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  • Gruppe 1 Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)
  • Sektion 1 : Schäferhunde
!style="background:LightSkyBlue" colspan="2" align="center"|Liste der Hunderassen
Deutscher Schäferhund
GermanShep1_wb.jpg
FCI - Standard Nr.166
Patronat Deutschland
Klassifikation FCI
Rassenamen laut FCI Deutscher Schäferhund
Widerristhöhe Rüde 60-65cm, Hündin 55-60cm
Gewicht Rüde 30-40 kg, Hündin 22-35kg

Der Deutsche Schäferhund ist eine von der FCI (Nr.166, Gr.1, Sek.1) anerkannte deutsche Hunderasse.

Herkunft und Geschichtliches


Rittmeister Max von Stephanitz und sein Freund Artur Mayer suchten gemeinsam einen Arbeitshund, welchen sie auf einer Ausstellung entdeckten. Sie wollten einen kräftigen, leistungsfähigen, deutschen Schäferhund züchten. Horand von Grafrath war der Stammvater dieser Zucht.

Beschreibung


Der Deutsche Schäferhund ist kräftig und stark bemuskelt. Sein Wesen ist ausgeglichen, nervenfest, kinderfreundlich, gutartig, aber auch mutig, mit Drang zur Unterbeweisstellung seiner Furchtlosigkeit. Wenn es die Lage erfordert, kann er auch kämpferisch und hart sein.

Der Widerrist bildet den höchsten Punkt des Rückens. Die Größe wird beim Widerrist gemessen. Bei einem ausgewachsenen Schäferhund beträgt die Widerristhöhe bei Rüden ca. 63cm und bei Hündinnen ca. 57cm. Das Gewicht liegt bei etwa 35kg.

Der Oberkopf nimmt ca. die Hälfte der Gesamtkopflänge ein. Die Stirn ist nur wenig gewölbt und der Fang ist kräftig. Die Lippen sind straff, trocken und schließen gut. Beim Gebiss sind die Schneidezähne scherenartig übereinander. Der Welpe hat 28 und der erwachsene Schäferhund 42 Zähne.

Die Ohren sind am Grund breit und hoch angesetzt. Sie laufen spitz aus und sind mit der Muschel nach vorne gerichtet. Die Augen sind lebhaft, dunkel, ausdrucksvoll und etwas schräg liegend. Der Hals ist kräftig und gut bemuskelt. Die Rute, das ist der Schwanz, wird vom 13. bis zum 23. Wirbel gebildet und reicht vom Hinterfuß bis zum Sprunggelenk. Der Rücken ist gerade, kräftig und fest. Er besitzt 13 Rückenwirbel und 7 Lendenwirbel. Die Pfoten sind rundlich und kurz, auch die Nägel sind kurz und kräftig.

Bezüglich des Haarkleides unterscheidet man 2 Typen. Zum einen der Rassestandard, der Stockhaarschäferhund mit dichter Unterwolle und geradem, fest anliegenden Deckhaar. Zum anderen ein Zuchtexemplar, der Langhaarschäferhund, mit etwas längerem Haar. Die häufigsten Farben sind schwarz, gelb, braun, rotbraun und grau.

Die Lebensdauer eines Schäferhundes ist oft sehr unterschiedlich. Sie können bei guter Pflege und Züchtung auch bis zu 15 Jahre alt werden, manche hingegen werden nur 9 Jahre alt.

Wesen


Der Deutsche Schäferhund ist vom Wesen her ausgeglichen, selbstsicher, treu, anhänglich, klug, wachsam. Er wird als Hund der Superlative bezeichnet, was Intelligenz, Führigkeit, Arbeitsbereitschaft und körperliche Gewandtheit anbelangt. Daher ist er nicht nur für seinen ursprünglichen Verwendungszweck, das Hüten einer Schafherde, geeignet, sondern ebenso als Schutzhund wie als Polizei- und Fährtenhund, als Blindenführhund und als Rettungshund. Er ist der perfekte Familienhund, da er einen ausgeprägten Familiensinn besitzt.

Deutscher_Schaeferhund_2Jahre_Kopf.jpg | SchaeferhundZoll1984.jpgs an der Innerdeutschen Grenze 1984]] Deutsche Schäferhunde sind zwar Sportlertypen, sie lieben aber auch lange Spaziergänge und brauchen viel Bewegungsfreiheit und Familienanschluss. Sie bevorzugen kühlere Temperaturen. Als Krankheiten treten vereinzelt Allergien (Immunschwäche) sowie bei falscher Züchtung wie bei fast allen größeren Hunderassen Gelenkprobleme (Hüftgelenks-, Ellbogendysplasie) auf. Beim Kauf wird empfohlen, sich an Züchter zu wenden, deren Tiere HD-geröntgt und HD-frei sind.

Inzwischen gilt bei den diensthundehaltenden Behörden wie [[Bundeszollverwaltung|Zoll ]], Bundespolizei, Landespolizeibehörden und der Bundeswehr der Belgische Schäferhund als deutlich robuster und triebstärker, aber auch sensibler und nervöser, was dazu führen kann, dass die Kinderfreundlichkeit möglicherweise einer gewissen Aggressivität weicht. Gesundheitlich steht aber der Deutsche Schäferhund mittlerweile weit hinter dem Belgier.

Der Deutsche Schäferhund gilt als der "Allrounder" unter den Hunderassen. Er ist weltweit der beliebteste Gebrauchshund.

Entwicklung der Rasse


HorandGrafrath.jpg

Das Bild rechts zeigt Horand von Grafrath (ursprünglicher Name: Hector Linksrhein), den ersten von Stephanitz 1895 ins Zuchtbuch eingetragenen Schäferhund. Er ähnelt nur noch entfernt der heutigen "Schaulinie" Deutscher Schäferhund. Er war leichter und weniger massig gebaut.

DSh_Unterschied.jpg Das Bild unten links zeigt etwas überzeichnet die Entwicklung der Rasse in den Jahren 1920 bis heute. Der ursprüngliche DSH glich in Aussehen und Gewicht mehr dem heutigen Belgischen Schäferhund. Der DSH von heute ist größer und massiger. Auffällig ist der abfallende Rücken, der aus Gründen eines zweifelhaften Schönheitsideals angezüchtet wurde. Zum Glück zeigen sich Tendenzen, diesen Weg wieder zu verlassen. (Blau DSH von 1920, Gelb = heute, Grün = beide). Zuchtlinien in der damaligen DDR erhielten in stärkerem Ausmaß die alte Form und zeigen auch eine Tendenz zu längerem Fell und der alten, dunkleren Farbe. Aufgrund der weit weniger häufigen Tendenz zu Hüftgelenkdysplasie sind diese Tiere in der Gebrauchshundezucht recht begehrt. Der Versuch, diese Linien als Ostdeutscher Schäferhund zu erhalten, wird vom SV nicht unterstützt.

Siehe auch


Hunde, Haushund, Tschechoslowakischer Wolfshund

Hunderasse

Weblinks


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