verbrecher aus verlorener Ehre angemessen interpretieren zu können, müsste Sekundärliteratur etwa zu den Themen Räuberbanden um 1800, die Gretchentragödie als literarischer Stoff in der Literatur, Kleiderordnungen im 18/19 Jh, Sozialisation durch frühkindliche Prägung, Sozialisationsergebnisse des Haftvollzuges, Kriminalität und deren Faktoren hinzugezogen werden.
Der Strukturalismus geht davon aus, dass ein literarischer Text bestimmte Strukturmerkmale aufweist, die seinen Inhalt bestimmen. Die Struktur des Textes hat damit Wesenhaftigkeit, die Bauform des Textes lässt also Rückschlüsse über seine Aussagen und Absichten zu. Bekannte Vertreter des Strukturalismus (in der Deutschdidaktik) sind vor allem Wladimir Propp (Bauform des Zaubermärchens) und Kügler/Jegendsdorf (5-fache Analyse: Wissen-Verstehen-Transfer-Synthese-Evaluation).
Im Rückgriff auf den allgemeinen Strukturalismus kann die Analyse des Textes durchgeführt werden, indem man nach Signifikaten und Signifikanten sucht. Besonders nützlich ist dabei die Suche nach Kontrasten und Oppositionen anhand von dargestellten
Beispiel zum Strukturalismus: das Märchen Frau Holle
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