Als Deutschlandachter wird der Achter der deutschen Ruder-Nationalmannschaft bezeichnet. Das Team Deutschlandachter umfasst den Achter und den Vierer ohne sowie die zugehörigen Boote der U23-Nationalmannschaft.
- bgcolor=#F8F8FF | Jahr | Veranstaltung | Ort | Platzierung | - bgcolor="#FFFFFF" | 1959 | Europameisterschaft | Mácon/FR | 1 | - bgcolor="#FFFFFF" | 1960 | Olympische Spiele | Rom | 1 | - bgcolor="#FFFFFF" | 1964 | Olympische Spiele | Tokio | 2 | - bgcolor="#FFFFFF" | 1968 | Olympische Spiele | Mexiko-Stadt | 1 | - bgcolor="#FFFFFF" | 1972 | Olympische Spiele | München | 5 | - bgcolor="#FFFFFF" | 1988 | Olympische Spiele | Seoul | 1 | - bgcolor="#FFFFFF" | 1989 | Weltmeisterschaft | Bled | 1 | - bgcolor="#FFFFFF" | 1990 | Weltmeisterschaft | Tasmanien | 1 | - bgcolor="#FFFFFF" | 1991 | Weltmeisterschaft | Wien | 1 | - bgcolor="#FFFFFF" | 1992 | Olympische Spiele | Barcelona | 3 | - bgcolor="#FFFFFF" | 1993 | Weltmeisterschaft | Roudnice | 1 | - bgcolor="#FFFFFF" | 1995 | Weltmeisterschaft | Tampere | 1 | - bgcolor="#FFFFFF" | 1996 | Olympische Spiele | Atlanta | 2 | - bgcolor="#FFFFFF" | 1998 | Weltmeisterschaft | Köln | 2 | - bgcolor="#FFFFFF" | 2001 | Weltmeisterschaft | Luzern | 3 | - bgcolor="#FFFFFF" | 2002 | Weltmeisterschaft | Sevilla | 2 | - bgcolor="#F8F8FF" |
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Die Erfolgsgeschichte des Deutschlandachters begann 1959, als zum dritten Mal die Europameisterschaften gewonnen werden konnten. Im Jahr darauf siegte das von Karl Adam betreute Boot bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom mit deutlichen 4 Sekunden Vorsprung vor Kanada und der damaligen Tschechoslowakei. Es folgten vier Europa- und zwei Weltmeistertiteln und bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt wurde in einem knappen Rennen wieder die Goldmedaille errungen. Das war der vorläufige Höhepunkt, in München 1972 kam das Boot mit Steuermann Manfred Klein nicht über einen 5. Platz hinaus.
Erst unter dem neuen Trainer Ralf Holtmeyer konnte man wieder an alte Erfolge anknüpfen, die Olympischen Spiele in Seoul 1988 bescherte eine im Vorjahr nicht für möglich gehaltene Goldmedaille für das neu formierte Team um Schlagmann Bahne Rabe. Dieser wurde 1989 von Roland Baar abgelöst, der mit seinem Team dreimal in Folge die Weltmeisterschaften gewinnen konnte und in Barcelona 1992 die Bronzemedaille errang. Nach dieser Saison verließ Steuermann Manfred Klein das Team.
Nach WM-Titeln 1993 (Tschechien) und 1995 (Finnland) wurde in Atlanta 1996 eine Silbermedaille erreicht. Roland Baar beendete mit diesem Erfolg seine Karriere, in der er zweimal eine olympische Medaille errungen und fünfmal Weltmeister geworden war. Neben ihm haben bis 1996 Ruderer wie Ansgar Wessling (olympisches Gold 1988 und Bronze 1992, Weltmeister 1989 und 1991), Dirk Balster (Weltmeister 1989, 1990 und 1991), Thorsten Streppelhoff (Weltmeister 1991 und 1993, olympisches Bronze 1992 und Silber 1996), Martin Steffes-Mies (Weltmeister 1989, 1990, 1991 und 1993) und Frank Richter (Weltmeister 1990, 1993 und 1995, olympisches Bronze 1992 und Silber 1996) die Mannschaften geprägt.
1998 wurde der Achter mit dem neuen Schlagmann Marc Weber Vizeweltmeister, danach gab es jedoch ein Leistungstief und das Boot konnte sich nicht für die Olympischen Spiele in Sydney qualifizieren. Nach dieser Pleite übernahm Dieter Grahn den Trainerposten, stellte die gesamte Mannschaft neu auf und konnte mit dem um Schlagmann Michael Ruhe neu gebildeten Achter erste Erfolge feiern. Schon 2001 wurde das Boot bei den Weltmeisterschaften in Luzern mit der Bronzemedaille ausgezeichnet, im Jahr darauf erreichte das Team mit Steuermann Peter Thiede den zweiten Rang bei der WM in Sevilla.
2005 wurde der Achter nochmals umbesetzt, so dass mit Andreas Penkner erstmals ein Neuling auf Schlag sitzt.
Der Deutschlandachter wurde 5x zur Mannschaft des Jahres gewählt: 1959, 1960, 1968, 1988 und 1989 (häufiger wurde nur die Fußballnationalmannschaft der Männer gewählt).
Zur Zeit sind diese Boote noch nicht endgültig für die Saison 2005 besetzt, es werden auf Regatten verschiedene Besetzungen gefahren.
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