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Der Deutsche Dom gehört zu den bedeutenden Sehenswürdigkeiten von Berlin. Er befindet sich gegenüber dem Französischen Dom auf dem Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte.
Der Deutsche Dom besteht aus einer evangelisch-reformierten Kirche, der Neuen oder auch Deutschen Kirche, die in den Jahren 1701-1708 nach Plänen von Martin Grünberg im Stil des Barock auf dem Schweizer Friedhof gebaut wurde, und einem 1780–1785 errichteten Kuppelturm, der die Kirche an Größe deutlich übertrifft, aber nie eine sakrale Funktion hatte. Er wurde gemeinsam mit dem Französischen Dom im Zuge einer umfassenden Neugestaltung des Gendarmenmarkts durch Friedrich II. nach dem Vorbild der Piazza del Popolo in Rom nach Plänen von Carl von Gontard gebaut. In den Jahren 1881–1882 wurde die Kirche wegen der Baufälligkeit zum großen Teil abgerissen und nach Plänen des Architekturbüros von der Hude & Hennicke im Stil des Neobarock wiederaufgebaut.
Nach der Märzrevolution 1848 wurden 183 Opfer der Revolution, die Märzgefallenen, am 22. März auf den Stufen des Deutschen Doms aufgebahrt. Nach einem evangelischen Gottesdienst in der Kirche wurden vor der Kirche kurze Ansprachen von einem evangelischen, einem katholischen und einem jüdischen Geistlichen gehalten, bevor die Särge unter großer Anteilnahme der Berliner Bevölkerung zum Friedhof der Märzgefallenen gebracht und dort beigesetzt wurden.
Im Jahr 1943 wurde der Deutsche Dom durch einen Brand zerstört und von 1982–1996 wiederaufgebaut. Durch einen Grundstückstausch geriet der Bau in den Besitz des Staates. Seit dem Jahr 2002 beherbergt das Gebäude die Ausstellung des Deutschen Bundestages Wege, Irrwege, Umwege. Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland. Sie ist eine Weiterentwicklung der seit 1971 im Reichstagsgebäude und seit 1996 im Deutschen Dom existierenden Ausstellung Fragen an die Deutsche Geschichte. Die Ausstellung wurde bisher von mehreren Millionen Menschen besucht.
Kirchengebäude in Berlin | Barockbauwerk | Klassizistisches Bauwerk
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