DOAGFlagge.png Die Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft (DOAG) wurde am 28. März 1884 von Graf Behr-Bandelin und Carl Peters in Berlin als Gesellschaft für deutsche Kolonisation gegründet mit dem Ziel der Errichtung deutscher Ackerbau- und Handelskolonien. Im Herbst 1884 schickte die Gesellschaft eine Expedition nach Ostafrika. Carl Peters, Joachim Graf von Pfeil und Karl Ludwig Jühlke reisten unter falschen Namen nach Sansibar und schlossen im Hinterland der Festlandbesitzungen des Sultans von Sansibar Verträge mit einigen Häuptlingen. Für die auf diese Weise „erworbenen“ Gebiete erhielt die Gesellschaft am 27. Februar 1885 einen kaiserlichen Schutzbrief, wodurch der Grundstein für die spätere Kolonie Deutsch-Ostafrika gelegt wurde. Die Gesellschaft wurde in die Kommanditgesellschaft „Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft Karl Peters und Genossen“ umgewandelt; daraus wurde am 7. September 1885 die „Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft“ mit Carl Peters als erstem Präsidenten. Am 28. April 1888 gelang es der DOAG das Küstengebiet vom Sultan von Sansibar zu pachten. Da sie aber bei dem am 15. August 1888 ausgebrochen sogenannten Araberaufstand die Hilfe des Deutschen Reiches in Anspruch nehmen musste, übernahm das Reich schließlich am 20. November 1890 die Verwaltung der Kolonie. Die Gesellschaft beschränkte sich von da an auf den Betrieb von Plantagen und Handelsniederlassungen.
Die Gesellschaftsflagge wird in Anlehnung an den Gründer von Deutsch-Ostafrika, Carl Peters, auch als Petersflagge bezeichnet.
Deutsche Kolonialgeschichte | Geschichte (Afrika) | Geschichte (Tansania)
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