Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) ist eine private Initiative, die sich die Bewahrung von Kulturdenkmalen und die Werbung für den Gedanken des Denkmalsschutzes zur Aufgabe gemacht hat. Sie hat ihren Sitz in Bonn.
Zielsetzung
Ziele sind die Bewahrung von Kulturdenkmalen und die Gewinnung möglichst vieler
Bürger zur Mithilfe und Mitarbeit.
Bewahrung von Kulturdenkmalen
Es werden
Projekte gefördert, die als
Denkmal anerkannt sind und nachweislich als restaurierungswürdig gelten. Über die Vergabe der Mittel entscheidet die
Wissenschaftliche Kommission der
Stiftung, wobei als
Kriterien die nicht ausreichende
Förderung durch staatliche Mittel oder die durch eine Förderung durch die Stiftung ermöglichten zusätzlichen öffentlichen Mittel gelten. Zur Zeit (Stand
2004) können etwa 25 Prozent der beantragten Projekte gefördert werden; insgesamt konnte die Stiftung bisher für ca. 3.200 Projekte Mittel zur Verfügung stellen.
Öffentlichkeitsarbeit für Denkmalschutz
Durch gezielte
Öffentlichkeitsarbeit sowie durch die von ihr herausgegebene
Zeitschrift "Monumente" (6 Ausgaben jährlich) versucht die Stiftung, dem Thema
Denkmalschutz eine größere Aufmerksamkeit in der Bevölkerung zu verschaffen. Zu diesem Zweck wird auch jährlich am zweiten Septemberwochenende der
Tag des offenen Denkmals bundesweit von ihr koordiniert. Es wird ebenfalls
Schüler- und Jugendarbeit geleistet. Dazu gehört seit 2002 das Projekt
denkmal aktiv - Kulturerbe macht Schule unter der Schirmherrschaft der Deutschen
UNESCO-Kommission. Dabei werden Schüler mit dem Denkmalschutz vertraut gemacht, indem sich Schulteams in Zusammenarbeit mit Museen und Fachleuten aus Natur- und Denkmalschutz fächerübergreifend mit einer Denkmalstätte in ihrer Nähe beschäftigen.
Junge Erwachsene zwischen 16 und 26 Jahren werden durch die Jugendbauhütten erreicht. In ihnen werden sie in einem "Freiwilligen Jahr in der Denkmalpflege" praktisch und theoretisch an das Thema Denkmalpflege herangeführt. Dazu arbeiten sie in Betrieben und Einrichtungen, die praktisch in der Denkmalpflege tätig, sind und werden mit allen einschlägigen Themen vertraut gemacht.
Seit Anfang 2005 gibt die Stiftung eine Onlinezeitung heraus. Der Verlag (Monumente Publikationen) trägt durch die Veröffentlichung von Büchern, Spielen, Kalendern und Briefkarten zum Thema Denkmal zum Aufbau und zur Pflege der Förderergemeinde bei.
Geschichte
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wurde
1985 gegründet, sie steht seitdem unter der
Schirmherrschaft des jeweiligen
Bundespräsidenten. Durch die Wende in
Deutschland 1989 stand die noch recht junge Stiftung vor einer großen Aufgabe, da speziell im Osten der neuen
Republik viele
Gebäude vom Verfall bedroht waren.
Die Zahl der Förderer, sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, beläuft sich inzwischen auf über 150.000, aus privater Hand erhielt die Stiftung seit 1991 über 70 Millionen Euro. Insgesamt konnten seit der Gründung über 320 Millionen Euro für Förderprojekte bereitgestellt werden. Ca. 50 Ortskuratorien (Stand: 2005) unterstützen durch ihre ehrenamtliche Arbeit die Ziele der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vor Ort.
Dem Vorsitzenden der Stiftung, Prof. Dr. Dr.-Ing. E.h. Gottfried Kiesow (der auch Kuratoriumsmitglied der Deutschen Stiftung Welterbe ist), wurden 2004 die Ehrenbürgerschaften der Hansestädte Wismar und Stralsund in Würdigung der Arbeit der Stiftung für den Erhalt der historischen Bauwerke verliehen.
Weblinks
Stiftung | Baudenkmalpflege | Organisation in Bonn