Die Deutsche Rentenversicherung Bund ist ein Bundesträger der allgemeinen, gesetzlichen Rentenversicherung in der Bundesrepublik Deutschland. Sie nimmt auch Grundsatz- und Querschnittsaufgaben sowie die gemeinsamen Angelegenheiten der Träger der Rentenversicherung wahr. Die Deutsche Rentenversicherung Bund ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung. Sie hat ihren Sitz in Berlin.
Außenstellen der Deutschen Rentenversicherung Bund befinden sich in Gera und Stralsund sowie in der Stadt Brandenburg an der Havel. Des Weiteren unterhält die Deutsche Rentenversicherung Bund bundesweit Auskunfts- und Beratungsstellen. Die Deutsche Rentenversicherung Bund verwaltet die gemeinsame Datenstelle der Rentenversicherungsträger in Würzburg.
Die Deutsche Rentenversicherung Bund ist europaweit der größte gesetzliche Rentenversicherer. Die 27.000 Mitarbeiter betreuen zusammen etwa 51 Millionen Versicherte (zum Vergleich: Die Einwohnerzahl Deutschlands beträgt etwa 82,6 Millionen Menschen.).
Die Deutsche Rentenversicherung Bund organisiert ihre Arbeitseinheiten abhängig vom Geburtstag der Versicherten und Rentner. Danach werden Versicherte und Rentner, die am
betreut.
Bei der Deutschen Rentenversicherung Bund Versicherte, die rentenrechtliche Zeiten in der Europäischen Union oder einem Staat zurückgelegt haben mit dem ein Sozialversicherungsabkommen besteht, werden - unabhängig von ihrem Geburtsdatum - durch die Abteilung "Internationale Aufgaben und Beratungsdienst" mit Sitz in Berlin betreut.
Organe der Deutschen Rentenversicherung Bund sind die Selbstverwaltungsorgane und das Direktorium.
Selbstverwaltungsorgane sind die Vertreterversammlung und der Vorstand sowie der Trägerausschuss des Vorstandes und der Trägerausschuss der Vertreterversammlung.
Die Zusammensetzung der Organe erfolgt teilweise durch die Benennung und teilweise durch Sozialwahlen.
Die Vertreterversammlung besteht aus
Aufgaben der Vertreterversammlung sind u.a. die Entscheidung über Grundsatz- und Querschnittsaufgaben der Rentenversicherung in Deutschland sowie die Feststellung der Anlage und das Beschließen der Jahresrechnung zur Anlage zum Haushaltsplan.
Alternierende Vorsitzende der Vertreterversammlung sind Rainer Bliesener und Martin Hoppenrath.
Alternierende Vorsitzende sind Martin Hoppenrath und Herbert Neumann.
Der Vorstand besteht aus 22 Mitgliedern. Die Mitglieder des Vorstandes müssen je zur Hälfte der Gruppe der Versicherten und der Gruppe der Arbeitgeber angehören.
Aufgaben des Vorstandes sind u.a. die Verwaltung der Deutschen Rentenversicherung Bund und die Entscheidung über Grundsatz- und Querschnittsaufgaben der Rentenversicherung in Deutschland.
Alternierende Vorsitzende des Vorstandes sind Dr. Ursula Engelen-Kefer und Alexander Gunkel.
Alternierende Vorsitzende sind Christian Zahn und Dr. Hartmann Kleiner
Das Direktorium der Deutschen Rentenversicherung Bund besteht aus einem Präsidenten und zwei weiteren Mitgliedern. Aktuell sind dies:
Die Aufgaben des Direktoriums sind u.a. die Führung der laufenden Verwaltungsgeschäfte sowie die Wahrnehmung von Grundsatz- und Querschnittsaufgaben.
Die Deutsche Rentenversicherung Bund ging zum 1. Oktober 2005 aus der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte und dem Verband Deutscher Rentenversicherungsträger hervor.
Die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) wurde zum 1. August 1953 (BGBl. I S. 857) gegründet; 1911 bis 1945 bestand als Träger für die Angestelltenversicherung die Reichsversicherungsanstalt für Angestellte (RfA), deren Aufgaben 1945 bis 1953 in Westdeutschland bzw. der Bundesrepublik von den Landesversicherungsanstalten wahrgenommen wurden.
Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 übernahm die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte die Rentenzahlungen der Sozialversicherung der DDR und überführte diese in das bundesdeutsche System.
Nach Beschlüssen der Unabhängigen Föderalismuskommission eröffnete die BfA Abteilungen in Gera (am 3. Januar 1999) und in der Hansestadt Stralsund (4. Oktober 1999). In diesen Abteilungen wurden von ca. 2.200 Mitarbeiter(innen) bundesweit Versicherte und Rentner betreut. Zudem war die in der Stadt Brandenburg für die sog. "Riester-Rente" ebenfalls aufgrund o. g. Beschlüsse errichtete Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) Teil der BfA.
Im gesamten Bundesgebiet betrieb die BfA Auskunfts- und Beratungsstellen sowie einen Prüfdienst für den korrekten Beitragseinzug.
Bis zum 31. Dezember 2004 war sie allein zuständig für die Betreuung, Versicherung und Leistungserbringung für abhängig beschäftigte Angestellte, freiwillig Versicherten sowie gesetzlich pflichtversicherte selbständige Lehrer, Hebammen, Seelotsen, Künstler und Publizisten u.a. Aufgrund der Aufhebung des bisherigen Versichertenbegriffs werden seit dem 1. Januar 2005 Versicherte aus allen Berufen betreut, die bisher 26 verschiedenen Versicherungsträgern angehörten.
Der Verband Deutscher Rentenversicherungsträger war der freiwillige Zusammenschluss der 26 deutschen Rentenversicherungsträger.
Sein Sitz war bis zum 31. März 2005 Frankfurt am Main, zum 1. April 2005 erfolgte der Umzug nach Berlin. Der VDR ist aus dem 1919 gegründeten Verband Deutscher Landesversicherungsanstalten hervorgegangen. Er ging zum 1. Oktober 2005 im Rahmen der Organisationreform der deutschen Rentenversicherung zusammen mit der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte in der Deutschen Rentenversicherung Bund auf.
Die Mitglieder des VDR waren:
Zu den Hauptaufgabengebieten des Verbandes gehörten:
Die größte Abteilung des VDR war die Hauptabteilung 4 in Würzburg. Sie ist zuständig für Datenverarbeitung, Organisation und Berufliche Bildung. Sie verwaltete kraft Gesetzes die von den Trägern der Rentenversicherung unterhaltene "Datenstelle" (DSRV), die seit 1975 dort untergebracht ist. Diese führt Stammdatensätze von Versicherten und Rentnern zur Aufdeckung und Verhinderung von Doppel- und Mehrfachvergaben von Versicherungsnummern. Außerdem können mit den Daten Querverbindungen zwischen Rentenversicherungsträgern und anderen Stellen hergestellt sowie der Datenaustausch und die Herstellung von Querverbindungen im Rentenversicherungsbereich der Europäischen Union gesteuert werden.
Derzeit werden durchschnittlich ca. eine Million Datensätze pro Tag verarbeitet. Bei der DSRV sind ca. 105 Millionen Stammsätze für Versicherte und Hinterbliebene der Rentenversicherung gespeichert.
Im Rahmen der Organisationsreform in der gesetzlichen Rentenversicherung treten die Rentenversicherungsträger seit dem 1. Oktober 2005 unter dem neuen Namen Deutsche Rentenversicherung auf.
Auf Bundesebene wurde die Zahl der Träger verringert, indem die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte und der Verband Deutscher Rentenversicherungsträger zur Deutschen Rentenversicherung Bund fusionierten.
Dabei wurde die Regelung getroffen, dass die BfA aus ihrem Versichertenbestand Abgaben an die Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung vorzunehmen hat. Früher hatte die BfA aufgrund der historischen Unterscheidung zwischen Angestellten und Arbeitern einen Anteil von zuletzt ca. 55 Prozent am Versichertenbestand. Aufgrund des Wandels im Arbeitsleben nahm die Zahl der Versicherten bei der BfA zulasten der Landesversicherungsanstalten immer mehr zu; um diese Entwicklung zu stoppen, wurde in der Strukturreform festgelegt, dass die Deutsche Rentenversicherung Bund mittelfristig nur noch 40% des Versichertenbestandes und die Regionalträger 55% verwalten sollen. Die restlichen 5% entfallen auf den zweiten Bundesträger, die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn See.
Zum 1. Oktober 2005 wurden von der Vertreterversammlung die neuen Gremien der Deutschen Rentenversicherung Bund gewählt.
- | Die Deutsche Rentenversicherung Bund in Zahlen | - | Versicherte: | ca. 25,1 Mio. | - | Rentenzahlungen: | ca. 9,1 Mio | - | Aufwendungen für Renten (2004): | 101.345,8 Millionen Euro | - | Aufwendungen für Rehabilitationsleistungen (2004): | 2.065,3 Millionen Euro | - | Beitragseinnahmen (2004): | 100.340,8 Millionen Euro | - | Rentenanträge: | ca. 737.000 | - | Rehabilitationsanträge: | ca. 690.000 | - | Aufwands-/Ertragsrechnung: | ca. 125,2 Mrd. EUR | - | Mitarbeiter/innen: | ca. 27.000 | - | Büro- & Funktionsfläche: | ca. 364.000 m² | - | Posteingang: | ca. 50.000 tgl. | - | Postausgang: | ca. 80.000 tgl. | - | E-Mails: | ca. 1.500 tgl. | - | Zahlen von: | www.bfa.de und www.deutsche-rentenversicherung-bund.de |
|---|
Der Haushalt für das Jahr 2006 umfasst 148,82 Milliarden Euro.
Einnahmen in Milliarden Euro:
Ausgaben in Milliarden Euro:
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