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Die Reichsbank war die Zentralnotenbank des Deutschen Reiches.

Geschichte


Reichsbank berlin jaegerstr.jpg in der Berliner Jägerstraße]] ZK-SED-Berlin.jpg Mit der Gründung des Deutschen Reiches 1871 oblag diesem die Noten- und Münzgesetzgebung. Damit wurde die Mark als neues Zahlungsmittel im Deutschen Reich eingeführt. Außerdem wurde am 1. Januar 1876 gemäß Gesetz vom 14. März 1875 die Deutsche Reichsbank durch Übernahme der Preußischen Bank als zentrale Notenbank mit Sitz in Berlin und rechtsfähige öffentliche Anstalt gegründet. Sie unterstand anfangs direkt dem Reichskanzler und hatte ein Direktorium, dessen Präsident vom Kaiser auf Vorschlag der Bundesrats ernannt wurde. Ihre Aufgabe war es, Preis und Volumen des Geldes zu bestimmen. Vorläufig blieb das Notenausgaberecht noch auf die Reichsbank (250 Millionen M) und 32 private Notenbanken (135 Millionen M) verteilt. Bis 1889 hatten 19 davon auf ihr Notenausgabeprivileg verzichtet. 1906 verfügten nur noch die vier großen staatlichen Notenbanken von Baden, Bayern, Sachsen und Württemberg über ihr Notenprivileg, das erst 1935 endete. Die ausgegebenen Noten mussten bei der Reichsbank gedeckt sein. Das Kontingent überschreitende Notenausgaben waren mit 5 Prozent zu versteuern.

1924 wurde die Reichsbank entsprechend dem Dawesplan eine von der Reichsregierung unabhängige Anstalt. Die Wahl des Reichsbankpräsidenten erfolgte durch den Generalrat, bestehend aus 14 Mitgliedern, davon sieben ausländische. Der Reichspräsident hatte lediglich Bestätigungsrechte. Daneben wurde die Reichsmark als neues Zahlungsmittel eingeführt. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 wurde der Generalrat beseitigt, der Reichspräsident allein ernannte und entließ den Präsidenten sowie die Mitglieder des Direktoriums.

Ab 1937 unterstand die Reichsbank wieder der Reichsregierung, ab 1939 direkt dem "Führer und Reichskanzler" Adolf Hitler, der damit selbst die Kredite an das Reich gewähren konnte. Außerdem erfolgte 1939 die Umbenennung in Deutsche Reichsbank. Nach dem Zweiten Weltkrieg hörte die Deutsche Reichsbank auf zu existieren.

Nutzung nach 1945


Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude am Werderschen Markt trotz der erfolgten Zerstörung der oberen Etagen bereits ab Juli 1945 durch das Berliner Stadtkontor und ab 1949 durch das Ministerium für Finanzen der DDR genutzt.

In der Zeit von 1959 bis 1990 befanden sich hier die Organisationsstrukturen der SED, wie das Zentralkomitee der SED, die Zentrale Parteikontrollkommission, die Zentrale Revisionskommission der SED sowie die Bezirksleitung Berlin der SED.

Ab dem 1. Juni bis zum 2. Oktober 1990 trug das Gebäude den Namen "Haus der Parlamentarier" und wurde von der Volkskammer der DDR genutzt. Danach ging das Gebäude in Bundesvermögen über. In den Jahren von 1997 bis 1999 folgten Um- und Erweiterungsbauten, so dass am 20. Januar 2000 das Auswärtige Amt das Gebäude weitgehend übernehmen konnte.

Ein Teil des Gebäudes wurde bis zum Jahre 2006 durch die Bundesbank als Filiale genutzt.

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.

Reichsbankpräsidenten


Hausherren nach 1945


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