Berlin_deutsches_theater_kammerspiele.jpg | Berlin_Kammerspiele_Deutsches_Theater.jpg
Das Deutsche Theater in Berlin-Mitte, Schumannstraße 13a, ist ein Theater, das ab 1849 erbaut und 1850 als Friedrich-Wilhelm-Städtisches Theater eröffnet wurde. Das Gebäude des Theaters wurde 1849/50 von Eduard Titz erbaut. Den Auftrag hierzu erteilte Friedrich Wilhelm Deichmann, der ein Casino betrieb, in dessen Garten bereits über den Sommer eine kleinere Bühne erfolgreich Lustspiele und Possen darbot. Eröffnet wurde das neue Gebäude 1850 als Friedrich-Wilhelm-Städtisches Theater mit eben diesem volkstümlich-unterhaltenden Anspruch.
Erst 1883 begründete Adolph L'Arronge mit einer Gruppe vermögender Schauspieler ein Theater mit einem anspruchsvolleren Programm, das die beliebten volkstümlichen Stücke mit Klassikern mischte. Er leitete dieses Deutsche Theater, das nun das Wilhelmstädtische Gebäude übernahm, bis 1894 selbst. Ihm folgte von 1894 bis 1903 Otto Brahm. Brahm, der als Kritiker noch gegen L'Arronge eingewandt hatte, dieser habe zu wenig "gute Stücke" inszeniert, brachte neben der Aufführung der Klassiker nun zeitgenössische Stücke des Naturalismus auf die Bühne.
Ab 1905 übernahm der schon 1895 als Schauspieler engagierte Max Reinhardt die Leitung des Hauses, das er 1906 auch erwarb. 1906 ließ Reinhardt einen 1850 von F. W. Deichmann auf dem Nachbargrundstück erbauten Ballsaal durch William Müller zu einem weiteren Theater umbauen, das 1906 als Kammerspiele eröffnet wurde. In engerem Rahmen und privater anmutender Atmosphäre sollte hier die damalige Moderne zugänglich gemacht werden.
Nachdem Reinhardt 1932 das Haus verlassen hatte, wurde Heinz Hilpert 1934 Intendant und führte das Haus durch die Zeit des Nationalsozialismus bis zur Schließung 1944. Verglichen mit seinem Hauptkonkurrenten - dem repräsentativen Staatstheater am Gendarmenmarkt -, war das Deutsche Theater Reinhardts und Hilperts eine Bühne der feinen Nuancen und der leisen Töne.
1945 wurde das Theater unter Gustav von Wangenheim wiedereröffnet. Ihm folgten als Intendanten Wolfgang Langhoff (1946-1963), Wolfgang Heinz (1963-1969), Hanns Anselm Perten (1969-1972), Gerhard Wolfram (1972-1982), Rolf Rohmer (1982-1984), Dieter Mann (1984-1991) und Thomas Langhoff (1991-2001). Seit 2001 wird das Deutsche Theater von Bernd Wilms geleitet.
Am 8. Oktober 2004 bestätigte der Berliner Kultursenator Thomas Flierl, dass mit Christoph Hein Vertragsverhandlungen über die Intendanz des Theaters geführt werden. Hein sollte das Theater ab der Spielzeit 2006/07 übernehmen und somit Nachfolger von Bernd Wilms werden, dessen Vertrag nicht verlängert werden sollte. Ende Dezember 2004 erklärte Hein, dass er sein Amt nicht antreten werde. Neben "massiven Vorverurteilungen" und einem "vergifteten feindseligen Klima" machte der Autor die angespannte Haushaltslage Berlins für seinen Rücktritt verantwortlich. Bernd Wilms bleibt voraussichtlich bis 2008 Intendant des DT, die Künstlerische Leitung übernehmen ab der Spielzeit 2005/06 neben Wilms der Regisseur Michael Thalheimer, der Chefdramaturg Oliver Reese und der Künstlerische Betriebsdirektor Michael de Vivie.
Theater (Berlin) | Bauwerk in Berlin | Theater (Gebäude) | 1850
Deutsches Theater | Deutsches Theater (Berlin) | Deutsches Theater Berlin | Deutsches Theater, Berlin
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Deutsches Theater Berlin".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world