Der weiße Hai (engl. Jaws: „Kiefer“) ist der Name eines Romans von Peter Benchley und eines daraus entstandenen US-amerikanischen Films von 1975, der unter der Regie von Steven Spielberg gedreht wurde. Zusammen mit dem zwei Jahre später erschienenen Krieg der Sterne läutete er die Ära des Blockbuster-Kinos in Hollywood ein und gilt bis heute als einer der besten Thriller. Der Film schildert die mörderischen Attacken eines gigantischen Hais, der einen beliebten Badestrand terrorisiert. Drei Männer jagen das Tier auf hoher See.
Trotz Brodys Abneigung gegen Wasser, Quints Abneigung gegen Hooper und Hoopers Abneigung gegen Haijagd gelingt es den Dreien, den Hai aufzuspüren, der das Boot dann scheinbar gezielt aufs Meer lockt und immer wieder angreift. Nachdem Hooper in einem zu Wasser gelassenen Haikäfig die Flucht antreten musste, wird Quint Opfer des Hais. Brody gelingt es, den Hai zu töten, indem er eine Sauerstoffflasche zur Explosion bringt, die er dem Angreifer zuvor zwischen die Zähne geschoben hatte.
Der künstliche Hai sollte im Film zunächst öfter zu sehen sein, aber der mechanische Hai erwies sich als störanfällig und war praktisch die ganze Zeit funktionsunfähig. Unterstützt von der suggestiven Musik von John Williams, konnte der Regisseur mit dieser Erzählstrategie das Bedrohungsgefühl sogar noch steigern. Erst im Finale des Films ist der Hai minutenlang zu sehen.
Gerade die Enge an Bord gibt Spielberg Gelegenheit, seine drei Akteure ihre Gefechte austragen zu lassen, hier klingt Tragik und Komik an. Genauso tragisch war allerdings die allgemeine Jagd, die nach dem Film auf weiße Haie begann und fast zu deren Ausrottung führte, vollkommen abgesehen vom sinnlosen Dahinmetzeln vieler für den Menschen vollkommen ungefährlicher Arten. '' Der weiße Hai'' gilt als einer der Klassiker sowohl des Horror- als auch des Actionfilms; er ist auch im Kontext der Rache der Natur-Welle der 1970er zu sehen, deren andere Werke er jedoch schon technisch weit überragt. Für die Filmmusik bekam John Williams 1976 einen Oscar.
Während der Nacht erzählen sich die Männer Geschichten, und Quint berichtet vom Erlebnis, das ihn zum Haifänger machte. Er war nämlich auf der USS Indianapolis, die die Atombombe für Hiroshima von den USA in den Pazifik brachte. Auf dem Rückweg torpedierte ein japanisches Uboot das Schiff, und viele der Überlebenden wurden von Haien getötet.
Spielberg bot Lee Marvin die Rolle des Haifängers Quint an, doch der lehnte ab.
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