| Basisdaten | |
|---|---|
| Gründungsjahr: | 1945 |
| Mitglieder: | 500 (Stand: Januar 2005) |
| Vorsitzende: | Claudia Wiechmann und Ulrich Pätzold |
| Adresse: | Deutsche Partei Postfach 800223 99028 Erfurt |
| Website: | http://www.deutschepartei.org/ |
| E-Mail: | paetzolddp@aol.com |
Der Neuaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg solle, so das Programm der DP, der „Erneuerung Deutschlands aus geistig-moralischer Krise und innerer Zerrissenheit dienen und die wiedergewonnene nationale Einheit nach innen und außen festigen helfen“. Außerdem orientiere sich die Partei an konservativen Werten und arbeite auf der Basis des Grundgesetzes.
Die DP sah sich weiterhin „einem von christlichen humanistischen Wertvorstellungen geprägten freiheitlichen Menschenbild“ verpflichtet. Des weiteren ging sie von einer durch Sprache, Geschichte, Kultur und Religion geprägten politischen Gemeinschaft aller Deutschen aus.
In ihrer Selbstdarstellung definiert sich die DP als „christlich-konservativ und freiheitlich-patriotisch“. In den letzten Jahren ihres Bestehens machte die DP einen deutlichen „Rechtsruck” durch und öffnete sich beispielsweise auch für extrem gesinnte Nationalisten, was im Gegenzug zu zahlreichen Parteiaustritten gemäßigter Mitglieder führte.
Die DP profitierte in den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts vor allem in Schleswig-Holstein (u.a. Hans Ewers) und Hamburg (u.a. Erwin Jacobi und Wilhelm Ziegeler) von Übertritten prominenter Mitglieder der Deutschen Konservativen Partei - Deutsche Rechtspartei (DKP-DRP), die ihr dann auch entsprechende Wählerströme zuleiteten. Im Vorfeld der Bundestagswahl 1949 kam es zu Verhandlungen mit der NDP und der DKP-DRP über eine Fusion, die aber schließlich scheiterten, weil insbesondere die britische Besatzungsmacht erklärte, eine Fusionspartei aus DP, NDP und DKP-DRP würde keine Lizenz erhalten. In der ersten Regierung Niedersachsens waren mit Hans-Christoph Seebohm und August Block zwei Mitglieder der Deutschen Partei vertreten.
Sie bildete anschließend mit CDU/CSU und FDP unter Konrad Adenauer die Bundesregierung. Bei der Bundestagswahl 1953 erreichte sie 3,3% und 15 Sitze.
1957 betrug ihr Stimmenanteil 3,4%. Btw ergebnisse DP.JPG Noch bis 1960 war die Partei an unterschiedlichen Regierungskoalitionen im Bund unter Führung der CDU beteiligt und stellte die Minister Heinrich Hellwege (1949-1955), Hans-Joachim von Merkatz (1955-1960) und Hans-Christoph Seebohm (1949-1960).
Bei den ersten drei Bundestagswahlen hatte die CDU der DP darüber hinaus dabei geholfen, über die Grundmandatsklausel die Fünfprozent-Hürde außer Kraft zu setzen, indem sie in den ausgeprägten norddeutschen DP-Hochburgen darauf verzichtet hatte, Direktkandidaten aufzustellen.
Da die CDU sich zur Bundestagswahl 1961 weigerte, der DP derart erneut „unter die Arme zu greifen“, wechselten 1960 neun der insgesamt 17 DP-Bundestagsabgeordneten zur CDU, darunter auch die zu dieser Zeit amtierenden DP-Bundesminister Seebohm und von Merkatz.
Ein Jahr lang führten CDU und CSU somit eine Alleinregierung, da die restlichen DP-Abgeordneten nicht mehr an der Regierung beteiligt waren.
Die Wählerschaft der DP wechselte ab Anfang der sechziger Jahre größtenteils ebenfalls zur CDU.
Bei der Bremer Bürgerschaftswahl von 1963 gelang der DP mit vier Abgeordneten zum bisher letzten Mal der Einzug in ein Landesparlament. Ein Jahr später beteiligten sich diese Abgeordneten jedoch an der Gründung der NPD. Der Bürgerschaftsabgeordnete Friedrich Thielen wurde auch deren erster Bundesvorsitzender. 1967 kehrte er allerdings zur DP zurück und versuchte erfolglos, diese zu reaktivieren.
Im Jahr 1980 verlor die DP ihre Rechtsstellung als Partei. Sie existierte jedoch als Verein weiter.
Der 1998 aus der FDP ausgetretene nationalliberale Heiner Kappel, der bis zu dessen Auflösung Bundesvorsitzender des BFB gewesen war, wurde im Sommer 2001 zum Bundesvorsitzenden gewählt. Er löste den vorherigen Amtsinhaber Johannes Freiherr von Campenhausen ab.
Bei der Bürgerschaftswahl in Bremen am 25. Mai 2003 gelang der DP mit 0,5% zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder ein nennenswertes Wahlergebnis oberhalb der kommunalen Ebene. Im Oktober 2003 erfolgte ein Zusammenschluss mit der Freiheitlich Deutschen Volkspartei (FDVP), die im Juni 2000 von abtrünnigen DVU-Abgeordneten aus dem Landtag von Sachsen-Anhalt gegründet worden war. Der Parteiname lautet seit der Fusion Deutsche Partei – die Freiheitlichen. Bei der Europawahl 2004 erreichte die DP 0,2%.
Zunächst vereinbarte die DP im November 2004 eine Kooperation mit den REP und der DSU. Die DP führte laut Pressemeldungen im Jahr 2004 allerdings Gespräche mit der NPD, um eine politische Kooperation zu erreichen. Am 22. Januar 2005 setzte der Bundesvorstand der DP daher Kappel ab und leitete gegen ihn ein Parteiauschlussverfahren ein. Während die Parteibasis die im Oktober 2004 vereinbarte Allianz von DVU und NPD unterstützte, hatte Kappel für eine Zusammenarbeit mit den REP und der DSU plädiert. Die Führung der Partei übernahmen kommissarisch die vorherigen drei Stellvertreter, Eberhard Lehmann, Claudia Wiechmann (frühere Vorsitzende der FDVP) und Ulrich Pätzold. Wiechmann und Pätzold wurden wenig später zu gleichberechtigten neuen Bundesvorsitzenden gewählt. Dennoch beharrten die Anhänger des früheren Vorsitzenden Kappel darauf, dass die Absetzung und die Neuwahlen nicht rechtmäßig seien. Nach Angaben der Partei ist Kappel im Februar 2006 im Rechtsstreit unterlegen und wurde inzwischen rechtskräftig aus der Partei ausgeschlossen.
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